Masterarbeit, 2016
189 Seiten, Note: 1,2
1. EINLEITUNG
2. PROBLEMSTELLUNG
2.1. Hypothesen und Zielsetzung
2.2. Aufbau der Arbeit
2.3. Methodisches Vorgehen
3. GRUNDLAGEN UND DEFINITIONEN
3.1. Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens
3.2. Investitionsrestrisiko Budgetierung und Controlling
3.3. Konjunkturrelevanz
3.4. Volatilität der Konjunktur
3.5. Abgrenzung der operationellen Risikoklasse durch den Finanzsektor
3.6. Quantifizierung operationeller Risiken in Finanzunternehmen
3.7. Konfliktdreieck: Liquidität-Risikokultur-Unternehmenspolitik
4. OPERATIONELLE KOVARIANZEN IN NICHTFINANZUNTERNEHMEN
4.1. Risikobetrachtung Anhand der Metaperspektive
4.2. Risikobetrachtung Anhand der Systemperspektive
4.3. Risikobetrachtung Anhand der Kostenperspektive
4.4. Risikobetrachtung Anhand der Managementperspektive
4.5. Risikobetrachtung Anhand der Qualitätsperspektive
4.6. Risikobetrachtung Anhand der Controllingperspektive
4.7. Risikobetrachtung Anhand der Ethikperspektive
4.8. Risikobetrachtung Anhand der Datenvielfalt
4.9. Risikobetrachtung Anhand der Liquiditätsauswirkung
5. OPERATIONELLE KORRELATIONEN IN NICHTFINANZUNTERNEHMEN
5.1. Wirtschaftskriminalität und Unternehmenskultur
5.2. Rechtliche Risiken für Unternehmen
5.3. Auswirkungen von Mitarbeiterkonflikten
5.4. Auswirkungen von psychischen Störungen durch Stress
5.5. Konfliktpotenzial aus Geschäftsbeziehungen
5.6. Interessenskonflikten bei Investitionen
5.7. Auswirkungen von Scorings
6. OPERATIONELLES RISIKO ALS EIGENSTÄNDIGE RISIKOKLASSE
6.1. Customer Relationship Management
6.2. Corporate Governance
6.3. Beyond Budgeting
6.4. Balanced Scorecard
6.5. Qualitätszertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008
6.6. Fazit: Quantifizierung als eigenständige Risikoklasse
6.6.1. Klassifizierung und Erfassung der Schadenspotenziale
6.6.2. Risikobewertung
7. KONZEPTIONELLE EFFIZIENZ- UND EFFEKTIVITÄTSPRÜFUNG
7.1. Risikopotenzial und –Relevanz versus Vermeidungsaufwand
7.2. Simulationsabbildung
7.3. Operationelle Qualitätsanhebung in Konjunkturlagen
7.3.1. Erweiterung und Neuorientierung bei Wachstumskonjunktur
7.3.2. Verstärkung und Ausbau bei wechselnder Konjunktur
7.3.3. Korrektur und Anpassung bei Konjunkturkrise
7.3.4. Fundamentale Existenzstärkung bei Konjunkturcrash
8. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht, inwieweit Methoden des Risikomanagements aus dem Finanzsektor – insbesondere die Klassifizierung und Quantifizierung operationeller Risiken – auf Nichtfinanzunternehmen übertragen werden können, um durch eine gezielte Anhebung der operationellen Qualität und Effizienz die Liquidität in wirtschaftlichen Krisenzeiten zu sichern.
3.5. Abgrenzung der operationellen Risikoklasse durch den Finanzsektor
Aus allgemein ökonomischer Sicht eines Unternehmens ist ein Risiko die Möglichkeit einer Abweichung von Vorgaben und Zielen, welche sich dann als Verlust widerspiegeln kann. Adäquat bezieht sich das operationelle Risiko in Finanzunternehmen auf unvorhersehbare Verluste aus Prozessabweichungen und umfasst „die Gefahr von unmittelbaren oder mittelbaren Verlusten, die Infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten“. Mit dem Zusatz der eindeutigen und ursächlichen Quantifizierung als operationell zuordenbarer Verlust.
Dies gilt unabhängig und ohne Einschränkung für alle durch Mitarbeiter, Technologien oder aufgrund der Kommunikation wissentlich oder unwissend herbeigeführten Verluste, sowie selbige externe Abweichungen oder externe Ereignisse mit Auswirkung auf das eigene Finanzunternehmen, die durch interne Maßnahmen nicht abwendbar waren oder zukünftig vorsorglich verhindert werden können. Im Umkehrschluss sind operationell quantifizierte Risiken nur solang als solche zuordenbar, wie sie unvorhersehbar in ihrem Eintrittszeitpunkt sind und nicht durch Qualitäts- oder Quantitätsmaßnahmen der Unternehmensleistung oder durch das Risikomanagement steuerbar sind. Was bedeutet, dass alle als operationell quantifizierten Risiken dahingehend geprüft werden müssen, also einer Risiko-Bewältigungsanalyse bedürfen, wie die nachfolgende Ergänzung bestätigt.
