Bachelorarbeit, 2016
106 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung und Motivation
2 Grundlagen der Magnetresonanz-Tomografie
2.1 Kernmagnetische Resonanz
2.2 Anregung und Relaxation
2.3 Kartesische Ortskodierung
2.3.1 Schichtauswahl
2.3.2 Frequenzkodierung
2.3.3 Phasenkodierung
2.4 Der k-Raum
2.5 Magnetresonanz-Signale
2.5.1 Freier Induktionszerfall
2.5.2 Gradientenecho
3 Echtzeit-Magnetresonanz-Tomografie
3.1 FLASH-Sequenz
3.1.1 Spoiled SSFP
3.1.2 Refocused SSFP
3.1.3 Balanced SSFP
3.2 Radiale Ortskodierung
3.3 Bildrekonstruktion
3.3.1 Parallele Bildgebung
3.3.2 Sliding-Window-Technik
3.3.3 Regularisierte nichtlineare Inversion
4 Das Bewegungsphantom
4.1 Zielsetzung
4.2 Aufbau und Messbedingungen
4.3 Auswertungsmethoden
5 Die Ergebnisse
5.1 Zeitliche Auflösung
5.2 Räumliche Auflösung
5.3 Kontrastvergleich
5.4 Einfluss verschiedener Parameter
5.4.1 Sequenzparameter
5.4.2 Rekonstruktionsparameter
5.5 Nachbearbeitung mittels Median-Filter
6 Vergleich mit numerischer Simulation
7 Diskussion und Ausblick
Die vorliegende Bachelorthesis untersucht die raumzeitliche Genauigkeit von Verfahren der Echtzeit-MRT mithilfe eines Bewegungsphantoms, um deren Leistungsfähigkeit und Grenzen bei der Abbildung schneller physiologischer Prozesse zu evaluieren.
3.1 FLASH-Sequenz
Aus der Reihe schneller Bildgebungssequenzen sticht die fast low-angle shot (FLASH)-Variante heraus. Neben extrem verkürzten Messzeiten im Bereich von Millisekunden pro Datenlinie ermöglicht die FLASH-Sequenz ein optimiertes Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) und eine räumliche Auflösung, die durch diese Gegebenheiten nicht beeinträchtigt wird. Grundlegend hierbei ist die Nutzung von Flip-Winkeln mit geringer Auslenkung [6]. Kurz eingestrahlte Radiofrequenzwellen geringen Levels reichen aus, um solche Flip-Winkel zu bewirken [6][19, S.82]. Da die longitudinale Magnetisierung bei einer Auslenkung um 5-20°, typisch in Sequenzen der Echtzeit-MRT [32], nicht vollständig in die transversale Direktion gekippt wird, ist selbst nach kurzen TRs eine ausreichende Signalstärke gewährleistet [19, S.82].
Wie in Abb. 4 dargestellt, basiert das FLASH-Verfahren auf einer Gradientenecho-Sequenz. Während der Anregung wird gemäß Unterabschnitt 2.3.1 der Schichtauswahl-Gradient Gz geschaltet. Nachdem der hochfrequente Puls eingestrahlt wurde, wird Gz invertiert, um die dephasierten Kernspins wieder zu refokussieren. Zeitgleich zu dieser Refokussierung wird der Dephasierungsgradient in Frequenzkodier-Richtung Gx geschaltet, der zur Ortskodierung dient, wie in Unterabschnitt 2.3.2 beschrieben. Der Phasenkodier-Gradient Gy wird ebenfalls parallel zum Refokussierungsteil des Schichtauswahl-Gradienten geschaltet. Er ist wie in Abschnitt 2.4 beschrieben, für die vollständige Abtastung des k-Raumes zuständig. Während bei der standard-FLASH-Sequenz nur Gy inkrementiert wird (eine konstante Stärke des Phasenkodier-Gradienten entspricht hierbei einer Linie im k-Raum), wird bei radialer FLASH-Sequenz ebenso Gx angepasst. Die Stärke und Länge dieser beiden Gradienten bestimmt die jeweilige Lokalisation im k-Raum. Eine Rephasierung wird bei radialer FLASH-Sequenz durch die Polaritäts-Umkehr beider Gradienten (Gx und Gy) bewirkt, wodurch ein Signalecho formiert wird [30, S.16 ff.][31, S.95 ff.].
