Bachelorarbeit, 2015
80 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
2. Theoretische Einbettung
2.1. Salafismus
2.1.1. Historischer Kontext und verschiedene Strömungen
2.1.2. Zur Lage des Salafismus in Deutschland
2.2. Radikalisierungsforschung
2.2.1. Der Prozess der Radikalisierung
2.2.2. Radikalisierungsfaktoren
2.2.2.1. Kontakte zur salafistischen Szene
2.2.2.2. Orientierung der Peergroup
2.2.2.3. Einfluss der Familie
2.2.2.4. Nutzung salafistischer Internetangebote
2.2.2.5. Eigene oder fremde Viktimisierungserfahrungen
2.2.2.6. Gruppe und Gemeinschaft
2.2.2.7. Salafistische Ideologie
2.2.2.8. Identitätsprobleme
2.2.2.9. Persönliche Krisensituationen
2.2.2.10. Politische Entwicklungen
2.3. Hypothesen
3. Qualitative Forschungsmethodik
3.1. Erhebungsinstrument - Experteninterview
3.2. Auswertungsmethode – Qualitative Inhaltsanalyse
4. Ergebnisse
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Wirkung von Faktoren salafistischer Radikalisierung auf junge Muslime in Deutschland aus der Perspektive von Experten aus Beratungsstellen. Das primäre Ziel ist es, den Radikalisierungsprozess besser zu verstehen, um präventive Maßnahmen effizienter gestalten zu können.
2.2.1. Der Prozess der Radikalisierung
Zu dem Prozess der Radikalisierung ist erstaunlich wenig an wissenschaftlicher Literatur im deutschsprachigen Raum vorhanden. Deshalb sollen, nachdem Radikalismus und Extremismus als zentrale Begrifflichkeiten unterschieden wurden, verschiedene Modelle aus dem angelsächsischen Raum sowie ein alternatives Modell zuerst beschrieben und dann das Modell des New York Police Departement (NYPD) näher ausgeführt werden, um jenes später hinsichtlich der Hypothesenbildung und Leitfadengestaltung verwenden zu können. Dieses Modell wird auch von Ceylan und Kiefer verwendet, um den Prozess der Radikalisierung aufzuzeigen (vgl. Ceylan/ Kiefer, 2013: S. 162).
Im Folgenden wird angenommen, dass „Radikalismus“ „eine Haltung bezeichnet, die deutlich von einem (identifizierten) Wertekonsens der Mehrheitsgesellschaft abweicht und dogmatisch ist, aber nicht zwangsläufig auch gewaltbereit“ (Damir-Geilsdorf, 2014: S. 216). „Radikalismus“ und „Extremismus“ verbindet, dass beide den gesellschaftlichen Wertekonsens ablehnen, dogmatisch aufgestellt sind und möglicherweise Gewalt zur Durchsetzung ihrer Positionen legitimieren. Es unterscheidet sie jedoch, dass im „Radikalismus“ die gesellschaftlichen Probleme auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden und hier quasi an der Wurzel gepackt werden sollen, während im „Extremismus“ allzu häufig Probleme auf eine einzige Ursache und damit einhergehend meist auf eine einzige Lösung, hin reduziert werden, wobei hier meistens bestimmte Gruppen als „Sündenböcke“ herangezogen werden (vgl. Schubert/Klein, 2007: S. 105, 244).
Radikalisierung wird im weiteren Verlauf als Prozess verstanden, also „nicht als Ereignis, sondern als eine Art Progression, in deren Verlauf sich das Denken und/oder Handeln einer Person oder Gruppe ändert.“ (Neumann, 2013: S. 3). Dabei können engere Radikalisierungsfaktoren und weitere Einflüsse als Variablen angenommen werden, welche in Zusammenspiel, Entwicklung und Verlauf miteinander prozesshaft interagieren. Peter Neumann beschreibt hierbei unterschiedliche Modelle verschiedener Wissenschaftler/innen, auf welche im Folgenden Bezug genommen werden soll.
1. Einleitung: Beschreibt die aktuelle Bedrohungslage durch islamistischen Terrorismus in Deutschland und begründet die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen sowie die Forschungsrelevanz.
2. Theoretische Einbettung: Erläutert zentrale Begriffe wie Salafismus, definiert verschiedene Strömungen und stellt den aktuellen Forschungsstand zu Radikalisierungsfaktoren und Prozessen dar.
3. Qualitative Forschungsmethodik: Legt das Experteninterview als Erhebungsinstrument und die qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungsmethode dar.
4. Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Befunde der geführten Experteninterviews und prüft die aufgestellten Hypothesen.
5. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Bedeutung der identifizierten Radikalisierungsfaktoren für die Praxis.
Salafismus, Radikalisierung, Experteninterview, Islamismus, Jugendhilfe, Prävention, Identitätsfindung, Internetpropaganda, Diskriminierung, Peergroup, Radikalisierungsfaktoren, Migration, Integrationsprobleme, Soziale Netzwerke
Die Arbeit befasst sich mit den Ursachen und dem Verlauf islamistischer Radikalisierungsprozesse bei jungen Muslimen in Deutschland.
Die Themenfelder umfassen die salafistische Szene, Einflussfaktoren wie Familie und Peergroups, die Rolle des Internets sowie die Bedeutung persönlicher Identitätskrisen.
Das Ziel ist es, die Bedeutung und Wirkung spezifischer Faktoren auf den Radikalisierungsprozess aus der Sicht von Experten zu ergründen, um präventive Maßnahmen zu verbessern.
Es wurde eine qualitative Forschungsmethodik angewandt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews und einer anschließenden inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Strömungen des Salafismus, bestehende Radikalisierungsmodelle, zehn spezifische Radikalisierungsfaktoren sowie die Ergebnisse der Experteninterviews detailliert dargestellt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Salafismus, Radikalisierung, Prävention, Identitätsfindung und Experteninterview charakterisieren.
Wagemakers unterscheidet zwischen Puristen/Quietisten, politischen Salafisten und Jihadisten, wobei der Fokus der Arbeit auf den politischen Salafisten und Jihadisten liegt.
Ex-Ante-Hypothesen dienen als legitimes Mittel, um das vorhandene Wissen aus der Forschung in die qualitative Analyse einzubinden und die eigene Reflektion des Vorwissens zu unterstützen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

