Bachelorarbeit, 2013
57 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Einleitung
1. Die Etablierung des aufgeklärten Absolutismus in Preußen und Österreich
1.1 Religiöse Toleranz im aufgeklärten Absolutismus
1.2 Das Verhältnis Josephs II. zur Religion
1.3 Die Religiosität Friedrichs des Großen
2. Die Lebensbedingungen der religiösen Minderheiten in Österreich vor der Regentschaft Josephs II.: Die Protestanten in Böhmen, Mähren und Ungarn
2.1 Die Griechisch-Orthodoxen in Ungarn
2.2 Die griechisch-katholischen Ruthenen in Ungarn
2.3 Die Juden in Wien, Prag und Mähren
3. Die Politik Josephs II. gegenüber den religiösen Minderheiten: Die Beweggründe und Ziele des Kaisers
3.1 Das Toleranzpatent von 1781 für die christlichen Minderheiten
3.2 Das Toleranzpatent für die christlichen Minoritäten in Ungarn
3.3 Das Judenpatent von 1782 und seine Folgen
4. Die Religionspolitik der Hohenzollern in Preußen gegenüber allen christlichen Konfessionen vor der Herrschaft Friedrichs II.: Vom „großen Kurfürsten“ bis zum „Soldatenkönig“
4.1 Die Lage der Juden in der Mark Brandenburg
4.2 Der Status der katholischen Kirche und deren Spannungen mit den Vertretern der anderen Konfessionen in Preußen
5. Die Religionspolitik Friedrichs II. gegenüber den religiösen Minderheiten in Preußen: Die Annexion Schlesiens und die daraus entstehenden Folgen für die dort ansässigen Katholiken
5.1 Die Emanzipation weiterer katholischer Untertanen im Zuge der polnischen Teilung von 1772
5.2 Die Judenpolitik Friedrichs II.
Die Arbeit untersucht die Religionspolitik von Friedrich II. von Preußen und Joseph II. von Österreich im Kontext des aufgeklärten Absolutismus. Ziel ist es, durch einen Vergleich der staatlichen Maßnahmen gegenüber religiösen Minderheiten zu analysieren, welcher der beiden Monarchen eine tolerantere Politik verfolgte und wie diese Ansätze mit dem Herrschaftsanspruch und den ökonomischen Interessen ihrer Staaten korrelierten.
1. Die Etablierung des aufgeklärten Absolutismus in Preußen und Österreich
Wenn man die Religionspolitik von Friedrich II. von Preußen und Joseph II. von Österreich miteinander vergleichen möchte, um festzustellen, welcher der beiden Monarchen der tolerantere Monarch war, muss man sich zunächst einmal der Epoche nähern, in der diese herrschten. Die Ideen der Aufklärung beeinflussten vor allem die Obrigkeiten in Preußen und in Österreich und führten zu Reformen, die auf eine naturrechtliche Staatslehre zurückgeführt werden können. Im Gegensatz zur Herrschaftsform des Absolutismus in Frankreich, der sich seit der Frühen Neuzeit etabliert hatte, beschäftigten sich Philosophen wie Jean-Jaques Rousseau oder Voltaire vermehrt mit der Toleranzfrage.
Das Herrschaftsprinzip, das von der Legitimation der Macht durch Gott gekennzeichnet war und den Monarchen als den über dem Gesetz stehenden Souverän ansah, wurde zunehmend infrage gestellt. In Frankreich galt das Gottesgnadentum ohne jegliche Einbeziehung staatsphilosophischer Aspekte unter aufklärerischen Werten bis zum Ausbruch der folgenschweren Revolution im Jahr 1789 als von den Königen vertretende Staatsform. Jedoch muss klargestellt werden, dass bis ins 18. Jahrhundert hinein in keinem Staat in Europa die Machtansprüche des Herrschers so uneingeschränkt in die Tat umgesetzt werden konnten, wie ursprünglich von diesen gefordert. Beispielsweise war im Bereich der Verwaltung der Einfluss des Königs eingeschränkt, da die Vielfalt der Kompetenzen auf mehrere Beamte verteilt werden musste.
