Bachelorarbeit, 2013
29 Seiten, Note: 1,3
Innere Uhr und externe Einflüsse
Erfassung mittels Selbstbeurteilungsfragebögen
Zusammenhänge zum Chronotyp
Alter und Geschlecht
Zusammenhang zu Persönlichkeitsvariablen
Zusammenhang zu akademischen und kognitive Leistungen
Fragestellung und Hypothesen
Methoden
Stichprobe
Erfassung des Chronotypen
Erfassung der verbalen und allgemeinen Intelligenz
Auswertung und Ergebnisse
Ermittlung des Chronotypen
Auswertung der Intelligenzaufgaben
Zusammenhang zwischen Chronotyp und Intelligenzleistungen
Diskussion
Überprüfung der Hypothesen
Zusammenhang zu Alter und Geschlecht
Betrachtung der Messinstrumente des Chronotyps
Limitationen
Fazit
Die Arbeit untersucht, ob ein systematischer Zusammenhang zwischen der individuellen circadianen Phasenlage (Chronotyp) und kognitiven Fähigkeiten bei Studierenden besteht, wobei insbesondere geschlechtsspezifische Unterschiede beleuchtet werden.
Innere Uhr und externe Einflüsse
Verantwortlich für unsere innere Uhr scheint vor allem der Suprachiasmatische Nucleus (SCN) im ventralen Hypothalamus zu sein. Von hier werden verschiedene physiologische Vorgänge gesteuert, die circadianen Rhythmen folgen (Takahashi & Zatz, 1982). Durch eine direkte Verbindung zwischen Retina und SCN werden Informationen über Helligkeit direkt weitergegeben. Der SCN steuert u. a. mithilfe dieser Information viele biologische Funktionen, die auf einen circadianen Rhythmus synchronisiert werden. Eine wichtige davon ist die Melatoninausschüttung, welche ihr Maximum (Acrophase) in der Nacht zeigt. Melatonin scheint außerdem die Körpertemperatur direkt zu beeinflussen, wobei hohe Melatoninausschüttung mit niedrigerer Körpertemperatur einhergeht (Cagnacci, 1997).
Aufgrund der direkten Verbindung zwischen Retina und SCN ist Tageslicht der potenteste externe Zeitgeber. Roenneberg und Merrow (2007) fanden heraus, dass der Chronotyp bis zu einer Stunde früher wird, wenn bis zu zwei Stunden pro Tag unter freiem Himmel verbracht werden, verglichen mit gar keiner Zeit unter Tageslichteinfluss. In ländlichen Gebieten, wo Menschen mehr Zeit draußen verbringen, gibt es mehr frühe Chronotypen als in städtischen Gebieten. Ein weiterer Beleg für den Einfluss von Tageslicht ist der Befund, dass es einen systematischen Zusammenhang zwischen der Zeit des Sonnenaufgangs (innerhalb einer Zeitzone) und dem Chrontoyp gibt (Borisenkov, Perminova, & Kosova, 2010; Roenneberg & Merrow, 2007) und dass der Chronotyp auch mit dem geographischen Breitengrad variiert (Borisenkov, 2010).
Innere Uhr und externe Einflüsse: Erläutert die biologischen Grundlagen der circadianen Rhythmik, insbesondere die Steuerung durch den Suprachiasmatischen Nucleus und externe Zeitgeber wie Licht.
Erfassung mittels Selbstbeurteilungsfragebögen: Beschreibt die gängigen Verfahren zur Bestimmung des Chronotyps, namentlich den Morningness-Eveningness-Questionnaire (MEQ) und den Munich Chronotype Questionnaire (MCTQ).
Zusammenhänge zum Chronotyp: Diskutiert den Forschungsstand hinsichtlich der Korrelationen zwischen dem Chronotyp und Variablen wie Alter, Geschlecht, Persönlichkeit sowie kognitiven und akademischen Leistungen.
Fragestellung und Hypothesen: Formuliert die Forschungsfragen zur Beziehung zwischen Intelligenz und circadianer Phasenlage sowie die ungerichteten Hypothesen der Studie.
Methoden: Detailliert die Vorgehensweise der Studie, inklusive der Stichprobenbeschreibung, der eingesetzten Fragebögen zur Chronotypisierung und der Intelligenztests (MWT-A, SPM).
Auswertung und Ergebnisse: Präsentiert die statistische Analyse der Daten und die Befunde hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen den Messinstrumenten sowie Intelligenzleistungen.
Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse, stellt sie in den Kontext der bestehenden Forschung und reflektiert über methodische Vorgehensweisen.
Fazit: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Bachelorarbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsansätze.
Circadiane Phasenlage, Chronotyp, Morgenorientierung, Abendorientierung, Kognitive Fähigkeiten, Verbale Intelligenz, Allgemeine Intelligenz, MEQ, MCTQ, Synchrony-Effekt, Geschlechtsunterschiede, Persönlichkeitsfaktoren, Gewissenhaftigkeit, Studenten, Schlaf-Wach-Rhythmus
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der inneren biologischen Uhr eines Menschen (Chronotyp) und seiner kognitiven Leistungsfähigkeit.
Die Themen umfassen die physiologischen Grundlagen circadianer Rhythmen, die psychologische Erfassung dieser Rhythmen und die Analyse von Korrelationen mit Intelligenzleistungen.
Ziel ist es, zu prüfen, ob systematische Zusammenhänge zwischen Chronotyp und Intelligenz bestehen und ob sich hierbei geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen.
Es wurde eine empirische Querschnittstudie an einer Stichprobe von 20 Studierenden durchgeführt, wobei standardisierte Fragebögen (MEQ, MCTQ) und Intelligenztests (MWT-A, SPM) zum Einsatz kamen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die Auswertung der Messergebnisse und eine kritische Diskussion der Befunde.
Wesentliche Begriffe sind Chronotyp, Circadiane Phasenlage, Intelligenzleistung, Morgen- und Abendorientierung sowie die verwendeten Messinstrumente MEQ und MCTQ.
Die Autorin wollte die Eignung beider etablierter Verfahren vergleichen, da diese teils unterschiedliche Aspekte (hypothetische Situationen vs. tatsächliche Schlafzeiten) erfassen.
Bei den Frauen konnte in der Stichprobe eine signifikante Korrelation zwischen Morgenorientierung und allgemeiner Intelligenz gefunden werden, was bei den Männern nicht der Fall war.
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