Bachelorarbeit, 2014
53 Seiten, Note: 1,0
1 Mathematische Modellierung
2 Analytische Eigenschaften
2.1 Schwache Formulierung und Energiefunktional
2.2 Existenz und Eindeutigkeit der schwachen Lösung
2.3 Äquivalente Formulierungen
2.3.1 Variationsungleichung
2.3.2 Lagrange-Multiplikator
2.4 Regularität der schwachen Lösung
3 Penalty-Methode
3.1 Problemformulierung
3.2 Nichtkonforme Bestrafung
3.3 Konforme Bestrafung
4 Duale Formulierung
4.1 Herleitung
4.2 Starke Dualität
A Notationen
B Hilfsaussagen
B.1 Differentiation in Banachräumen
B.2 Die Direkte Methode der Variationsrechnung
B.3 Funktionalanalytische Grundlagen
B.4 Fréchet-Differenzierbarkeit des Funktionals I
B.5 Majorisierte Konvergenz
B.5.1 Rechnungen zu Satz 3.2.1
B.5.2 Rechnungen zu Satz 3.3.1
B.6 Duale Formulierung: Maximierung
Die Arbeit untersucht das sogenannte Hindernisproblem, ein klassisches Modell der Variationsrechnung, bei dem der Gleichgewichtszustand einer Membran unter einer Nebenbedingung gesucht wird. Zentral ist dabei die mathematische Herleitung der Existenz und Eindeutigkeit einer schwachen Lösung sowie die Analyse äquivalenter Formulierungen und Approximationsmethoden.
2.2 Existenz und Eindeutigkeit der schwachen Lösung
Um zu zeigen, dass ein eindeutig bestimmter Minimierer u ∈ K des Funktionals I existiert, wird die Direkte Methode der Variationsrechnung (vgl. Anhang, Satz B.2.3) angewandt, welche eine Verallgemeinerung des Satzes von Bolzano-Weierstraß darstellt. Hauptbestandteile des Beweises bilden die strikte Konvexität und die schwache Unterhalbstetigkeit von I sowie die schwache Abgeschlossenheit der Menge K.
Satz 2.2.1 (Wohlgestelltheit). Es existiert ein eindeutig bestimmter Minimierer u ∈ K von I.
Beweis. Um die Existenz eines Minimierers u ∈ K zu beweisen, werden wir die Anforderungen der Direkten Methode zunächst schrittweise prüfen.
Schritt 1: Strikte Konvexität von I. Anstatt das ganze Funktional I zu betrachten, genügt es lediglich den Term Ĩ(u) := ∫Ω |∇u|2 dx zu diskutieren, da die beiden ersten Integrale aufgrund deren Linearität bereits konvex sind.
Wir wählen u, v ∈ H1D(Ω) mit u ≠ v und t ∈ (0, 1). Da u ≠ v in H1D(Ω), gilt aufgrund der homogenen Dirichletrandbedingung insbesondere auch ∇u ≠ ∇v in L2(Ω) und damit [Rechnung wie im Original] < 0, woraus die strikte Konvexität von Ĩ und insgesamt auch die strikte Konvexität des Funktionals (2.1) folgt.
1 Mathematische Modellierung: Herleitung des physikalisch motivierten Minimierungsproblems für eine elastische Membran in einem beschränkten Gebiet.
2 Analytische Eigenschaften: Beweis der Existenz und Eindeutigkeit der schwachen Lösung unter Verwendung der Direkten Methode der Variationsrechnung und Herleitung alternativer Formulierungen.
3 Penalty-Methode: Einführung von Straftermen zur näherungsweisen Lösung des restringierten Problems und Analyse der Konvergenz bei konformer bzw. nichtkonformer Bestrafung.
4 Duale Formulierung: Abstrakte Umformulierung des Problems mittels Fenchel-Konjugierter und Nachweis der starken Dualität.
Hindernisproblem, Variationsrechnung, Variationsungleichung, schwache Lösung, Direkte Methode, Penalty-Methode, Lagrange-Multiplikator, Kontaktzone, Konvexität, starke Dualität, Regularität, Minimierungsproblem, Euler-Lagrange-Gleichung, Banachraum, Sobolev-Raum.
Die Arbeit behandelt die mathematischen Grundlagen und analytischen Eigenschaften des Hindernisproblems, insbesondere die Existenz und Eindeutigkeit von Lösungen in unendlich-dimensionalen Räumen.
Neben der Modellierung stehen Existenzbeweise, die Analyse äquivalenter Formulierungen (Variationsungleichungen), Regularitätsuntersuchungen sowie verschiedene Lösungsansätze wie die Penalty-Methode im Fokus.
Das Ziel ist der mathematische Beweis der Existenz und Eindeutigkeit einer Lösung sowie die Untersuchung, wie sich das Hindernis auf die Regularität der Lösung auswirkt und wie man das restringierte Problem effizient approximieren kann.
Es werden Methoden der modernen Analysis verwendet, insbesondere die direkte Methode der Variationsrechnung, Funktionalanalysis in Sobolev-Räumen sowie Fenchel-Dualität.
Der Hauptteil gliedert sich in die Modellierung, die mathematische Analyse der Eigenschaften, die Einführung numerischer Approximationsverfahren (Penalty-Methode) und die duale Formulierung des Problems.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hindernisproblem, Variationsungleichung, Penalty-Methode und Direkte Methode der Variationsrechnung charakterisiert.
Er dient dazu, die Nebenbedingung des Hindernisproblems in eine äquivalente Form zu bringen, die eine explizite Behandlung der Kontaktzone ermöglicht.
Sie ermöglicht es, das restringierte Problem in ein unrestringiertes Minimierungsproblem umzuwandeln, um so approximative Lösungen zu finden, die mit einem Parameter gegen die exakte Lösung konvergieren.
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