Bachelorarbeit, 2014
95 Seiten, Note: 1,1
Summary
1. Einleitung
2. Theorieteil
2.1 Das Technologieakzeptanzmodell
2.1.1 TAM 1
2.1.2 TAM 2
2.1.3 TAM 3
2.2 Theory of Planned Behavior
2.3 Modell der Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen
2.4. Moderatoren der Technologieakzeptanz
2.4.1 Alter und Geschlecht
2.4.2 Kulturelle Einflüsse auf die Technologieakzeptanz
2.4.2.1 Machtdistanz (Power Distance Index – PDI)
2.4.2.2 Individualismus versus Kollektivismus (Individualism – IDV)
2.4.2.3 Maskulinität versus Feminität (Masculinity – MAS)
2.4.2.4 Ungewissheitsvermeidung (Uncertainty Avoidance Index – UAI)
2.4.2.5 Zusammenfassung der Kulturdimensionen
3. Ausgangslage in Deutschland und Japan
3.1 Legale und politische Rahmenbedingungen
3.1.1 Legale Aspekte
3.1.2 Politik
3.2 Unfallvermeidungspotential
3.3 Demographischer Wandel
3.4 Grad der Technologisierung
3.5 Datenschutz und Privatsphäre
3.6 Bekanntheit, Benutzung und Vertrauen
4. Auswertung des Fragebogens
4.1 Hintergrundwissen
4.2 Attraktivität
4.3 Erfahrung mit den Systemen
4.4 Einschätzung von Fahrerassistenzsystemen und autonomen Fahren
4.5 Zahlungsbereitschaft
4.6 Nutzungsintention
5. Diskussion der Ergebnisse und Bestimmung der Nutzungsintention
5.1 Subjektive Norm
5.2 Wahrgenommene einfache Bedienbarkeit
5.3 Wahrgenommener Nutzen
5.4 Einstellung zum Verhalten
5.5 Zahlungsbereitschaft
5.6 Wahrgenommene Verhaltenskonsequenzen
5.7 Vorhersage der Nutzungsintention
6. Interventionsmöglichkeiten
7. Fazit
Diese Arbeit analysiert die Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen (FAS) in Deutschland und Japan, um zu verstehen, wie kulturelle Unterschiede und individuelle Faktoren die Nutzungsintention beeinflussen. Ziel ist es, auf Basis des Technologieakzeptanzmodells (TAM) und Hofstedes Kulturdimensionen ein Modell zu entwickeln, das vorhersagt, in welcher Kultur und Bevölkerungsgruppe eine höhere Akzeptanz für FAS besteht.
2.1.1 TAM 1
In der ersten Version dieses Modells gab es für die Akzeptanz von Technologien und damit auch für das Nutzungsverhalten zwei wichtige Faktoren: der Wahrgenommene Nutzen (WN) und die Wahrgenommene einfache Bedienbarkeit (WEB). Beide wirken auf die Nutzungseinstellung ein und WN hat außerdem noch direkten Einfluss auf die Nutzungsintention (NI). Davis beschreibt WN und WEB wie folgt: WN ist “the degree to which an individual believes that using a particular system would enhance his or her job performance” (Davis 1985: 26) und WEB ist “the degree to which an individual believes that using a particular system would be free of physical and mental effort” (Davis 1985: 26). Neben dem Einfluss auf die Nutzungseinstellung wird außerdem beschrieben, dass WEB auch noch einen direkten Einfluss auf WN hat, da eine einfachere Handhabung auch die Ergebnisqualität beeinflusst und sich daher auch auf die Arbeitsleistung auswirkt. Trotz des Einflusses von WEB auf WN und die Nutzungseinstellung, stellt Davis dennoch fest, dass der Einfluss von WN eine größere Rolle spielt als der Einfluss von WEB, da er nicht nur die Nutzungseinstellung sondern auch NI direkt beeinflusst (Davis 1985: 26, 173). In späteren Untersuchungen wurde außerdem festgestellt, dass WN einer der wichtigsten, wenn nicht sogar der wichtigste Einflussfaktor auf Verhaltensabsichten, Einstellung und eigentlichen Nutzen ist (Sun/Zhang 2005: 59). Das bedeutet also, dass eine Person, die von einem System einen positiven Nutzen antizipiert, das System eher akzeptieren wird, als wenn sie einen negativen bzw. keinen Nutzen erwartet (Jockisch 2009: 237).
