Bachelorarbeit, 2015
46 Seiten, Note: 1,0
1. Sind die wirklich so?
2. Theoretischer Hintergrund: Generationen und Werte
2.1. Generationen – Was sie sind und wie sie entstehen
2.1.1. Generationenforschung
2.1.2. Der Generationenbegriff
2.1.3. Karl Mannheim: „Das Problem der Generationen“
2.1.4. Einflussfaktoren auf die Entstehung von Generationen
2.1.5. Generationen – Welche gibt es?
2.2. Werte- und Wertewandelforschung: Von den Materialisten zu den Postmaterialisten und zurück?
2.2.1. Werte und Wertewandel
2.2.2. Ronald Ingleharts „Silent Revolution“
2.2.3. Die Umkehrung des Wertewandels?
2.3. Die „Generation Y“ und ihre Werte
2.3.1. Einflussfaktoren auf die Entstehung der „Generation Y“
2.3.2. Die Werte und Einstellungen der „Generation Y“
3. Hypothesen
4. Empirisches Vorgehen
4.1. Datenbasis
4.2. Operationalisierung
4.3. Analysedesign
5. Empirische Befunde
6. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht empirisch, inwiefern sich die in der Literatur postulierten Unterschiede zwischen der „Generation Y“ (1980–1994 Geborene) und vorangegangenen Generationen in Bezug auf berufliche und private Wertvorstellungen in der deutschen Bevölkerung nachweisen lassen.
1. Sind die wirklich so?
„Generation Y: Hoffnungslose Optimisten“ – „Generation Y: ‚Ich hoffe nur, nicht abzustürzen‘“
„Generation Y: Wollen die auch arbeiten?“ – „Generation Y: Von wegen superflexibel“
„Generation Y: ‚Wir sind angepasster als jede Generation zuvor‘“ – „[…] Wie die Generation Y die Berufswelt verändert […].“
Na was denn nun? Eines auf jeden Fall: „Generation Y: Nehmt sie ernst!“
Dies sind nur einige der Titel vergangener Artikel der „ZEIT“. Und sie alle zeigen: Die Generationenthematik beziehungsweise die Berichterstattung darüber und insbesondere über die „Generation Y“ liegen im Trend – und das mehr denn je. Ernst zu nehmen oder zumindest untersuchenswert ist die „Generation Y“ nicht nur deswegen in jedem Fall.
1. Sind die wirklich so?: Einleitung in die Thematik der Generation Y anhand der medialen Berichterstattung und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
2. Theoretischer Hintergrund: Generationen und Werte: Darstellung soziologischer Grundlagen zu Generationen und Wertewandel, inklusive der Theorie der Silent Revolution.
3. Hypothesen: Ableitung von drei Hypothesenpaaren basierend auf der Literaturrecherche bezüglich Leistungsbereitschaft, Selbstverwirklichung und der Gewichtung von Berufs- und Privatleben.
4. Empirisches Vorgehen: Erläuterung der methodischen Kohortenanalyse mittels ALLBUS-Daten, Operationalisierung der Variablen und Darstellung des Analysedesigns.
5. Empirische Befunde: Detaillierte Auswertung der Daten durch Mittelwertvergleiche und Regressionsanalysen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
6. Zusammenfassung und Fazit: Rückführung der Ergebnisse auf die Forschungsfrage und kritische Reflexion des Bildes der Generation Y.
Generation Y, Generationenforschung, Werte, Wertewandel, Postmaterialismus, Kohortenanalyse, ALLBUS, Berufsleben, Privatleben, Work-Life-Balance, Leistungsgesellschaft, Sozialisation, Demografie, Deutschland, Empirische Sozialforschung.
Die Arbeit untersucht kritisch die in der Literatur verbreiteten Annahmen über die „Generation Y“ und prüft diese anhand von empirischen Daten auf ihre Validität.
Die Arbeit verknüpft die soziologische Generationenforschung mit der Wertewandelforschung und analysiert spezifisch die Einstellungen zu Berufs- und Privatleben.
Das Ziel ist festzustellen, ob sich die behaupteten Unterschiede in den Werten zwischen der „Generation Y“ und älteren Geburtskohorten in Deutschland empirisch belegen lassen.
Es wird eine empirische Kohortenanalyse auf Basis der kumulierten ALLBUS-Daten (1980–2012) mittels bivariater Mittelwertvergleiche und multipler Regressionsanalysen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Generationen- und Wertetheorie sowie einen empirischen Teil, in dem Hypothesen zu Leistung, Selbstverwirklichung und Lebensbereichen statistisch geprüft werden.
Zentrale Begriffe sind Generation Y, Wertewandel, Kohortenanalyse, Arbeit, Privatleben, Work-Life-Balance und Postmaterialismus.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Privatleben für die Generation Y einen höheren Stellenwert als für ältere Kohorten hat, während die Erwartungen an „höhere“ Berufswerte teilweise geringer ausfallen als von der Literatur vermutet.
Die Analyse deutet darauf hin, dass der in der Literatur angenommene Trend zu postmaterialistischen Werten in Richtung einer Rückbesinnung auf Sicherheit und traditionellere Aspekte (im Kontext der Umkehrung des Wertewandels) beeinflusst wurde.
Die Analyse zeigt, dass der Wohnort einen statistisch signifikanten Einfluss hat; Befragte in Ostdeutschland messen dem Berufsleben eine deutlich höhere Bedeutung bei als Befragte in Westdeutschland.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Generation Y sehr facettenreich ist und ihre Werte sich oft nur als „alte Werte in einem neuen Gewand“ zeigen, weshalb eine pauschale Kategorisierung wissenschaftlich schwer haltbar ist.
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