Examensarbeit, 2015
77 Seiten
0. Einleitung
1. Die „Dyskalkulie“
1.1. Definition
1.2. Die Diskrepanz-Definition nach der WHO (Weltgesundheitsorganisation)
1.2.1. Kritische Stimmen zur Diskrepanz-Definition
1.2.2. Zusammenfassung der Kritik
1.3. Fallbeispiele
1.3.1. Hilal
1.3.2. Cem
1.3.3. Ali
1.4. Abschließende Bemerkung zu den Fallbeispielen
2. Medien und Bildung
2.1. Fernsehkonsum und ihre Auswirkung
2.2. Empirische Studien
2.2.1. Die Sisimpur- Studie
2.2.2. Die KFN- Studie
2.2.3. Die miniKIM- Studie
2.2.4. Die KIM- Studie
2.2.5. Die JIM-Studie
2.2.6. Die FIM-Studie
2.3. Schlussfolgerung zur Studien
3. Die empirische Untersuchung
3.1. Datenerhebungen
3.2. Datenaufbereitung
3.2.1. Fernsehbesitz
3.2.2. Fernsehdauer
3.2.2.1. Alle SuS
3.2.2.2. Alle Schülerinnen
3.2.2.3. Alle Schüler
3.2.3. Art des Konsum
3.2.3.1. Alle SuS
3.2.3.2. Alle Schülerinnen
3.2.3.3. Alle Schüler
3.2.4. Freizeitaktivitäten
3.2.4.1. Alle SuS
3.2.4.2. Alle Schülerinnen
3.2.4.3. Alle Schüler
3.2.5. Explorative Analyse
3.2.5.1. Alle SuS
3.2.5.2. Alle Schülerinnen
3.2.5.3. Alle Schüler
3.2.6. Tabellarische Analyse
3.2.6.1. Alle SuS
3.2.6.2. Alle Schülerinnen
3.2.6.3. Alle Schüler
3.3. Datenauswertung
3.4. Dateninterpretation
4. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem Ausmaß an Fernsehkonsum und den mathematischen Leistungen von Schülerinnen und Schülern der siebten Klasse einer Gesamtschule. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern sich die Dauer und Art des Medienkonsums auf die schulische Leistungsfähigkeit auswirkt und welche Rolle Faktoren wie der eigene Fernseher im Kinderzimmer dabei spielen.
1.2.1.Kritische Stimmen zur Diskrepanz-Definition
In diesem Kapitel werde ich die Kritiken gegenüber der Diskrepanz-Definition der WHO darstellen.
Laut Lorenz ist diese Definition weder wissenschaftlich noch für praktische Arbeiten mit den Kindern brauchbar. Er fragt, warum die Kinder von Fördermaßnahmen ausgeschlossen werden sollen, wenn deren Probleme auf nicht erteilten bzw. schlecht erteilten Unterricht zurückzuführen sind. Aus seiner Sicht ist es nicht einzusehen, dass die Intelligenz der Kinder als Kriterium verwendet wird. Ein ausschlaggebendes Argument von ihm ist, dass wenn zwei Kinder mit dem IQ von 84 und 86, beide förderbedürftig sind und wegen der Teststatistik das eine Kind gefördert wird und das andere nicht, da der statistische Bereich von Intelligenz zwischen 85 und 115 liegt. Nach Lorenz ist es sinnvoller, die Kinder in die Förderung aufzunehmen, deren Lernfortschritte als unzureichend angesehen werden, wobei es sich hier auf subjektive Einschätzungen der Lehrpersonen kommt.
Die Rechenschwäche soll nicht, wie es die WHO tut, als eine Krankheit angesehen werden, sagt Lorenz und fügt hinzu, dass die Definition der Dyskalkulie Aufschluss über die möglichen Verursachungsfaktoren geben und Hinweise, wie zu helfen ist, liefern soll. Ziel ist es also nicht die Kinder zu etikettieren, sondern ihre Denkprozesse zu verstehen und bestehende Fehler zu beheben.
Mit dem Begriff „Rechenschwäche“ verbindet Gaidoschik keine Krankheit oder Behinderung. Nach ihm kann das Scheitern der Kinder beim Erlernen des Rechnens verschiedene Gründe haben. Die Gründe für das Scheitern liegen aber nicht einseitig beim Kind selbst. Vielmehr ist es aus unterschiedlichsten Gründen schwach. Seiner Meinung nach ist jede Rechenschwäche individuell und somit nicht verallgemeinerbar.
0. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsintention, beginnend bei der Definition der Dyskalkulie bis zur geplanten empirischen Untersuchung an einer Gesamtschule.
1. Die „Dyskalkulie“: Erörterung verschiedener Definitionen von Rechenschwäche und intensive Auseinandersetzung mit der Kritik an der Diskrepanz-Definition der WHO durch Experten wie Lorenz und Gaidoschik.
2. Medien und Bildung: Theoretische Abhandlung des Einflusses von Fernsehen auf Bildungsprozesse und Vorstellung verschiedener empirischer Studien zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen.
3. Die empirische Untersuchung: Darstellung des Methodendesigns, der Datenerhebung sowie der explorativen Analyse und Interpretation der gewonnenen Daten zum Fernsehverhalten der Schülerinnen und Schüler.
4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der eigenen Untersuchung und der theoretischen Einordnung.
Fernsehkonsum, Mathematikleistung, Dyskalkulie, Rechenschwäche, empirische Untersuchung, Mediennutzung, Schulleistung, Gesamtschule, KIM-Studie, JIM-Studie, pädagogische Diagnostik, Medienkompetenz, Lernstörungen, Bildungsniveau, Teufelskreis.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der empirischen Untersuchung, ob ein Zusammenhang zwischen dem Fernsehkonsum und den Mathematikleistungen von Schülern in der siebten Klasse besteht.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Lernstörungen (insb. Dyskalkulie) mit der Medienpädagogik und analysiert den Einfluss von Bildschirmmedien auf kognitive und schulische Leistungen.
Ziel ist es zu prüfen, ob exzessiver Fernsehkonsum einen negativen Effekt auf die mathematische Kompetenz hat, um daraus pädagogische Schlussfolgerungen zu ziehen.
Der Autor führt eine quantitative empirische Untersuchung an einer Gesamtschule durch, bei der 25 Schüler zu ihrem Fernseh- und Freizeitverhalten befragt wurden, um diese Daten mit Lehrerbewertungen zu korrelieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Begriffs Dyskalkulie, eine Literaturübersicht bekannter Medienstudien (wie KIM/JIM) und die Auswertung der selbst erhobenen Daten.
Wichtige Begriffe sind Fernsehkonsum, Rechenschwäche, Mediennutzung, Schulleistung, explorative Analyse und pädagogische Förderansätze.
Der Autor schließt sich der Kritik an, dass die WHO-Definition für die pädagogische Praxis ungeeignet ist, da sie Kinder eher stigmatisiert, statt individuelle Lernprozesse und Ursachen zu erfassen.
Die Untersuchung ergab, dass ein Fernsehkonsum von über 120 Minuten pro Tag mit schlechteren Lehrerbewertungen korreliert, wobei jedoch kein rein kausaler negativer Einfluss des Fernsehens per se nachgewiesen werden konnte.
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