1. Einleitung: Einführung in die weltweite Problematik der Verkehrstoten und die Bedeutung der Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen als Sicherheitsfaktor in Deutschland und Japan.
2. Theorieteil: Darstellung der theoretischen Grundlagen, einschließlich der verschiedenen Versionen des Technologieakzeptanzmodells (TAM) und der Theory of Planned Behavior sowie deren Erweiterungen durch kulturelle Faktoren.
3. Ausgangslage in Deutschland und Japan: Vergleich der rechtlichen, politischen und demographischen Rahmenbedingungen sowie des technologischen Fortschritts und des Unfallvermeidungspotentials in beiden Ländern.
4. Auswertung des Fragebogens: Präsentation und Analyse der empirischen Daten aus der durchgeführten Umfrage zur Bekanntheit, Attraktivität und Nutzungsintention von FAS.
5. Diskussion der Ergebnisse und Bestimmung der Nutzungsintention: Zusammenführung von Theorie und empirischen Daten zur Analyse der Einflussfaktoren auf die Nutzungsintention und Validierung der Vorhersagemodelle.
6. Interventionsmöglichkeiten: Ableitung konkreter Strategien zur Steigerung der Nutzerakzeptanz unter Anwendung des TAM3-Modells.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Modellergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Technologieakzeptanz.
Fahrerassistenzsysteme, Technologieakzeptanz, Deutschland, Japan, Nutzungsintention, TAM, Kulturdimensionen, Verkehrssicherheit, Unfallvermeidung, Demographischer Wandel, Internetnutzung, Datenschutz, Haftung, Automobilindustrie, Nutzerakzeptanz
Die Bachelorthesis untersucht die kulturell geprägte Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen (FAS) durch einen Vergleich zwischen Deutschland und Japan, um Faktoren zu identifizieren, die die Nutzungsbereitschaft beeinflussen.
Zentrale Schwerpunkte sind die Technologieakzeptanzmodelle (TAM), kulturelle Unterschiede gemäß Hofstede, die demographische Entwicklung sowie die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der Einführung von FAS in den beiden Ländern.
Ziel ist es, ein Modell zur kulturellen Akzeptanz von FAS zu entwickeln, mit dem vorhergesagt werden kann, in welchem Land und welcher Bevölkerungsgruppe die Akzeptanz höher ist, um so gezielte Vermarktungs- und Interventionsstrategien abzuleiten.
Die Autorin kombiniert die Analyse von Primärquellen (eigene Umfrage unter 276 Personen in Deutschland und Japan) mit einer tiefgehenden Auswertung von Sekundärliteratur zu bestehenden Akzeptanzmodellen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil zur Modellbildung, eine detaillierte Gegenüberstellung der Ausgangslage in beiden Ländern (Recht, Unfallstatistiken, Demographie) und eine umfangreiche empirische Auswertung des Fragebogens.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Fahrerassistenzsysteme, Technologieakzeptanz, Nutzungsintention, Kulturdimensionen, Verkehrssicherheit und interkulturellen Vergleich.
Japan ist ein führender Markt für FAS und weist kulturelle Unterschiede auf (z.B. bei Machtdistanz und Kollektivismus), die einen interessanten Kontrast zum deutschen Markt bilden, was eine Validierung des Akzeptanzmodells ermöglicht.
Der demographische Wandel wird als kritisch angesehen, da FAS das Unfallrisiko älterer Fahrer senken können, aber gleichzeitig Hürden bei der Bedienung und Akzeptanz in dieser wachsenden Altersgruppe bestehen.
Unter Anwendung des TAM3 wird deutlich, dass Vertrauen durch Erfahrung (Probefahrten), Aufklärung über technische Grenzen und eine benutzerfreundlichere Gestaltung für Senioren entscheidend sind, um die Nutzungsintention zu steigern.
Das Modell ermöglicht eine fundierte Vorhersage, wobei die Autorin einräumt, dass die Komplexität menschlichen Verhaltens und die unterschiedlichen kulturellen Ausprägungen eine 100-prozentige Genauigkeit ausschließen und weitere empirische Studien erforderlich sind.
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