Bachelorarbeit, 2014
43 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen zu Basel III
2.1 Überblick über Basel II
2.2 Notwendigkeit und Ziele von Basel III
2.3 Entwicklung und rechtliche Fundierung von Basel III
3 Inhalt und Analyse der Regelungen nach Basel III
3.1 Eigenkapitalregelungen nach Basel III (Säule 1)
3.1.1 Qualitative Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen
3.1.2 Quantitative Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen
3.2 Liquiditätsregelungen nach Basel III (Säule I)
3.2.1 Liquidity Coverage Ratio
3.2.2 Net Stable Funding Ratio
3.3 Verschuldungsquote – Leverage Ratio (Säule 1)
3.4 Risikomanagement nach Basel III (Säule 2)
3.5 Erweiterung der Offenlegungsvorschriften nach Basel III (Säule 3)
4 Konsequenzen und kritische Bewertung von Basel III
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert die regulatorischen Änderungen durch das Reformpaket Basel III, das als Reaktion auf die Mängel des vorangegangenen Regelwerks Basel II in der Finanzkrise entwickelt wurde. Ziel ist eine kritische Untersuchung der qualitativen und quantitativen Anforderungen an die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung von Banken sowie der Auswirkungen auf den Finanzsektor und die Kreditvergabe.
3.1 Eigenkapitalregelungen nach Basel III (Säule 1)
Bei der Analyse der Änderungen der Eigenkapitalvorschriften wird eine strikte Trennung nach qualitativen und quantitativen Eigenkapitalanforderungen vorgenommen. Diese Trennung ermöglicht es, ein tiefergehendes Verständnis für die Regelungsänderungen von Basel III zu entwickeln. Da in der gängigen Literatur zumeist ein fließender Übergang zwischen den qualitativen und den quantitativen Eigenkapitalanforderungen besteht, ist es von besonderer Wichtigkeit darzulegen, in welchen Aspekten sich die genannten Klassifikationen in dieser Arbeit unterscheiden. Mit der qualitativen Erhöhung der Eigenkapitalvorschriften ist gemeint, dass sich die Zusammensetzung des Eigenkapitals der Banken nach Basel III geändert hat. Es geht folglich um eine veränderte Struktur bzw. Gewichtung innerhalb der Mindesteigenkapitalunterlegung. Auch die Bestandteile des Eigenkapitals haben sich qualitativ geändert, da sich die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals auf eine vereinfachtere Art und Weise bestimmen lassen, als dies unter den Regelungen von Basel II der Fall war. Unter den quantitativen Erhöhungen der Kapitalanforderungen lassen sich die neu eingeführten Kapitalpuffer zusammenfassen, da sich durch diese Maßnahme quantitativ erhöhte Eigenkapitalanforderungen ergeben.
1 Einleitung: Beschreibt die Ursachen der Finanzkrise und das daraus resultierende Versagen des Regelwerks Basel II, was die Notwendigkeit für das Reformpaket Basel III begründete.
2 Grundlagen zu Basel III: Definiert die Begriffe Bankenregulierung und Bankenaufsicht und erläutert die Entstehung sowie die Ziele des Baseler Ausschusses im Kontext von Basel III.
3 Inhalt und Analyse der Regelungen nach Basel III: Analysiert detailliert die drei Säulen der Baseler Regelungen mit Fokus auf Eigenkapital, Liquiditätsstandards und das Risikomanagement.
4 Konsequenzen und kritische Bewertung von Basel III: Bewertet die Auswirkungen der neuen Regeln auf Banken sowie Unternehmen und diskutiert die Schwachstellen des Reformpakets.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen hin zu einem möglichen Basel IV.
Basel III, Bankenregulierung, Bankenaufsicht, Eigenkapital, Liquidität, LCR, NSFR, Leverage Ratio, Risikomanagement, Systemrisiko, Kreditvergabe, Kapitalpuffer, Finanzkrise, Säulenkonzept, Marktdisziplin.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der regulatorischen Änderungen, die das Reformpaket Basel III im Vergleich zum Vorgängermodell Basel II mit sich bringt, um die Stabilität des Bankensektors nach der Finanzkrise zu erhöhen.
Zentrale Themen sind die Eigenkapitalregelungen, die Liquiditätsstandards (LCR und NSFR), die Einführung einer Verschuldungsquote (Leverage Ratio) sowie die Anpassungen im bankenaufsichtlichen Risikomanagement.
Die Arbeit zielt auf eine kritische Auseinandersetzung mit den Änderungen von Basel II zu Basel III ab, wobei insbesondere die Vor- und Nachteile sowie die Wirksamkeit der neuen Maßnahmen bewertet werden.
Die Arbeit nutzt eine strukturelle Analyse der Baseler Regelungen, basierend auf dem Säulenprinzip, ergänzt durch eine kritische Bewertung unter Einbeziehung von Auswirkungsstudien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der qualitativen und quantitativen Eigenkapitalanforderungen, Liquiditätsregelungen, die Leverage Ratio und die Anforderungen an das Risikomanagement und die Offenlegung.
Die Arbeit zeichnet sich durch eine stringente Analysestruktur aus, die die regulatorischen Neuerungen mit den vorherigen Standards vergleicht und ihre Konsequenzen für Banken und die Realwirtschaft kritisch hinterfragt.
Sie dient als Höchstverschuldungskennzahl, um eine Destabilisierung des Bankensystems zu verhindern und bildet eine risikounabhängige Untergrenze für das Kernkapital im Verhältnis zu den Gesamtaktiva.
Obwohl sie zur Stabilität beitragen, wird kritisiert, dass sie zu einer restriktiven Kreditvergabepolitik führen können, da Banken versuchen, die Anforderungen durch Umschichtung in als "hochliquid" definierte, aber teils riskante Staatsanleihen zu erfüllen.
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