Einleitung: Einführung in das Thema des aufgeklärten Absolutismus und die Fragestellung nach der toleranteren Religionspolitik beider Monarchen.
1. Die Etablierung des aufgeklärten Absolutismus in Preußen und Österreich: Erörterung der ideengeschichtlichen Grundlagen und der Herrschaftsstrukturen in Preußen und Österreich im Kontext der Aufklärung.
2. Die Lebensbedingungen der religiösen Minderheiten in Österreich vor der Regentschaft Josephs II.: Die Protestanten in Böhmen, Mähren und Ungarn: Analyse der Diskriminierung und Lebensumstände religiöser Minderheiten im Habsburgerreich vor den Reformen Josephs II.
3. Die Politik Josephs II. gegenüber den religiösen Minderheiten: Die Beweggründe und Ziele des Kaisers: Untersuchung der josephinischen Toleranzpatente und deren praktische Umsetzung als Zäsur in der österreichischen Politik.
4. Die Religionspolitik der Hohenzollern in Preußen gegenüber allen christlichen Konfessionen vor der Herrschaft Friedrichs II.: Vom „großen Kurfürsten“ bis zum „Soldatenkönig“: Darstellung der preußischen Konfessionspolitik unter den Vorgängern Friedrichs II. als Basis für spätere Entwicklungen.
5. Die Religionspolitik Friedrichs II. gegenüber den religiösen Minderheiten in Preußen: Die Annexion Schlesiens und die daraus entstehenden Folgen für die dort ansässigen Katholiken: Analyse der friderizianischen Religionspolitik unter besonderer Berücksichtigung der Annexionen und der Integration neuer katholischer Untertanen.
Aufgeklärter Absolutismus, Religionspolitik, Toleranz, Friedrich II., Joseph II., Preußen, Habsburgermonarchie, Religionsfreiheit, Minderheiten, Reformation, Pietismus, Aufklärung, Emanzipation, Konfessionalisierung, Toleranzpatent.
Die Arbeit analysiert die Religionspolitik von Friedrich II. von Preußen und Joseph II. von Österreich im 18. Jahrhundert und vergleicht, wie beide Monarchen im Rahmen des aufgeklärten Absolutismus mit religiösen Minderheiten umgingen.
Zentrale Themen sind die Toleranzgesetzgebungen (Toleranzpatente), die Lebensbedingungen religiöser Minderheiten wie Protestanten, Griechisch-Orthodoxen und Juden sowie die ökonomischen und machtpolitischen Beweggründe für die staatliche Religionspolitik.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, wer der beiden Monarchen die tolerantere Religionspolitik durchsetzte, und dabei zu beleuchten, inwieweit humanistische Ideale der Aufklärung mit dem Wunsch nach Machtstabilität und ökonomischem Nutzen konkurrierten.
Es handelt sich um eine historische Untersuchung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung zeitgenössischer Quellen, wie politischer Testamente, Edikte und privater Briefwechsel, basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Ausgangslage in beiden Staaten vor der Regentschaft der jeweiligen Monarchen, die detaillierte Darstellung ihrer jeweiligen Reformpolitik gegenüber Christen und Juden sowie die Einordnung dieser Maßnahmen in den historischen Kontext der Gebietsannexionen.
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie "Aufgeklärter Absolutismus", "Religionspolitik", "Toleranzpatent", "Preußen" und "Habsburgermonarchie" definieren.
Das Diplom garantierte den Griechisch-Orthodoxen im Jahr 1690 die freie Religionsausübung und war ein wichtiges Privileg, das deren Ansiedlung und Entfaltung im Habsburgerreich unter Kaiser Leopold I. förderte.
Während Friedrich II. Juden primär nach ökonomischem Nutzen bewertete und sie in strengen sozialen Klassen hielt, erkannte Joseph II. Juden eher als Staatsbürger an und gewährte durch das Judenpatent von 1782 weitergehende Gewerbefreiheit und gesellschaftliche Integrationsmöglichkeiten.
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