Bachelorarbeit, 2016
95 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielstellungen
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2. Der Kreditvertrag in den vertragsrechtlichen Grundzügen und wesentliche Einflüsse auf die Kreditvergabe
2.1 Das Kreditvertragsrecht
2.2 Interpretationsspielräume bei den AGB-Klauseln der Bank
2.3 Der Einfluss der Principal Agent Theorie und der persönlichen Haftung
2.4 Der Einfluss von KWG, Bankenregulierung, Rating und Risiko
2.4.1 Persönliche versus sachliche Kriterien
2.4.2 Oft unterschätzt: Das Zukunftsgespräch
2.4.3 Kritische Stellungnahme zum Rating und Kennzahlenanalyse
2.4.4 Die wichtige Rolle von Vertrauen im Kunden-Bank-Verhältnis
2.5 Zwischenfazit und Quintessenz von Kapitel 2
3. Alternative Formen der Fremdkapitalbeschaffung am Beispiel des Kreditsubstituts und Hybridkapitals
3.1 Das Kreditsubstitut
3.2 Das Hybridkapital
4. Bewertung der Vor- und Nachteile von ausgesuchten Alternativen zur Fremdkapitalbeschaffung
4.1 Kreditsubstitut Factoring
4.2 Quintessenz bei der Nutzung von Factoring
4.3 Mezzanine Finanzierungsformen
4.3.1 Variante ERP-Innovationsprogramm
4.3.2 Variante Beteiligungsmodell „Mikromezzaninfonds“
4.3.3 Variante Beteiligungsmodell „Small Money“
4.3.4 Variante Beteiligungsmodell „Partiarische Darlehen“
4.4 Quintessenz bei der Nutzung der Mezzanine-Finanzierung
5. Geeignete Instrumente für die Praxis in kleinen Unternehmen
5.1 Handlungs-Flussdiagramm
5.2 Analyse und Darstellung der Unternehmensperformance
5.3 Der INQA-Unternehmenscheck
5.4 Pre-Rating auf Papier- oder auf Software-Basis
5.5 Bewertung der eigenen Kapitaldienstfähigkeit
6. Die letzte Rettung: Das Schutzschirmverfahren (ESUG)
6.1 Chancen für Unternehmen mit Zukunft und Konzept
6.2 Nachweis und Bescheinigung der Sanierungsfähigkeit
6.3 Chancen und Risiken des ESUG
7. Resümee und Ausblick in die Zukunft
Die Arbeit verfolgt das Hauptziel, kleinen Unternehmen kompaktes Basiswissen und praxistaugliche Instrumente für eine bankenkonforme Unternehmensführung sowie eine erfolgreiche Kreditverhandlung zu vermitteln und zudem für die Möglichkeiten einer Unternehmenssanierung mittels Schutzschirmverfahren (ESUG) zu sensibilisieren.
2.1 Das Kreditvertragsrecht
Dieses Kapitel widmet sich den vertragsrechtlichen Grundzügen im Rahmen eines Kreditvertrages. Für den kreditsuchenden Unternehmer ist die Aneignung von Grundwissen im Bereich des Kreditvertrags-, Kreditsicherungs- bzw. Bankvertragsrechts dringend geboten, will er böse Überraschungen in dem Vertragsverhältnis mit der Bank nach Vertragsunterzeichnung vermeiden.
Ein Kredit in Geld basiert auf einen Vertrag zwischen dem Kreditgeber und Kreditnehmer. Man spricht hierbei auch gelegentlich von Geldleihe. Zwar wird juristisch zwischen den Begriffen „Darlehen“ und „Kredit“ unterschieden, da dieses aus Finanzierungssicht ohne Bedeutung ist, werden beide Begriffe nachfolgend synonym verwendet. Kreditverträge kommen wie alle zivilrechtlichen Verträge durch übereinstimmende Willenserklärungen zustande. Konkret durch das Angebot zum Abschluss des Kreditvertrages und der Annahme dieses Angebots. Ist der Vertrag zustande gekommen, bindet dieser die Parteien nach dem Grundsatz „pacta sunt servanda“ an ihre vertraglichen Pflichten. Diese Pflichten sind mithin ordnungsgemäß zu erfüllen, da sich ansonsten die nichterfüllende Partei schadenersatzpflichtig macht.
