Bachelorarbeit, 2015
63 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Depression
1.1 Die depressive Symptomatik
1.2 Klassifikation
2. Die Tiergestützte Intervention
2.1 Tier und Mensch in der geschichtlichen Entwicklung
2.2 Die Mensch-Tier-Beziehung
2.2.1 Das Konzept der Du-Evidenz
2.2.2 Die Biophilie Hypothese
2.2.3 Die Bindungstheorie
2.2.4 Das Konzept der Spiegelneurone
2.3 Die Mensch-Tier-Kommunikation
2.4 Formen der Tiergestützten Intervention
2.4.1 Anglo-amerikanischer Raum
2.4.2 Deutschsprachiger Raum
2.5 Der Einfluss der tiergestützten Intervention auf den Menschen
3. Der Einsatz der tiergestützten Intervention bei der Behandlung einer Depression
3.1 Tiere in der Klinik und Therapie
3.1.1 Boris Levinson
3.1.2 Die forschungsweisende Studie der Corsons
3.1.3 Der Blick auf die Gegenwart
3.2 Die Bedeutung der eingesetzten Tierart
3.2.1 Therapie mit haustiergeeigneten Arten
3.2.2 Pferdegestützte Therapie / Reittherapie
3.2.3 Farmtiere
3.3 Die Durchführung einer Studie – Der Einsatz von Delphinen bei der Behandlung einer Depression
4. Diskussion
Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob und wie eine tiergestützte Therapie als ergänzende Behandlungsmethode neben konventioneller Psychotherapie und Psychopharmaka bei einer Depression hilfreich sein kann. Ziel ist es, den Nutzen sowie die therapeutischen Möglichkeiten und Grenzen der Einbeziehung von Tieren in den Behandlungsprozess zu erörtern.
Die Mensch-Tier-Kommunikation
Kommunikationstheorien unterteilen die menschliche Kommunikation in verbal-digitale und nonverbal-analoge Kommunikation. Die verbal-digitale Kommunikation erhält ihre Bedeutung durch den Inhalt unserer Worte. Sie ist somit bewusst steuer- und manipulierbar (vgl. Germann-Tillmann et al. 2014, S. 30). Im Gegensatz dazu ist die nonverbal-analoge Kommunikation die weitaus ‚ehrlichere‘, da sie ausschließlich auf der Beziehungsebene abläuft (vgl. Olbrich 2010, S. 84).
Watzlawick (1969, S. 61f. zit. n. Vernooij /Schneider 2010, S. 18) behauptete: „Analoge Kommunikation hat ihre Wurzeln offensichtlich in viel archaischeren Entwicklungsperioden und besitzt daher eine weitaus allgemeinere Gültigkeit als die viel jüngere und abstraktere digitale Kommunikationsweise.“
Es ist dementsprechend möglich, mit jedem Lebewesen auf analoger Ebene zu kommunizieren. Dafür wird keine gemeinsame (Laut-)Sprache benötigt, sondern es reicht völlig aus, Mimik, Gestik, Körperhaltung und -spannung, Stimmmodulation, Berührungen oder andere sensorische Empfindungen wahrzunehmen und zu verstehen. Je besser die digitale mit der analogen Kommunikation verbunden ist, umso authentischer werden wir von unseren Mitmenschen wahrgenommen (vgl. Vernooij /Schneider 2010, S. 19).
Die Mensch-Tier-Kommunikation erfolgt fast ausschließlich auf analoger Ebene, d.h. der Fokus liegt auf der Beziehungsebene, weg von dem Inhalt der gesagten Worte.
Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Depression als Volkskrankheit ein und stellt die Relevanz der tiergestützten Therapie als bisher wenig beachtete, ergänzende Behandlungsmethode dar.
1. Depression: Dieses Kapitel erläutert die Symptomatik und die medizinische Klassifikation der Depression nach ICD-10 und DSM-V.
2. Die Tiergestützte Intervention: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung, Kommunikationsformen sowie verschiedene Interventionsarten dargelegt.
3. Der Einsatz der tiergestützten Intervention bei der Behandlung einer Depression: Dieses Kapitel widmet sich dem konkreten Einsatz von Tieren in der Klinik und Therapie, differenziert nach verschiedenen Tierarten und diskutiert Forschungsergebnisse.
4. Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der tiergestützten Intervention in der zukünftigen therapeutischen Praxis.
Depression, Tiergestützte Therapie, Mensch-Tier-Beziehung, Psychotherapie, Animal-Assisted Therapy, Symptomatik, Therapeutischer Einsatz, Kommunikation, Spiegelneurone, Bindungstheorie, Delphintherapie, Reittherapie, Farmtiere, Psychische Gesundheit, Interventionsformen.
Die Arbeit untersucht das Potenzial tiergestützter Interventionen als ergänzende Therapiemaßnahme für Patienten mit einer klinischen Depression.
Die zentralen Themen sind die depressive Symptomatik, die wissenschaftlichen Erklärungsmodelle der Mensch-Tier-Beziehung sowie die praktischen Anwendungsformen von Tieren in der Therapie.
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern kann die tiergestützte Therapie neben herkömmlichen Behandlungsmethoden wie Psychotherapie und Medikamenten bei einer Depression hilfreich sein?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von empirischen Studien, um den aktuellen Forschungsstand zur Wirksamkeit tiergestützter Interventionen bei Depressionen zu evaluieren.
Der Hauptteil behandelt theoretische Konzepte der Mensch-Tier-Interaktion, die Bedeutung verschiedener Tierarten sowie die Analyse bisheriger Studien und Praxisbeispiele.
Zu den zentralen Begriffen gehören Depression, tiergestützte Therapie, Mensch-Tier-Beziehung, therapeutische Wirksamkeit und ergänzende Behandlungsansätze.
Die tiergestützte Aktivität zielt primär auf die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens ab und ist weniger strukturiert, während die tiergestützte Therapie zielgerichtet, dokumentiert und ein fester Bestandteil eines therapeutischen Prozesses unter fachlicher Leitung ist.
Aufgrund seiner evolutionären Anpassung an den Menschen und seiner hohen sozialen Intelligenz eignet sich der Hund besonders gut, um soziale Isolation zu durchbrechen und als „sozialer Katalysator“ Kontakt zu anderen Menschen zu erleichtern.
Farmtiere werden im Rahmen spezieller Programme (z.B. Green Care) eingesetzt, um durch die Einbindung in strukturierte Arbeitsaufgaben auf dem Bauernhof das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit depressiver Patienten zu steigern.
Spiegelneurone könnten ein Erklärungsansatz dafür sein, warum Menschen bei der Beobachtung von Tieren deren Emotionen nachempfinden können, was die Basis für Empathie und eine beruhigende Wirkung in der Therapie bildet.
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