Bachelorarbeit, 2014
41 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1 Einführung zu GPCRs
1.2 Strukturbetrachtungen des M2- und M3-Rezeptors
2. Aufgabenstellung
3. Eigene Ergebnisse
3.1 Syntheseübersicht
3.2 Synthese des mit Quinuclidinol veresterten Paracyclophanderivats (14)
3.2.1 Bromierung von Paracyclophan (1)
3.2.2 Synthese der α-Hydroxyester (2, 4, 5) mit Brom-Paracyclophan
3.3 Synthese des mit Quinuclidinol veresterten Naphthylderivats (8)
3.3.1 Synthese des α-Hydroxyesters aus Brom-Methoxynaphtalin (6)
3.3.2 Umesterung mit Quinuclidinol zur Endverbindung (8)
3.4 Synthese des mit Quinuclidinol veresterten Biphenylderivats (11)
3.4.1 Synthese von Brom-Methoxybiphenyl (9)
3.4.2 Synthese des α-Hydroxyesters (10) aus Brom-Methoxybiphenyl
3.4.3 Umesterung des α-Hydroxyesters mit Quinuclidinol zur Endverbindung (11)
3.5 Synthese des mit Quinuclidinol veresterten Ethinderivats (13)
3.6 Rezeptorbindungsstudien
4. Zusammenfassung und Ausblick
5. Experimenteller Teil
5.1 Allgemeine Angaben
5.1.1 Arbeitsmaterialien
5.1.2 Analysemethoden
5.2 Synthesen
5.2.1 (3R)-quinuclidin-3-yl-2-(1,4(1,4)-dibenzenacyclohexa-phane-12-yl)-2-hydroxy-2-phenylacetate (14)
5.2.2 (3R)-quinuclidin-3-yl-2-hydroxy-2-(6-methoxynaphthalen-2-yl)-2-phenylacetate (8)
5.2.3 (3R)-quinuclidin-3-yl-hydroxy-2-(4’-methoxy-[1,1’-biphenyl]-4-yl)-2-phenylacetate (11)
5.2.4 (3R)-Quinuclidin-3-yl-2-hydroxy-2-phenylbut-3-ynoate (13)
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Synthese neuer, potenziell selektiver Antagonisten für den muskarinergen M3-Rezeptor, um Therapieansätze für Atemwegserkrankungen wie COPD zu verbessern. Basierend auf der Struktur von 3-Quinuclidinylbenzylat (QNB) werden durch systematische Variation der Reste Wirkstoffderivate entwickelt, deren Affinität und Selektivität anschließend in Rezeptorbindungsstudien untersucht werden.
3.2.1 Bromierung von Paracyclophan (1)
Für die Bromierung des Paracyclophan 15 wird Eisenpulver in Dichlormethan suspendiert und eine Brom-Dichlormethan-Lösung hinzugegeben. Dies führt zur in situ Bildung des benötigten Katalysators Eisen(III)chlorid. Durch die Zugabe von Verbindung 15 und der restlichen Bromlösung wird eine elektrophile aromatische Substitution durchgeführt. Das Reaktionsprodukt wird extrahiert und aufgereinigt.
Mit Hilfe eines Protonen-Spektrums kann die Struktur bestätigt werden. Das zum Bromsubstituenten ortho-ständige H-Atom ist deutlich nach δ = 7.16 ppm Tieffeld verschoben. Die restlichen aromatischen Protonen sind im Bereich δ = 6.43-6.57 ppm zu finden, mit doppelter Duplett- oder Multiplettaufspaltung. Im aliphatischen Bereich liegen alle Signale als Multipletts vor. Dieser Bereich erstreckt sich von δ = 2.80-3.22 ppm. Auch hier ist ein Signal nach δ = 3.43-3.52 ppm Tieffeld verschoben. Hierbei handelt es sich um das gestaffelte Proton, relativ zum Bromsubstituenten.
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung von G-Protein gekoppelten Rezeptoren und die spezifische Rolle der muskarinergen Acetylcholin-Rezeptoren bei Atemwegserkrankungen.
2. Aufgabenstellung: Hier wird das Ziel definiert, durch strukturelle Modifikationen von QNB selektivere M3-Antagonisten zu synthetisieren.
3. Eigene Ergebnisse: Dieser Hauptteil dokumentiert die Syntheseversuche verschiedener Derivate, deren analytische Charakterisierung sowie die anschließende biologische Testung.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Der Abschnitt bewertet den Erfolg der Synthesestrategien und diskutiert mögliche Gründe für das Scheitern bei bestimmten Verbindungen sowie zukünftige Optimierungsmöglichkeiten.
5. Experimenteller Teil: Dieses Kapitel liefert detaillierte Informationen zu den verwendeten Materialien, Analysemethoden und den konkreten Versuchsvorschriften.
Muskarin-Rezeptor, M3-Antagonisten, COPD, Synthese, Paracyclophan, Naphthyl, Biphenyl, Quinuclidinol, Bindungsstudien, NMR-Spektroskopie, Rezeptorselektivität, Pharmakologie, Organometall-Reaktion, Wirkstoffentwicklung, Affinität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Synthese neuer, potenziell selektiver Antagonisten für den M3-Muskarin-Rezeptor, um therapeutische Optionen für Erkrankungen wie Asthma oder COPD zu erforschen.
Die zentralen Themen sind die pharmazeutische Chemie, die organische Synthese komplexer Moleküle sowie die biochemische Evaluation der Rezeptor-Ligand-Wechselwirkungen.
Das Ziel ist die Entwicklung von Antagonisten, die eine höhere Selektivität für den M3-Rezeptor aufweisen, um Nebenwirkungen durch die Blockade anderer Subtypen zu minimieren.
Es werden klassische organisch-synthetische Methoden wie die Suzuki-Miyaura-Kupplung, Grignard-Reaktionen und Umesterungen sowie spektroskopische Methoden wie NMR und Massenspektrometrie zur Produktvalidierung genutzt.
Der Hauptteil beschreibt die Syntheseübersicht und die detaillierten chemischen Wege zu spezifischen Derivaten, gefolgt von der Auswertung der Rezeptorbindungsdaten.
Wichtige Begriffe sind M3-Antagonisten, Struktur-Aktivitäts-Beziehungen (SAR), Rezeptorselektivität, Paracyclophan-Derivate und Bindungsaffinität.
Es wird vermutet, dass die nicht-planare 3D-Struktur des Paracyclophans sterisch zu anspruchsvoll ist, um eine erfolgreiche Reaktion mit den gewählten α-Ketoestern zu ermöglichen.
Die Tabelle zeigt, dass die neuen Derivate zwar eine sehr hohe Affinität zu allen drei Rezeptorsubtypen aufweisen, aber im Vergleich zu QNB nur eine marginale Verbesserung der M3-Selektivität bieten.
Dimethylformamid wird als Lösungsmittel diskutiert, das aufgrund seines polaren Charakters die Reaktivität des aziden Protons am Ethinsubstituenten erhöhen könnte, was zu unerwünschten Nebenprodukten führt.
Die Aufreinigung erfolgte mittels Flashchromatographie, während die Identität der Produkte durch 1H-NMR, 13C-NMR und massenspektrometrische Verfahren bestätigt wurde.
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