Bachelorarbeit, 2015
82 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung/Idee
2. Definitionen
2.1. Gruppe
2.1.1. Was ist eine Gruppe?
2.1.2. Gruppendynamik und Gruppenprozesse
2.1.2.1. Gruppendynamik
2.1.2.2. Gruppenprozess
2.2. Team
2.2.1. Was ist ein Team?
2.2.2. Formen der Teamarbeit: Teams in sozialpädagogischen Einrichtungen
2.2.3. Teammitglieder
2.2.4. Teamleitung
2.2.5. Teamentwicklung
2.2.6. Konflikte in der Teamarbeit
2.2.6.1. Was ist ein Konflikt?
2.2.6.2. Neun Eskalationsstufen nach GLASL (1997, 2008)
3. Fragebogen
3.1. Konzeption des Fragebogens
3.1.1. Gruppe
3.1.2. Team
3.1.3. Konzept
3.2. Entwicklung des Fragebogens/Methoden
3.3. Fragebogen
3.4. Auswertung
4. Konzept:
4.1. Entwicklung des Konzeptes/Verknüpfung Konzept und Fragebogen
4.2. Konzept:
4.2.1. Zielgruppe
4.2.2. Ziele
4.2.3. Räumlichkeiten
4.2.4. Ablauf des Workshops
4.2.5. Durchführung
5. Fazit
Ziel dieser Bachelor-Arbeit ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Konzept für eine Teambildungsmaßnahme zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse von neu gegründeten Kita-Teams zugeschnitten ist. Die Forschungsarbeit basiert auf einer Befragung pädagogischer Fachkräfte, um deren Interessen und Bedarfe zu ermitteln und diese direkt in die Planung der Maßnahme einfließen zu lassen.
2.1.1. Was ist eine Gruppe?
Um die Gruppe als solche zu definieren, kann man sich verschiedener Ansätze bedienen, die Definitionen nach DUDEN, AßMANN und KÖNIG & SCHATTENHOFER sind dabei nur einige von vielen. Die allgemeine Definition von von DUDEN (BIBLIOGRAPHISCHES INSTITUT GMBH, 2013, Web)besagt, dass eine Gruppe „[eine]Gemeinschaft, [ein] Kreis von Menschen [ist], die aufgrund bestimmter Gemeinsamkeiten zusammengehören, [oder] sich aufgrund gemeinsamer Interessen, Ziele zusammengeschlossen haben“. Verschiedene Gruppentypen werden außerdem definiert: „konservative, soziale, politische, therapeutische Gruppen“ (BIBLIOGRAPHISCHES INSTITUT GMBH, 2013, Web).
Im weiteren Verlauf wird das Hauptaugenmerk auf soziale Gruppen gelegt. Zu den bekanntesten sozialen Gruppen gehört die Familie, Schulgruppen, Sportgruppen und Gruppen innerhalb des beruflichen Kontextes. Soziale Gruppen werden sowohl in formelle als auch informelle Gruppen unterteilt (vgl. AßMANN, 1977) Eine formelle Gruppe ist eine Gruppe, die sich aus Organisationen und Betrieben heraus ergeben. Charakteristisch für eine solche Gruppe sind die hierarchisch organisierten Strukturen mit klaren Vorgaben und Regelungen, was und wie in diesen Gruppen gearbeitet werden soll. Im Gegensatz dazu sind die informellen Gruppen eher spontan entstandene Gruppen, die unabhängig von den äußeren Umständen zusammenkommen. Eine bestimmte Ordnung, bestimmte Ziele und Aufgaben sind in ihnen nicht vorgegeben. Aufgrund ihrer Gegensätzlichkeit ergänzen diese beiden Gruppenformen sich gegenseitig.
KÖNIG & SCHATTENHOFER (2007, S. 15 ff.) beschreiben in ihrem Buch „Einführung in die Gruppendynamik“ verschiedene Kriterien und Merkmale einer Gruppe (S. 15ff): Demnach ist eine Gruppe dann eine Gruppe, wenn sie aus drei bis ca. 20 Mitgliedern besteht. Ab ca. 20 Mitgliedern wird aus einer typischen (Klein-)Gruppe eine Großgruppe.
1. Einleitung/Idee: Diese Einleitung beleuchtet den Bedarf an Teambildungsmaßnahmen bei der Neugründung von Kitas angesichts des Kita-Ausbaus und definiert das Ziel, ein bedarfsorientiertes Konzept durch eine Fachkräftebefragung zu erstellen.
2. Definitionen: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu den Begriffen Gruppe und Team, beleuchtet Gruppendynamik, Rollenverteilungen, Führungstypen sowie Konflikteskalationsstufen nach Glasl.
3. Fragebogen: Hier wird die Konzeption, methodische Entwicklung und Durchführung der Online-Befragung bei pädagogischen Fachkräften detailliert beschrieben sowie die erhobenen Daten ausgewertet.
4. Konzept: Dieses Kapitel transformiert die Ergebnisse der Befragung in einen konkreten vier-tägigen Workshop-Plan, inklusive detaillierter Ablaufplanung und Begründung der eingesetzten Methoden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert den Prozess der Konzepterstellung sowie die Bedeutung einer praxisnahen Vorbereitung für neu zusammengesetzte Kita-Teams.
Teambildung, Kita-Neugründung, Gruppendynamik, Teamarbeit, Pädagogische Fachkräfte, Konfliktmanagement, Workshop-Konzeption, Online-Fragebogen, Führungskompetenz, Sozialpädagogik, Teamrollen, Teamentwicklung, Situative Führung, Werte, Kommunikation.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Teambildungskonzepts für neu gegründete Teams in Kindertagesstätten, um den Übergang von einer zufälligen Gruppe hin zu einem leistungsfähigen Team zu unterstützen.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung von Team- und Gruppenprozessen, der Analyse von Konfliktsituationen sowie der praktischen Anwendung von Methoden der Teamentwicklung im pädagogischen Kontext.
Das primäre Ziel ist es, mittels einer Befragung den tatsächlichen Bedarf und die Interessen pädagogischer Fachkräfte zu ermitteln, um darauf aufbauend ein passgenaues Konzept für eine Teambildungsmaßnahme zu entwerfen.
Die Autorin nutzt eine empirische Online-Befragung bei 136 pädagogischen Fachkräften, um Bedarfe zu ermitteln, sowie eine fundierte Literaturanalyse zu gruppendynamischen Modellen (z.B. nach Tuckman, Belbin, Glasl).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Begriffe Gruppe und Team, die detaillierte Beschreibung der Befragungsmethodik sowie die konkrete Ausarbeitung eines viertägigen Workshop-Konzepts.
Kernbegriffe sind Teambildung, Kita-Neugründung, Gruppendynamik, Teamarbeit, Konfliktmanagement und Workshop-Konzeption.
Bei Kitaneugründungen treffen häufig fremde Personen ohne gemeinsame Arbeitsgeschichte aufeinander. Ein strukturiertes Teambildungskonzept hilft dabei, Fluktuation zu vermeiden und schnell eine vertrauensvolle sowie effiziente Arbeitsatmosphäre zu schaffen.
Die Befragungsergebnisse bilden die Basis für die Auswahl der Methoden und Themen. Da sich etwa 40,9 % der Teilnehmer einen Workshop wünschten, floss diese Präferenz direkt in die Form des Konzepts ein.
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