Masterarbeit, 2014
196 Seiten, Note: 1,0
1 Relevanz und aktuelle Nutzung von Aktien als Anlageklasse
2 Entstehung der Forschungsrichtung der Behavioral Finance
3 Informations- und Entscheidungsprozess von AnlegerInnen
3.1 Informationswahrnehmung
3.1.1 Verfügbarkeitsheuristik
3.1.2 Selektive Informationswahrnehmung von AnlegerInnen
3.1.3 Risikowahrnehmung und -einstellung
3.1.4 Darstellungseffekt im Finanzmarktkontext
3.1.5 Herdenverhalten an Finanzmärkten
3.2 Informationsverarbeitung und -bewertung
3.2.1 Verankerungs- und Anpassungsheuristik
3.2.2 Repräsentativitätsheuristik
3.2.3 Ambiguitätsaversion und Heimatmarktneigung
3.2.4 Relative Bewertung von Gewinnen und Verlusten
3.2.5 Relative Bewertung von Wahrscheinlichkeiten und Zeiten
3.2.6 Umkehr der Risikobereitschaft
3.2.7 Mentale Buchführung
3.2.8 Selbstüberschätzung
3.2.9 Kontrollillusion
3.3 Entscheidungsverhalten
3.3.1 Selektives Entscheiden
3.3.2 Selbstzuschreibung
3.3.3 Rückschaufehler
3.3.4 Dispositionseffekt
3.3.5 Status-quo-Effekt und Besitztumseffekt
3.3.6 Reue-Aversion
4 Empirische Analyse des Entscheidungsverhaltens
4.1 Untersuchungsplanung
4.2 Methodik der schriftlichen Befragung
4.3 Durchführung der Befragung
4.4 Darstellung und Vergleich der Ergebnisse
5 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Rationalität des Entscheidungsverhaltens deutscher PrivatanlegerInnen im Vergleich zu BankberaterInnen empirisch zu untersuchen und zu prüfen, ob ein professioneller Hintergrund zu rationaleren Anlageentscheidungen führt.
3.1.1 Verfügbarkeitsheuristik
Informationen besitzen für jeden Anleger einen unterschiedlichen Verfügbarkeitsgrad. Einige Informationen sind leicht zugänglich, während der Zugang zu anderen kompliziert oder kosten- und zeitaufwendig ist. Das resultiert daraus, dass AnlegerInnen unterschiedliche Nutzungsgewohnheiten und Informationsquellen haben. Dies wird als reale Verfügbarkeit bezeichnet. Aus Effizienzgründen greifen AnlegerInnen auf für sie leicht verfügbare Informationen zurück. Nur bei bedeutsamen Entscheidungen werden auch andere, schwieriger zugängliche Informationen eingeholt und berücksichtigt. Konkret bedeutet das, dass Privatanleger eher den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung oder das Internet zur Entscheidungsfindung heranziehen, anstatt eines teuren Fachblattes, dessen Lektüre einen größeren Zeitaufwand einnehmen würde.
Daraus ergibt sich die Tendenz, dass die meisten AnlegerInnen dieselben Informationsquellen nutzen und somit auch dieselben Informationen leicht für sie verfügbar sind. Dies ist bei professionellen AnlegerInnen noch extremer ausgeprägt, da diese häufig dieselben Medien nutzen und u.a. deshalb in ihrem beruflichen Netzwerk dieselben Meinungen vorherrschen.
1 Relevanz und aktuelle Nutzung von Aktien als Anlageklasse: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Notwendigkeit der Vermögensbildung und analysiert das zögerliche Anlageverhalten der deutschen Privatanleger gegenüber Aktien.
2 Entstehung der Forschungsrichtung der Behavioral Finance: Hier werden die neoklassischen Annahmen, wie der Homo oeconomicus, den verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnissen der Behavioral Finance gegenübergestellt.
3 Informations- und Entscheidungsprozess von AnlegerInnen: Dieses Kapitel analysiert systematisch die drei Phasen der Entscheidungsfindung und die dabei auftretenden kognitiven sowie emotionalen Heuristiken.
4 Empirische Analyse des Entscheidungsverhaltens: In diesem Kapitel wird die Hypothese geprüft, ob Bankberater aufgrund ihrer beruflichen Expertise rationalere Entscheidungen treffen als Privatanleger, wofür eine schriftliche Befragung durchgeführt wurde.
5 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Handlungsempfehlungen zur Stärkung der finanziellen Bildung.
Behavioral Finance, Anlegerverhalten, Privatanleger, Bankberater, Rationalität, Heuristiken, Verfügbarkeitsheuristik, Repräsentativitätsheuristik, Dispositionseffekt, Selbstüberschätzung, Status-quo-Effekt, Reue-Aversion, Informationswahrnehmung, Aktienanlage, Kapitalmarkt
Die Masterarbeit befasst sich mit der verhaltenswissenschaftlichen Analyse von Anlageentscheidungen privater Investoren und vergleicht diese mit dem Entscheidungsverhalten von BankberaterInnen.
Im Zentrum stehen die Forschungsrichtung Behavioral Finance, die Psychologie an Finanzmärkten, systematische Urteilsfehler sowie der Vergleich von Laien und Experten hinsichtlich ihrer Entscheidungsrationalität.
Das Ziel ist es, die Hypothese zu testen, ob ein professioneller Hintergrund im Bankensektor zu einem rationaleren Entscheidungsverhalten führt als bei Anlegern ohne diesen Hintergrund.
Die Autorin nutzt einen quantitativen Forschungsansatz mittels einer schriftlichen Online-Befragung, um die Rationalität der Probanden in verschiedenen Entscheidungsszenarien messbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung von Heuristiken im Informations- und Entscheidungsprozess sowie eine daran anschließende empirische Vergleichsanalyse.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Behavioral Finance, Anlegerverhalten, Heuristiken, Selbstüberschätzung, Dispositionseffekt und Rationalität.
Sie beruht auf der Ambiguitätsaversion und der Verfügbarkeitsheuristik; Anleger vertrauen dem Bekannten (Heimatmarkt) eher und fühlen sich dort kompetenter, auch wenn dies die Portfoliodiversifikation einschränkt.
Obwohl BankberaterInnen rationaler entscheiden als Privatanleger, zeigt die Arbeit, dass auch sie nicht immun gegen Selbstüberschätzung sind, was häufig zu übermäßiger Handelsaktivität führt.
Ja, die Studie impliziert, dass BankberaterInnen eine wichtige Rolle als „Korrektiv“ einnehmen können, indem sie die psychologischen Rationalitätsfallen ihrer Kunden erkennen und aktiv thematisieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

