Bachelorarbeit, 2015
48 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffserklärung und Bedeutung von Bewegung und sportlicher sowie körperlicher Aktivität
2.1 Begriffserklärung
2.2 Bedeutung
3. Veränderte Lebens- und Bewegungswelten
3.1 Gesellschaftliche Ebene
3.2 Familiäre und soziale Ebene
3.3 Spiel und Freizeitverhalten
3.3.1 Verhäuslichung der Freizeit
3.3.2 Verinselung der Freizeit
4. Bedingungen der Sportteilnahme
4.1 Biologische und demographische Faktoren
4.2 Soziale und ökonomische Faktoren
5. Auswirkungen von Bewegungsmangel
6. Vorstellung der Studien
6.1 MediKuS-Studie
6.2 KiGGS-Studie
6.3 KIM-Studie
6.4 JIM-Studie
7. Medien als Grund für Bewegungsmangel - Alternative oder Ergänzung?
7.1 Körperlich-sportliche Aktivität der KiJus
7.2 Mediennutzung der KiJus
7.3 Zusammenhang zwischen Mediennutzung und körperlich-sportlicher Aktivität
8. Ergebnisse und Fazit
9. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung elektronischer Medien und dem Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen. Dabei wird analysiert, inwieweit ein erhöhter Medienkonsum zu körperlicher Inaktivität führt und welche Rolle dabei sozioökonomische Faktoren sowie die veränderten Lebenswelten der jungen Generation spielen.
3.3.1 Verhäuslichung der Freizeit
Mit diesem Zitat, welches bereits als Einleitung in diese Arbeit diente, bringt Renate Zimmer die Veränderungen in der Spiel- und Freizeitgestaltung der KiJus, die mehr und mehr in den Blickpunkt der Forschung rückt, auf den Punkt.
Die veränderte Kindheit ist ein umstrittenes Thema. Während viele Autoren einseitig betrachtet und zum Teil ohne empirische Grundlage vorschnell von einem „Verschwinden der Kindheit“ (Postman 1983) oder einer „Medienjugend“ (Charlton et al. 1992), die ihre gesamte Freizeit vor Bildschirmen verbringt, berichten, ist ein Wandel dennoch insgesamt nicht zu übersehen. Während die Freizeitgestaltung im familiären und nachbarschaftlichen Rahmen an Bedeutung verloren hat, rückten die elektronischen Medien in den letzten Jahren verstärkt in den Blickpunkt der Heranwachsenden. Damit verbunden ist die Tatsache, dass die KiJus mehr Zeit mit sitzenden Tätigkeiten verbringen (Graf et al 2007, S. 87), die Straßenkultur, die die 1950er Jahre prägte, an Bedeutung verliert und die Freizeit verhäuslicht wird (vgl. Zimmer 2004, S. 22). Laut Heim (2002, S. 288f.) würden „aktive leibliche Primärerfahrungen mit körperlich-sinnlichen Qualitäten verdrängt und zunehmend durch mediale Erfahrungen aus zweiter Hand ersetzt“.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des veränderten Freizeitverhaltens und der möglichen Korrelation zwischen Mediennutzung und Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen ein.
2. Begriffserklärung und Bedeutung von Bewegung und sportlicher sowie körperlicher Aktivität: In diesem Kapitel werden grundlegende Fachbegriffe definiert und die essenzielle Rolle körperlicher Aktivität für die kindliche Entwicklung erläutert.
3. Veränderte Lebens- und Bewegungswelten: Es werden die gesellschaftlichen und familiären Rahmenbedingungen analysiert, die zur Verhäuslichung und Verinselung der kindlichen Freizeit führen.
4. Bedingungen der Sportteilnahme: Dieses Kapitel beleuchtet biologische, demografische und sozioökonomische Einflussfaktoren, die die Partizipation von Kindern und Jugendlichen am Sport maßgeblich bestimmen.
5. Auswirkungen von Bewegungsmangel: Hier werden die gesundheitlichen und psychosozialen Folgen eines passiven Lebensstils, insbesondere im Hinblick auf Adipositas und motorische Leistungsfähigkeit, dargestellt.
6. Vorstellung der Studien: Es erfolgt eine detaillierte Einführung in die für die Arbeit relevanten Forschungsreihen: MediKuS, KiGGS, KIM und JIM.
7. Medien als Grund für Bewegungsmangel - Alternative oder Ergänzung?: Dieses Kapitel bildet den Kern der Analyse, indem es empirische Daten zur Mediennutzung und körperlichen Aktivität gegenüberstellt und auf Zusammenhänge prüft.
8. Ergebnisse und Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Befunde zusammen und diskutiert, ob und inwieweit Mediennutzung ursächlich für Bewegungsmangel verantwortlich ist.
9. Ausblick: Der Ausblick formuliert Ansätze zur Bewegungsförderung und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung sowie die Bedeutung von Medienkompetenz.
Bewegungsmangel, Mediennutzung, körperliche Aktivität, Kinder und Jugendliche, KiGGS-Studie, MediKuS, Freizeitgestaltung, Verhäuslichung, Verinselung, Sportpartizipation, Übergewicht, Adipositas, Mediensozialisation, Gesundheitsverhalten, Medienkompetenz.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung elektronischer Medien und einem Mangel an Bewegung bei Kindern und Jugendlichen (KiJus).
Schwerpunkte sind die veränderten Lebenswelten, die Bedeutung motorischer Aktivität, Einflüsse auf die Sportteilnahme sowie die gesundheitlichen Konsequenzen passiver Freizeitgestaltung.
Das Ziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Studien fundierte Aussagen über die Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Medienkonsum und Bewegungsmangel bei jungen Menschen zu treffen.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Studienanalyse, bei der empirische Befunde aus zentralen Projekten wie der KiGGS-, MediKuS-, KIM- und JIM-Studie zusammengetragen und bewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der veränderten Lebenswelten, die Analyse von Einflussfaktoren auf die Sportteilnahme, die Folgen von Bewegungsmangel und die detaillierte Auswertung von Studienergebnissen zum Medienkonsum.
Zu den Schlüsselbegriffen gehören Bewegungsmangel, Mediennutzung, körperliche Inaktivität, Verhäuslichung und die genannten Langzeitstudien.
Dies ist eine in der Arbeit eingeführte verkürzte Bezeichnung für "Kinder und Jugendliche", um den Lesefluss zu erleichtern.
Die Arbeit belegt, dass ab einer bestimmten Nutzungsdauer (insbesondere bei Fernsehen und Computer) ein statistisch bedeutsam erhöhtes Adipositas-Risiko für Kinder und Jugendliche besteht.
Das Ergebnis ist differenziert: Während eine zeitliche Konkurrenz besteht, können Medien auch der Information über Sport dienen; ab einem gewissen Umfang korreliert exzessiver Medienkonsum jedoch negativ mit der Sportbeteiligung.
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