Bachelorarbeit, 2016
50 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Frage, ob eine tatsächliche Effektivitätssteigerung der Aufsichtsratsarbeit durch Ausschüsse erreicht werden kann. Das Ziel der Arbeit besteht nicht nur darin, notwendige Voraussetzungen zur Etablierung von wirksamen Aufsichtsratsausschüssen darzustellen, sondern auch die Wirkung ausgewählter Parameter der Ausschussbildung auf die Unternehmensperformance zu untersuchen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der deutsche Prüfungsausschuss im dualistischen System der Unternehmensverfassung, da diesem eine wertvolle Rolle bei der Überwachung der Geschäftsführung und speziell der Rechnungslegung zukommt.
Kapitel 2 beleuchtet den konzeptionellen Hintergrund der Thematik. Es wird eine funktionale Definition für Aufsichtsratsausschüsse gegeben, ihre Entstehungsgeschichte aufgezeigt und eine Einordnung in die Corporate Governance Thematik vorgenommen. Zudem werden wichtige verhaltenswissenschaftliche Grundlagen vorgestellt und die Schwächen der Aufsichtsratspraxis erörtert.
In Kapitel 3 werden die wichtigsten rechtlichen Reformen für deutsche Aufsichtsräte der letzten Jahre, bis hin zur Bildung von Prüfungsausschüssen nach dem angelsächsischen Vorbild, dargestellt. Anschließend werden die Organisation und Aufgaben von Prüfungsausschüssen sowie die Anforderungen an die Ausschussmitglieder vorgestellt.
Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Effektivität von Aufsichtsratsausschüssen. Es werden sowohl der Nutzen als auch die Risiken einer Ausschussbildung erörtert. Am Beispiel der Evaluation wird zudem verdeutlicht, wie eine effektive Arbeit der Ausschüsse sichergestellt werden kann.
Kapitel 5 präsentiert und interpretiert empirische Befunde zum Einfluss zweier zentraler Anforderungen an die Prüfungsausschussmitglieder auf die Unternehmensperformance. Diese Anforderungen sind die Unabhängigkeit und die Qualifikation der Ausschussmitglieder.
Die zentralen Begriffe und Themen der Arbeit sind: Aufsichtsratsausschüsse, Prüfungsausschuss, Corporate Governance, Prinzipal-Agent-Theorie, Stewardship-Theorie, Unternehmensüberwachung, Rechnungslegung, Unabhängigkeit, Qualifikation, Effizienzprüfung, Unternehmensperformance.
Ausschüsse fungieren als spezialisierte „Task Force“ des Gesamtgremiums. Sie nutzen besondere Expertise, um einzelne Arbeitsbereiche (wie Vergütung oder Rechnungslegung) intensiver und effizienter zu kontrollieren, als es der gesamte Aufsichtsrat könnte.
Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere die Geschäftsführung, die Finanzberichterstattung des Vorstands und die Rechnungslegung des Unternehmens.
Die Wirksamkeit eines Ausschusses hängt maßgeblich von der Qualifikation, der Finanz- und Branchenexpertise sowie der Unabhängigkeit seiner Mitglieder ab.
Die Arbeit analysiert die Prinzipal-Agent-Theorie und die Stewardship-Theorie als konzeptionelle Grundlagen für die Überwachung und Führung durch den Aufsichtsrat.
Ja, die Arbeit untersucht neben den Vorteilen (Effizienzsteigerung) auch potenzielle Risiken, wie etwa eine Informationsasymmetrie gegenüber dem Gesamtgremium oder eine Zersplitterung der Verantwortlichkeiten.
Ein wichtiges Instrument ist die sogenannte Effizienzprüfung, durch die die Arbeit der Ausschüsse regelmäßig evaluiert wird, um eine tatsächliche Steigerung der Überwachungsqualität sicherzustellen.
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