1 Einleitung und Motivation: Einführung in die klinische Relevanz der Echtzeit-MRT und Erläuterung der Zielsetzung dieser Arbeit hinsichtlich der Untersuchung raumzeitlicher Genauigkeit.
2 Grundlagen der Magnetresonanz-Tomografie: Vermittlung der notwendigen physikalischen Grundlagen, wie Kernspinresonanz, Ortskodierung und Signalerzeugung, die für das Verständnis der Echtzeit-MRT erforderlich sind.
3 Echtzeit-Magnetresonanz-Tomografie: Detaillierte Darstellung der FLASH-Technik, der radialen Ortskodierung sowie moderner Rekonstruktionsmethoden wie NLINV.
4 Das Bewegungsphantom: Beschreibung des experimentellen Aufbaus und der methodischen Ansätze zur Simulation und Auswertung dynamischer Prozesse.
5 Die Ergebnisse: Umfassende Analyse der experimentellen Daten bezüglich Auflösung, Kontrast, Parametereinflüssen und Nachbearbeitungsverfahren.
6 Vergleich mit numerischer Simulation: Gegenüberstellung der praktischen Messungen mit computergestützten Simulationsergebnissen zur Validierung der Ergebnisse.
7 Diskussion und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Erkenntnisse sowie Identifikation potenzieller Ansätze für zukünftige Forschungsvorhaben.
Echtzeit-MRT, FLASH-Sequenz, NLINV, Bildrekonstruktion, Bewegungsphantom, raumzeitliche Genauigkeit, radiale Ortskodierung, MRT-Physik, Bildartefakte, k-Raum, Signal-Rausch-Verhältnis, Median-Filter, dynamische Bildgebung.
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Validierung der raumzeitlichen Genauigkeit von Echtzeit-MRT-Verfahren unter Verwendung eines speziellen Bewegungsphantoms.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse schneller bildgebender Sequenzen (FLASH), der nichtlinearen inversen Bildrekonstruktion (NLINV) sowie dem Einfluss verschiedener Aufnahme- und Rekonstruktionsparameter auf die Bildqualität bei bewegten Objekten.
Ziel ist es zu zeigen, inwieweit die Echtzeit-MRT in der Lage ist, schnelle Prozesse reproduzierbar und zuverlässig abzubilden, und dabei die Grenzen der Abbildungsgenauigkeit festzulegen.
Die Arbeit basiert auf einem experimentellen Aufbau mit einem rotierenden Bewegungsphantom, kombiniert mit einer automatisierten algorithmischen Auswertung mittels MATLAB und dem Vergleich mit numerischen Simulationen.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der MRT, die detaillierte Beschreibung der verwendeten Echtzeit-Methoden, den Aufbau des Phantoms sowie die umfangreiche experimentelle Ergebnisdarstellung und Diskussion.
Echtzeit-MRT, FLASH, NLINV, Bewegungsphantom, Bildrekonstruktion und räumlich-zeitliche Genauigkeit sind die prägenden Begriffe.
Es konnte gezeigt werden, dass ein Median-Filter zur Rauschunterdrückung bei bewegten Objekten die Bildqualität in vielen Fällen eher verschlechtert und bei hohen Geschwindigkeiten zu Separations-Artefakten führt, weshalb sein Einsatz kritisch zu hinterfragen ist.
Die zeitliche Regularisierung verbessert zwar die Stabilität der Rekonstruktion bei komplexen Bewegungen, hat jedoch in den kontrollierten Experimenten mit dem Bewegungsphantom einen teilweise negativen Einfluss auf die Darstellung schneller Bewegungsabläufe gezeigt.
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