Interne Maßnahmen zur Verlustminimierung von operationellen Konfliktpotenzialen können neben der aktiven Bewältigung auch Versicherungen und andere Mechanismen zur Risikoübertragung sein, welche durch Beantragung bei der Bankenaufsicht zur Optimierung bis zu 20 Prozent des zu erbringenden Eigenkapitals ersetzen können und so die Aktiva der Eigenmittelbindung senken.
1. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema der operationellen Risiken und Darstellung der Zielsetzung, diese als präventives Instrument in Nichtfinanzunternehmen zu etablieren.
2. PROBLEMSTELLUNG: Definition der Hypothesen sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens zur Adaption von Verfahren aus dem Finanzsektor.
3. GRUNDLAGEN UND DEFINITIONEN: Erläuterung zentraler Begriffe wie Liquidität, Konjunkturrelevanz und der spezifischen Definition operationeller Risiken durch den Finanzsektor.
4. OPERATIONELLE KOVARIANZEN IN NICHTFINANZUNTERNEHMEN: Detaillierte Betrachtung verschiedener Risikoperspektiven (z.B. Meta-, System-, Kosten-, Management- und Qualitätsperspektive) zur Identifikation von Konfliktpotenzialen.
5. OPERATIONELLE KORRELATIONEN IN NICHTFINANZUNTERNEHMEN: Untersuchung konkreter Risikofelder wie Wirtschaftskriminalität, Mitarbeiterkonflikte und die Rolle von Scorings für die Unternehmensstabilität.
6. OPERATIONELLES RISIKO ALS EIGENSTÄNDIGE RISIKOKLASSE: Analyse von Managementstrategien wie CRM, Corporate Governance, Beyond Budgeting und Balanced Scorecard hinsichtlich ihrer Eignung zur Risikokontrolle.
7. KONZEPTIONELLE EFFIZIENZ- UND EFFEKTIVITÄTSPRÜFUNG: Darstellung des Simulationsmodells zur mathematischen Prüfung von Maßnahmen der Qualitätsanhebung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Konjunkturphasen.
8. ZUSAMMENFASSUNG: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung der Hypothesen bezüglich der Übertragbarkeit finanztechnischer Risikomanagement-Methoden.
Operationelle Risiken, Liquiditätssicherung, Risikomanagement, Nichtfinanzunternehmen, Finanzsektor, Prozessqualität, Konfliktpotenzial, Konjunktur, Risikokovarianzen, Risikokorrelationen, Compliance, Balanced Scorecard, Beyond Budgeting, Unternehmenssteuerung, Risikokultur.
Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung eines qualitativen Risikomanagements zur Bewältigung operationeller Risiken in Nichtfinanzunternehmen, um die Liquidität in Krisenzeiten zu sichern.
Zentrale Themen sind die Adaption finanztechnischer Verfahren, die mathematische Simulation von Risikopotenzialen, die Analyse von Prozessfehlern sowie die Bedeutung von Unternehmenskultur und Controlling.
Das Ziel ist der Nachweis, dass eine Qualitätsanhebung der operationellen Risikohandhabung in Nichtfinanzunternehmen zur nachhaltigen Liquiditätssicherung beiträgt.
Die Arbeit kombiniert eine tiefgehende Literatur- und Studienanalyse mit einer konzeptionellen mathematischen Simulationsrechnung.
Im Hauptteil werden methodische Perspektiven zur Risikoerfassung (Kovarianzen/Korrelationen), Managementansätze und deren mathematische Simulation in verschiedenen Konjunkturszenarien erörtert.
Die wichtigsten Begriffe sind Operationelle Risiken, Liquiditätssicherung, Risikomanagement, Konjunktur und Prozessqualität.
In Anlehnung an den Finanzsektor definiert sie es als unvorhersehbare Verluste aus Prozessabweichungen sowie als Gefahr durch unangemessenes Verhalten von Menschen, Systemen oder externen Ereignissen.
Es dient zur Veranschaulichung der Wechselwirkung zwischen Liquidität, Risikokultur und Unternehmenspolitik, welche für die präventive Risikosteuerung entscheidend ist.
Es wird genutzt, um die Vernetzung von Einzelrisikoperspektiven darzustellen und die Risikoausstrahlung in verschiedene Unternehmensbereiche zu visualisieren.
Die Autorin betont, dass Scorings eine wertvolle Datenquelle für die Liquiditätsbewertung darstellen, aber bei fehlender Transparenz oder mangelhafter Datengrundlage selbst zum operationellen Risiko werden können.
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