Bachelorarbeit, 2016
51 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problem –und Zieldarstellung
1.2 Forschungsfragen
1.3 Methodisches Vorgehen
1.4 Begrenzung
1.5 Begriffsbestimmungen
2 Theoretischer Teil
2.1 Chinas Outbound-Tourismus
2.1.1 Einleitung: Ein großer und schnellwachsender Markt
2.1.2 Marktanalyse des chinesischen Outbound-Quellmarktes: Charakteristika, Besonderheiten und Daten
2.1.3 „Die Chinesen kommen“
2.1.4 Soziodemografisches Profil der chinesischen mittelständischen Touristen nach Deutschland
2.2 Deutschlands Inbound-Tourismus am Beispiel Bodensee
2.2.1 Deutschlands Inbound-Tourismus: Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken
2.2.2 Marktanalyse des Zielmarktes Deutschland: Entwicklung, Struktur und Angebote
2.2.3 Am Beispiel Bodensee: Überblick, Geographie und Klima und ihre Auswirkungen auf den Tourismus
2.3 Zusammenfassung
3 Praktischer Teil
3.1 Einleitung: Empirische Untersuchung/Qualitative Datenerhebung
3.2 Expertenbefragung
3.2.1 Vorbereitung der Datenerfassung
3.2.2 Auswahl der Schlüsselpersonen
3.2.3 Inhalt der Leitfadengespräche
3.2.4 Durchführung von Experteninterviews
3.2.5 Methodik der Datenauswertung
3.3 Auswertung der Expertenbefragung
4 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Vermarktungsstrategien zu entwickeln, um die Bodenseeregion für die wachsende Zielgruppe der chinesischen mittelständischen Reisenden attraktiver zu gestalten. Hierbei wird untersucht, wie die Lücke zwischen den Bedürfnissen dieser Zielgruppe und den aktuellen Marketingmaßnahmen deutscher Destinationen geschlossen werden kann.
2.1.3 „Die Chinesen kommen“
Das folgende Beispiel ist das Image der chinesischen Europareisenden aus europäischer Sicht: Die chinesischen Touristen gehören zuhause zur Wohlhabenden Oberschicht und geben viel Geld in Europa aus, ihr Reisestil ist luxuriös. Wenn die Gäste aus China in Europa reisen, bleiben sie nur kurz in einem Land (vgl. Arlt und Freyer 2008: S.1). Sie besuchen die wichtigsten europäische Metropolen wie Paris, Berlin, Mailand und Amsterdam, sie kümmern sich nicht um Geheimtipps in den Städten und sie reisen meistens, um ihren Status daheim zu erhöhen.
Der Begriff „Die Chinesen kommen“ wurde im Jahre 1999 zum erst mal auf der ITB genannt. Damals war es für deutsche Tourismus-Branche noch kaum vorstellbar (vgl. Arlt und Freyer 2008: S.1).
Erst seit dem Jahre 2003, erscheinen die Überschrift „Die Chinesen kommen“ in vielen Zeitungen. Dies liegt daran, dass Deutschland ab dem Jahre 2002 als erster EU-Staat mit China über den ADS verfügt. So schrieb man damals über die sich vorgestellte chinesischen Touristen in den Zeitungen: „[...]die Mittelklasse, die durchschnittlich 240 Euro pro Tag beim Einkaufen ausgeben soll (Europäer nur 100 Euro).“ (Mark Siemons: Die Chinesen kommen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (2003), Nr. 229, S. R1)
Der deutsche Tourismusmarkt freute sich auf der einen Seite. Andererseits warnte man vor der „Gelben Gefahr“ und die Frage wurde gestellt: ist Deutschland vorbereitet für chinesische Touristen?
Zehn Jahre nach dem Begriff „Die Chinesen kommen“ fingen die deutschen Reiseveranstalter an, sich zu überlegen, ob sie für chinesische Touristen vorbreitet waren. Bis heute ist wieder ein Jahrzehnt vorbei und auf der ITB 2015 wurde das Thema „chinesische mittelständische Reisende“ oftmals diskutiert. Das neue Phänomen fordert die deutschen Reiseveranstalter auf, mittelständische Chinesen als Zielgruppe zu beobachten und ihr Verhalten und Wünsche zu kennen. Der größte Unterschied zu vorher ist, die sich schnell entwickelnde Marktrends und Technologien. Diese bergen Chancen sowie auch Risiken.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des schnell wachsenden chinesischen Outbound-Tourismus ein und definiert die zentrale Forschungsfrage zur Vermarktung der Bodenseeregion für diese Zielgruppe.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel analysiert umfassend den chinesischen Quellmarkt, die Reisemotive der Mittelschicht sowie die aktuelle Marktsituation von Deutschland und dem Bodensee als Reisedestination.
3 Praktischer Teil: Hier wird das methodische Vorgehen der qualitativen Expertenbefragung erläutert, die zur Untersuchung der Fragestellung und zur Ableitung von Handlungsempfehlungen durchgeführt wurde.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Marktforschung und der Expertenbefragungen zusammen und gibt strategische Handlungsempfehlungen für die touristische Vermarktung der Bodenseeregion.
Bodensee, China, Outbound-Tourismus, Vermarktungsstrategie, Mittelstand, Inbound-Tourismus, Destinationsmarketing, Reisetrends, E-Commerce, Tourismusmanagement, Expertenbefragung, Zielgruppenanalyse, Deutschland, Reiseverhalten, Marktsegmentierung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Vermarktung der Bodenseeregion als Reisedestination für die wachsende Zielgruppe der chinesischen mittelständischen Reisenden unter Berücksichtigung moderner Trends wie dem E-Commerce.
Die zentralen Themen sind der chinesische Outbound-Tourismus, das Reiseverhalten der chinesischen Mittelschicht, der deutsche Inbound-Tourismus sowie die strategische Positionierung der Bodenseeregion.
Das Ziel ist es, Lücken zwischen den Bedürfnissen der chinesischen Zielgruppe und den bisherigen Vermarktungsstrategien der Bodenseeregion aufzudecken und innovative Strategien für eine bessere Marktansprache zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus sekundärer Marktforschung durch Literaturanalyse und empirischer Primärforschung durch Experteninterviews mit Akteuren der Tourismusbranche.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des chinesischen Reisemarktes und des Standorts Bodensee detailliert analysiert, gefolgt von der Durchführung und Auswertung der qualitativen Expertenbefragungen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Bodensee, China-Tourismus, Vermarktungsstrategien, chinesische Mittelschicht, Destinationsmarketing und E-Commerce.
Der Bodensee wird als Beispiel für eine deutsche Klein- und Mitteldestination herangezogen, die bisher touristisch stark auf den deutschsprachigen Raum fokussiert ist, aber ein großes Potenzial für internationale Gäste bietet.
Der E-Commerce ist für chinesische Reisende essenziell, da er sowohl als zentrale Informationsquelle als auch als Hauptkanal für die Buchung von Reisen und touristischen Dienstleistungen dient.
Die Autorin sieht im Wintertourismus ein besonderes Wachstumspotenzial, da authentische Attraktionen wie Weihnachtsmärkte und Fastnacht sowie die chinesischen Reisezeiten gute Anknüpfungspunkte für ein spezifisches Winterprogramm bieten.
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