Kreditverträge im Firmenkundengeschäft sind meist ein- bis zweiseitige Formularverträge mit entsprechenden Vereinbarungen. Kommen einzelvertragliche Regelungen im größeren Umfang hinzu, werden diese als Anhang zum Vertrag zum Vertragsbestandteil gemacht. Rechtsgrundlagen für Verträge unter Kaufleuten sind im HGB und BGB normiert. Zudem erfährt das Bankvertragsrecht auch eine öffentlich-rechtliche Prägung. Wesentliche Teile des Bankrechts finden sich außerdem in Spezialgesetzen und besonderen Geschäftsbedingungen wieder: u.a. KreditwesenG, BausparkassenG, AGB Banken, AGB Sparkassen.
1. Einleitung: Beschreibt den Wandel der Unternehmensfinanzierung und die daraus resultierende Finanzierungsproblematik für kleine Unternehmen.
2. Der Kreditvertrag in den vertragsrechtlichen Grundzügen und wesentliche Einflüsse auf die Kreditvergabe: Erläutert die vertragsrechtlichen Grundlagen, die Rolle der Principal-Agent-Theorie und die Auswirkungen bankenaufsichtsrechtlicher Regularien sowie Ratings auf die Kreditvergabe.
3. Alternative Formen der Fremdkapitalbeschaffung am Beispiel des Kreditsubstituts und Hybridkapitals: Betrachtet Instrumente wie Factoring und Hybridkapital als Möglichkeiten zur Finanzierung abseits des klassischen Bankkredits.
4. Bewertung der Vor- und Nachteile von ausgesuchten Alternativen zur Fremdkapitalbeschaffung: Analysiert kritisch die spezifischen Vor- und Nachteile von Factoring und Mezzanine-Finanzierungsformen für kleine Unternehmen.
5. Geeignete Instrumente für die Praxis in kleinen Unternehmen: Stellt praktische Werkzeuge wie das Handlungs-Flussdiagramm, Unternehmenscheck-Tools und Methoden zur Bestimmung der Kapitaldienstfähigkeit vor.
6. Die letzte Rettung: Das Schutzschirmverfahren (ESUG): Erörtert das Schutzschirmverfahren als Option für die Unternehmenssanierung bei drohender Insolvenz.
7. Resümee und Ausblick in die Zukunft: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Anforderungen an die zukünftige Unternehmensfinanzierung und Bankenkommunikation.
Kreditvertrag, Unternehmensfinanzierung, Rating, KMU, Basel III, Factoring, Mezzanine-Kapital, Eigenkapital, Risikomanagement, Kapitaldienstfähigkeit, Sanierung, ESUG, Bankenkommunikation, Kontokorrentkredit, Kreditsubstitut
Die Arbeit behandelt die komplexen Anforderungen an die Finanzierung kleiner Unternehmen im Spannungsfeld zwischen klassischem Kreditvertragsrecht, Bankenregulierung und dem Bedarf an geeigneten Finanzierungsalternativen.
Die zentralen Felder umfassen das Kreditvertragsrecht, die Bedeutung von Rating und Bankenkommunikation, die Nutzung alternativer Finanzierungsinstrumente sowie Möglichkeiten der Unternehmenssanierung.
Das Ziel ist es, Unternehmern Basiswissen und praxistaugliche Instrumente an die Hand zu geben, um bankenkonform zu agieren, Kreditverhandlungen erfolgreich zu führen und im Krisenfall Sanierungsoptionen zu kennen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse kombiniert mit der Darstellung praxistauglicher Instrumente, Berechnungsbeispielen aus der Wirtschaftspraxis und eigenen beruflichen Erfahrungen des Verfassers.
Der Hauptteil analysiert rechtliche Grundlagen, den Einfluss von Basel-Regularien, Risikobeurteilung durch die Bank, Vor- und Nachteile von Finanzierungsalternativen sowie Sanierungsmöglichkeiten per Schutzschirmverfahren.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreditvertrag, Rating, KMU-Finanzierung, Factoring, Mezzanine-Kapital und Sanierung geprägt.
Es dient dazu, dem Bankbetreuer Ziele und Strategien darzulegen, die nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit zu beweisen und durch Offenheit Vertrauen aufzubauen, was das Rating positiv beeinflussen kann.
Factoring kann sinnvoll sein, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken, Außenstände abzubauen und das Bilanzbild zu verbessern, sofern das Unternehmen über Debitoren mit guter Bonität verfügt.
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