Bachelorarbeit, 2016
46 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Allgemeine Grundsätze der Corporate Governance
2.1 Definition und Entwicklung des Begriffs
2.2 Theoretische Modelle der Corporate Governance
2.3 Typologische Differenzierung von Corporate Governance Systemen
3. Corporate Governance in Österreich
3.1 Österreichischer Corporate Governance Kodex
3.2 Corporate Governance Bericht
3.3 Umsetzung und Entwicklungstendenzen der Corporate Governance in Österreich
3.4 Corporate Governance und ethische Grundwerte in Österreich
3.5 Österreichische Auffassung von Corporate Governance
4. Corporate Governance in der VR China
4.1 Historische Entwicklung der Corporate Governance in der VR China
4.2 Corporate Governance Struktur in der VR China
4.3 Chinesischer Corporate Governance Kodex
4.4 Umsetzung und Auswirkung der Corporate Governance in der VR China
4.5 Corporate Governance und ethische Grundwerte in der VR China
4.6 Chinesische Auffassung von Corporate Governance
5. Corporate Governance im Rahmen von österreichisch-chinesischen M&A Prozessen
5.1 Zusammenhang zwischen Corporate Governance Aspekten und M&A Prozessen
5.2 Vergleich der Corporate Governance Auffassungen
5.3 Auswirkungen auf österreichisch-chinesische M&A Prozesse
6. Kritische Reflexion hinsichtlich der erlangten Ergebnisse
7. Conclusio
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Durchführung eines Rechtsvergleiches zwischen Corporate-Governance-Aspekten in der Volksrepublik China und in Österreich, um die Unterschiede und die jeweiligen Auffassungen im Hinblick auf ihren Einfluss bei österreichisch-chinesischen M&A-Prozessen zu analysieren.
4.1 Historische Entwicklung der Corporate Governance in der VR China
Um die heutige Struktur der Corporate Governance in der VR China zu verstehen, ist es wesentlich, sich mit der historischen und politischen Entwicklung auseinanderzusetzen (vgl. Voß, Xia 2009, S. 4). Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten blickt die chinesische Corporate Governance auf eine relativ kurze Entwicklungsgeschichte zurück (vgl. Feege et al. 2014, S. 53), welche sich in drei Phasen untergliedern lässt: 1. Die Traditionelle Phase im Rahmen der Planwirtschaft von 1949 bis 1978 unter Mao Zedong, 2. die Übergangsphase von 1978 bis 1993 unter der Reform- und Öffnungspolitik von Deng Xiaoping und 3. die Moderne Phase ab 1993 vor dem Hintergrund der Einführung des Gesellschaftsgesetzes im Jahr 1993 und des Wertpapiergesetzes im Jahr 1998 (vgl. Cheung et al. 2010, S. 99 f; Feege et al. 2014, S. 53; Kang, Shi, Brown 2008, S. 5 - 10; Pettman, Lamjav 2009, S. 29 - 36).
Am 01. Oktober 1949 wurde von Mao Zedong die Volksrepublik China ausgerufen und der chinesische Staat wurde unter kommunistischer Führung in eine sozialistische Planwirtschaft umstrukturiert (vgl. Kohlert 2011, S. 116 f). Sämtliche Privatunternehmen wurden in Staatseigentum überführt, was dazu führte, dass Unternehmen weder nach Rechtsformen, noch nach Eigentümerverhältnissen unterschieden werden konnten (vgl. Kohlert 2011, S. 117; Cheung et al. 2010, S. 99; Feege et al. 2014, S. 53). In diesem strukturellen Umfeld entwickelte sich das traditionelle chinesische Corporate Governance Modell, welches auf staatlicher Eigentümerschaft und Kontrolle basiert und Unternehmen als sog. „arbeitende Einheiten“ definiert (vgl. Pettman, Lamjav 2009, S. 29 f). Diese „arbeitenden Einheiten“ waren ein integrierter Teil staatlicher Strukturen, was zu einer aufgeblähten Corporate Governance Struktur und Ineffizienzen bei der Ressourcenallokation führte (vgl. Cheung et al. 2010, S. 99; Kang, Shi, Brown 2008, S. 5). In weiterer Folge kam es zu einem starken Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft (vgl. Pettman, Lamjav 2009, S. 31).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Corporate Governance bei M&A-Prozessen zwischen Österreich und China ein und definiert die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise.
