Examensarbeit, 2015
46 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. SITUATIONSANALYSE - ZIELGRUPPE
2.1 Beschreibung der Einrichtung
2.2 Deskription des Personenkreises
2.2.1 Mehrfachbehinderung
2.2.2 Blindheit und Sehschädigung
2.2.3 Nichtsprechende Menschen
2.2.4 Auswirkungen auf die menschliche Entwicklung
2.3 Fallbeispiel des Jungen K.
2.3.1 Fallbeschreibung
3. GRUNDLAGEN - THEORIEN
3.1 Was ist Kommunikation?
3.2 Sprache als Kommunikationsmittel
3.3 Früher Spracherwerb bei normal entwickelten Kindern
3.4 Bezüge zwischen Sprache und Musik
3.4.1 Gemeinsame Merkmale
3.4.2 Singen als Ausgangssprache der Menschheit
3.4.3 Vorsprachliche und vormusikalische Kommunikationsformen
3.4.4 Artikulationsorgan: Stimme
3.4.5 Parallelen im Gehirn – Verarbeitung von Sprache und Musik
3.5 Was Musik als Medium zur Förderung der Sprachkompetenz auszeichnet
3.6 Kinderlied und Kindervers – Das verbindende Element
4. METHODISCH-DIDAKTISCHE UMSETZUNG - REFLEXION
4.1 Ziele der Angebote
4.2 Methodisch-didaktisches Vorgehen
4.3 Handlungssituationen
4.3.1 Reflexion
4.4 Entwicklungsbeschreibung und Ergebnisse der Förderung
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN
5.1 Zusammenfassung
5.2 Eigener Lernfortschritt
5.3 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit musikalisch-rhythmische Angebote die Sprachentwicklung bei einem sehgeschädigten, mehrfachbehinderten und nichtsprechenden Kind fördern können, mit dem Ziel, dessen Kommunikationsmöglichkeiten und Wortschatz durch spielerische Ansätze gezielt auszubauen.
4.3.1 Reflexion
Der Beginn der Angebotsreihe war von meiner Seite aus durch viele Unsicherheiten geprägt, da ich nicht wusste, wie K. auf die von mir ausgewählte Thematik reagieren würde.
Dieser zeigte jedoch anfangs eine allgemeine Aufgeschlossenheit für die Lieder, die ich ihm vorstellte. Er hörte geduldig zu und machte alles ruhig mit. Ich habe die Einheiten zuerst dennoch zeitlich und inhaltlich eher kürzer gehalten, um K. nicht mit zu vielen neuen Inhalten und Eindrücken zu überfordern.
Ich begann die Angebotsreihe mit der Einführung des Liedes Ich habe einen Kopf (siehe Anhang B). Dieses Lied fand ich für den Anfang besonders geeignet, da es in seiner Form sehr kurz ist, eine leichte, einprägsame Melodie, und viele Wiederholungen aufweist - sowohl im melodischen als auch im sprachlichen Bereich. Und Letztere sind, wie ich in 3.4.5 dargestellt habe, für das Lernen unverzichtbar. Gleichzeitig gibt es in diesem Lied zwischen Text und Rhythmus eine klare Verbindung, da die Silben der Wörter auf die Notenwerte abgestimmt sind. Der Rhythmus des Liedes macht in diesem Fall den Sprachrhythmus eindeutig erlebbar (siehe 3.6 und Anhang C).
Zudem werden im Text bereits viele verschiedene Wörter in Bezug auf unterschiedliche Teile des Körpers genannt, so dass sich dieses Lied als Wortschatz-Basis für alles Weitere anbot.
1. EINLEITUNG: Die Autorin beschreibt ihre Intention, die Sprachentwicklung eines nichtsprechenden Jungen durch Musik zu fördern und stellt die Forschungsfrage.
2. SITUATIONSANALYSE - ZIELGRUPPE: Vorstellung des Förderzentrums, der betroffenen Personengruppe und der speziellen Fallbeschreibung des Jungen K.
3. GRUNDLAGEN - THEORIEN: Erläuterung der Bedeutung von Kommunikation, des Spracherwerbs und der theoretischen Parallelen zwischen Musik und Sprache.
4. METHODISCH-DIDAKTISCHE UMSETZUNG - REFLEXION: Dokumentation der praktischen Arbeit, der Zielsetzung sowie kritische Reflexion des Vorgehens und der pädagogischen Interaktion.
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Zusammenfassung der Ergebnisse, persönlicher Lernfortschritt der Autorin und Fazit über die Wirksamkeit musikalischer Angebote in der Sprachförderung.
Sprachentwicklung, Musik, Rhythmik, Mehrfachbehinderung, Kommunikation, Förderunterricht, Kinderlieder, Spracherwerb, Sehschädigung, Fallstudie, Inklusion, Sensomotorik, Musikpädagogik, Sprachförderung, Kommunikationstraining
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, musikalisch-rhythmische Angebote zur Förderung der Sprachentwicklung bei einem nichtsprechenden, sehgeschädigten und mehrfachbehinderten Jungen einzusetzen.
Der Fokus liegt auf der Verbindung von Sprache und Musik, der kindlichen Sprachentwicklung, der Bedeutung von Körperwahrnehmung und der praktischen Anwendung von Liedern in der Sonderpädagogik.
Das Ziel ist es, durch gezielte musikalische Interaktion den aktiven und passiven Wortschatz des Jungen zu erweitern und seine kommunikativen Ausdrucksmöglichkeiten zu stärken.
Es handelt sich um eine Fallstudie, die pädagogisches Handeln mit theoretischen Grundlagen aus der Musikpädagogik und Heilpädagogik verknüpft und reflektiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sprache und Musik sowie die konkrete, sechsmonatige praktische Umsetzung am Fallbeispiel, inklusive Reflexion der Lernsituationen.
Wichtige Begriffe sind Sprachentwicklung, Musik, Mehrfachbehinderung, Kommunikation, Fallstudie und spielerische Sprachförderung.
Der Junge verfügt über eine eingeschränkte Körperwahrnehmung und ein schwaches Selbstbild; die musikalische Arbeit soll ihm helfen, seinen Körper bewusster zu erfahren und zu benennen.
Er zeigt ein großes Interesse an der musikalischen Improvisation und profitiert von der Struktur, lehnt aber bestimmte Lieder gelegentlich durch aktiven Protest ab, was seine kommunikative Selbstwirksamkeit unterstreicht.
Das Lied half ihm, die aggressiven Emotionen eines Klassenkameraden zu reflektieren und bot ihm einen emotionalen Zugang, um eigene Gefühle in Bezug auf das soziale Umfeld auszudrücken.
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