Bachelorarbeit, 2016
58 Seiten, Note: 2
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Grundlegende Überlegungen zu Demokratietheorien - ein Anriss
2.1 Gerechtigkeit
2.1.1 Platon
2.1.2 John Rawls
2.1.3 Utilitarismus (Nützlichkeitsprinzip)
2.2 Freiheit
2.2.1 Jean-Jaques Rousseau
2.2.2 John Stuart Mill
2.2.3 Theodor W. Adorno
2.3 Herrschaft
2.3.1 Aristoteles
2.3.2 Thomas Hobbes
2.3.3 Max Weber
2.4 Macht
2.4.1 Niccolò Machiavelli
2.4.2 Michael Foucault
3. Grundelemente der Demokratietheorie – ein Anriss
3.1 Partizipation
3.1.1 Benjamin Barber
3.1.2 Seyla Benhabib
3.2 Diskurs
3.2.1 Jürgen Habermas
3.2.2 Michel Foucault
4. Beispiele moderner Demokratietheorien
4.1 Max Weber – die plebiszitäre Führungsdemokratie
4.2 Demokratietheorie der Pluralisten
4.3 Theorie der sozialen Demokratie
4.4 Theorie der beteiligungszentrierten Demokratie
5. Demokratie- und Internetentwicklungen
5.1 Politische Auftritte im Internet und in sozialen Netzwerken
5.2 Österreichische Politiker auf Facebook
5.2.1 SPÖ – Werner Faymann
5.2.2 Anfänge und Zahlen:
5.2.3 Diskussionsklima über die Jahre
5.2.4 Persönliche Stellungnamen – Werner Faymann
5.2.5 FPÖ –Heinz-Christian Strache
5.2.6 Anfänge und Zahlen:
5.2.7 Diskussionsklima über die Jahre
5.2.8 Persönliche Stellungnahmen – Heinz-Christian Strache
6. Ergebnisse und Fazit
6.1 Schluss
Die Arbeit untersucht die Wandlung der politischen Kommunikation im Zuge der Digitalisierung und analysiert, inwieweit klassische Demokratietheorien durch moderne soziale Netzwerke wie Facebook beeinflusst oder in der Praxis widergespiegelt werden. Ziel ist es, durch eine Literaturstudie und eine Inhaltsanalyse österreichischer Politikerauftritte zu bewerten, ob das Internet tatsächlich eine partizipatorische Demokratisierung bewirkt oder neue Formen der Machtausübung und Kontrolle schafft.
2.4 Macht
Der Machtbegriff, genauso wie der Herrschaftsbegriff, wird unterschiedlich behandelt, je nach Autor. Manche Autoren behandeln ihn als den realistischen Machtbegriff, den handlungstheoretischen oder den diskursiven Begriff. In jedem Fall ist auch die Macht Grundlegend für die Demokratietheorie in ihren unterschiedlichen Konzeptionen.
Die Macht scheint für die Menschen oft nicht aus dem sozialen Zusammenleben wegzudenken zu sein. Und doch kommt es oft vor, dass sie weggewünscht wird. Macht der einen bedeutet manchmal Ohnmacht der anderen. Macht kann man so verstehen, dass der Mensch seinen freien Willen hat und die Macht, die Welt mitzugestalten. Wenn er dann auf einen anderen Menschen trifft mit anderen Vorstellungen, dann zeigt sich, wer der Mächtigere ist. (Vgl. Bevc, 2007: 72)
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Transformation politischer Kommunikation durch neue Medien und führt in die Methode der Literaturstudie sowie der Inhaltsanalyse von Facebook-Profilen ein.
2. Grundlegende Überlegungen zu Demokratietheorien - ein Anriss: Es werden zentrale Grundbegriffe wie Gerechtigkeit, Freiheit, Herrschaft und Macht anhand bedeutender Theoretiker wie Platon, Rawls, Rousseau, Mill und Adorno analysiert.
3. Grundelemente der Demokratietheorie – ein Anriss: Dieses Kapitel widmet sich der Partizipation und dem Diskurs als demokratische Kernprinzipien, gestützt auf die Theorien von Barber, Benhabib, Habermas und Foucault.
4. Beispiele moderner Demokratietheorien: Der Fokus liegt auf zeitgenössischen Ansätzen wie Webers Führungsdemokratie, dem Pluralismus, der sozialen Demokratie und der beteiligungszentrierten Demokratie im Kontext der modernen Gesellschaft.
5. Demokratie- und Internetentwicklungen: Das Kapitel verknüpft theoretische Ansätze mit der Praxis digitaler Kommunikation und untersucht detailliert die Facebook-Auftritte von Werner Faymann und Heinz-Christian Strache.
6. Ergebnisse und Fazit: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse über die demokratische Relevanz digitaler Medien zusammen und beantwortet die forschungsleitenden Fragen hinsichtlich der Auswirkungen von Facebook auf politische Entscheidungsprozesse.
Demokratie, Politische Kommunikation, Partizipation, Diskurs, Facebook, Soziale Medien, Macht, Herrschaft, Gerechtigkeit, Freiheit, Österreichische Politik, Online-Debatte, Digitaler Wandel, Demokratietheorie, Politische Beteiligung
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Transformation der Demokratie durch neue Medien, insbesondere der Frage, wie sich politische Kommunikation im Internet verändert.
Die zentralen Felder sind die politische Ideengeschichte (Gerechtigkeit, Freiheit, Macht), moderne Demokratietheorien und die praktische Ausgestaltung politischer Kommunikation in sozialen Netzwerken.
Ziel ist es zu klären, wie soziale Netzwerke die Grundelemente der Demokratie beeinflussen und inwieweit sich eine demokratische Partizipation im digitalen Raum nachweisen lässt.
Es werden eine ausführliche Literaturstudie zu Demokratietheorien sowie eine Inhaltsanalyse der Facebook-Auftritte zweier österreichischer Politiker durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung grundlegender politischer Begriffe und eine fallbasierte Untersuchung der Facebook-Kommunikation in Österreich.
Wichtige Schlagworte sind Partizipation, Diskurs, Macht, Soziale Medien, Demokratie, Internet und politische Kommunikation.
Während Faymanns Profil eher amtliche Funktionen übernimmt und zu einem späten Zeitpunkt intensiviert wurde, nutzt Strache sein Profil bereits seit 2009 stark für direkte Konfrontation und Videobotschaften.
Die Arbeit stellt fest, dass Facebook kaum die Bedingungen eines herrschaftsfreien, idealen Diskurses im Sinne von Habermas erfüllt, da Emotionen und soziale Filter die Debatte stark beeinflussen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der direkte Dialog auf Facebook zwar Chancen für Partizipation bietet, aber keine vollständige Ersetzung klassischer demokratischer Prozesse darstellt.
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