2. Allgemeine Grundsätze der Corporate Governance: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, indem es Begriffe definiert, theoretische Modelle (wie Prinzipal-Agenten-Theorie) erläutert und typologische Differenzierungen von Systemen vornimmt.
3. Corporate Governance in Österreich: Das Kapitel arbeitet die Strukturen, rechtlichen Grundlagen (AktG, ÖCGK) und die Praxis der Corporate Governance in Österreich auf, einschließlich einer Analyse ethischer Werte.
4. Corporate Governance in der VR China: Hier werden die historische Entwicklung, die spezifischen rechtlichen Strukturen (GesG, CCGK), die Eigentümerverhältnisse und die praktische Umsetzung der Corporate Governance in China detailliert analysiert.
5. Corporate Governance im Rahmen von österreichisch-chinesischen M&A Prozessen: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor erarbeiteten Erkenntnisse, vergleicht die Systeme und leitet Auswirkungen sowie Anforderungen für den Erfolg bei bilateralen M&A-Transaktionen ab.
6. Kritische Reflexion hinsichtlich der erlangten Ergebnisse: Der Verfasser reflektiert kritisch die erarbeiteten Resultate und bewertet die Bedeutung der Corporate Governance für die wirtschaftliche Zusammenarbeit.
7. Conclusio: Diese Zusammenfassung fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Chancen für Unternehmen durch das Verständnis der jeweiligen Corporate-Governance-Systeme.
Corporate Governance, Rechtsvergleich, Österreich, Volksrepublik China, M&A-Prozesse, Österreichischer Corporate Governance Kodex, CCGK, Aktienrecht, Eigentümerstruktur, Minderheitenschutz, Unternehmenskontrolle, Compliance, wirtschaftliche Zusammenarbeit, internationale Investitionen, Managementvergütung
Die Arbeit behandelt einen Rechtsvergleich zwischen den Corporate-Governance-Systemen in Österreich und der VR China mit dem speziellen Fokus auf deren Bedeutung bei österreichisch-chinesischen Fusionen und Übernahmen (M&A-Prozessen).
Die zentralen Themen umfassen die Definition und theoretischen Grundlagen von Corporate Governance, die detaillierte regulatorische Struktur in beiden Ländern, den Einfluss politischer und ethischer Werte sowie die praktische Anwendung bei grenzüberschreitenden Unternehmenskäufen.
Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den beiden Systemen herauszuarbeiten und zu analysieren, wie sich diese Differenzen auf den Erfolg von M&A-Transaktionen zwischen den beiden Ländern auswirken.
Die wissenschaftliche Methode besteht ausschließlich aus einer umfassenden Literaturrecherche, um den Stand der Forschung zu Corporate Governance in beiden Ländern sowie deren Einfluss auf M&A-Prozesse zu analysieren.
Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und Kodizes beider Länder, betrachtet die historische Entwicklung der Corporate Governance in China und vergleicht schließlich die Systeme, um Empfehlungen für M&A-Transaktionen abzuleiten.
Wichtige Begriffe sind Corporate Governance, Rechtsvergleich, Österreich, China, M&A-Prozesse, Eigentümerstruktur, Minderheitenschutz und der jeweilige nationale Corporate Governance Kodex (ÖCGK bzw. CCGK).
In China ist die Eigentümerstruktur stark durch staatliche Dominanz geprägt, während in Österreich privatwirtschaftliche Strukturen vorherrschen, was unterschiedliche Anforderungen an die Unternehmensleitung und Kontrolle stellt.
Die Arbeit zeigt, dass eine umfangreichere und transparentere Corporate-Governance-Struktur eines Käufers die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Transaktion erhöhen kann, da durch eine bessere Anpassung an die Gegebenheiten des Zielmarktes Risiken minimiert werden.
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