Diplomarbeit, 2016
96 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Vorgehensweise und Gang der Untersuchung
2 Klassische Investitionsrechnungsverfahren
2.1 Statische vs. dynamische Investitionsrechnungsverfahren
2.2 Ausgewählte dynamische Investitionsrechnungsverfahren
2.2.1 Kapitalwertmethode
2.2.2 Annuitätenmethode
2.2.3 Methode des internen Zinsfußes
2.2.4 Dynamische Amortisationsrechnung
2.2.5 Methode des vollständigen Finanzplanes
2.3 Zusammenfassung der dynamischen Methoden
3 Besonderheiten der Investitionsrechnungsverfahren für Projekte zur Energieeffizienz
3.1 Grundlagen und Zielsetzung der Regelungen zur Energieeffizienz
3.2 Rechtliche Besonderheiten
4 Untersuchung der Investitionsrechnungsverfahren für ein Projekt zur Wärmerückgewinnung
4.1 Beschreibung des vorliegenden Untersuchungsobjektes
4.1.1 Das Investitionsobjekt
4.1.2 Ist-Situation
4.2 Analyse der Verfahren
4.2.1 Vorgehensweise der Untersuchung
4.2.2 Betrachtung der Kapitalwertmethode
4.2.3 Betrachtung der Annuitätenmethode
4.2.4 Betrachtung der Methode des internen Zinsfußes
4.2.5 Betrachtung der dynamischen Amortisationsrechnung
4.2.6 Betrachtung der VOFI-Methode
4.3 Zusammenfassung der Untersuchung
5 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, unter Berücksichtigung spezifischer energiepolitischer Rahmenbedingungen und gesetzlicher Anforderungen, die Eignung und praktische Anwendbarkeit verschiedener Methoden der dynamischen Investitionsrechnung für Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz zu untersuchen und eine fundierte Handlungsempfehlung abzuleiten.
2.2.1 Kapitalwertmethode
Die Zielgröße der Kapitalwertmethode ist der Kapitalwert (K0), welcher durch die Summe aller von der Investition verursachten und auf den Zeitpunkt 0 abgezinsten Ein- und Auszahlungen gebildet wird. Die Ein- und Auszahlungen innerhalb der Nutzungsdauer (n) führen zu Einzahlungsüberschüssen in den einzelnen Perioden. Die Abzinsung (Diskontierung) dieser Einzahlungsüberschüsse erfolgt dabei mit einem geeigneten Zinssatz (i). Dieser Diskontierungszinssatz ist identisch mit der vom Investor geforderten Mindestverzinsung und wird auch als Kapitalisierungs-, Kalkulations- oder Vergleichszinssatz bezeichnet. Eine Investition beginnt in der Regel mit einer Anschaffungsauszahlung zum Zeitpunkt 0 (A0).
Der Kapitalwert einer Investition lässt sich also wie folgt darstellen: K0 = -A0 + Σ (Et - At) / qt = -A0 + Σ EZÜt / (1+i)t (2.5)
Die Zahlungsströme einer Investition werden durch die Kapitalwertmethode also dadurch vergleichbar gemacht, indem sie auf ihren Barwert abgezinst werden, unabhängig davon, wann und in welcher Höhe diese anfallen. Der Kapitalwert der Investition oder auch Net Present Value (NPV) genannt, wird dann aus der Differenz der aufsummierten Barwerte (Present Value) aller Einzahlungsüberschüsse und der Anschaffungsauszahlung gebildet. Dieser Kapitalwert bezieht sich demnach nicht nur auf eine Periode, sondern spiegelt den Totalerfolg der Investition über die gesamte Nutzungsdauer zum Zeitpunkt 0, unmittelbar vor Investitionsbeginn, wieder. Dabei wird unterstellt, dass die Einzahlungsüberschüsse immer wieder zum Kalkulationszinssatz angelegt werden können (fragwürdige Wiederanlageprämisse).
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung der Arbeit sowie des untersuchten Projekts zur Wärmerückgewinnung.
2 Klassische Investitionsrechnungsverfahren: Theoretische Erläuterung und Abgrenzung statischer sowie dynamischer Methoden der Investitionsrechnung.
3 Besonderheiten der Investitionsrechnungsverfahren für Projekte zur Energieeffizienz: Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen wie dem EEG und dem CO2-Zertifikatehandel im Kontext der Wirtschaftlichkeitsrechnung.
4 Untersuchung der Investitionsrechnungsverfahren für ein Projekt zur Wärmerückgewinnung: Empirische Anwendung und Bewertung der Verfahren am Beispiel einer konkreten Fallstudie inklusive Nutzwertanalyse.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für Unternehmen.
Investitionsrechnung, Energieeffizienz, Kapitalwertmethode, Annuitätenmethode, Interner Zinsfuß, Dynamische Amortisationsrechnung, VOFI-Methode, Wärmerückgewinnung, Stromkostenintensität, EEG-Umlage, CO2-Zertifikate, Nutzwertanalyse, Wirtschaftlichkeit, Investitionsbewertung, Finanzplanung.
Die Arbeit untersucht, wie Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen betriebswirtschaftlich korrekt bewertet werden können, wobei der Fokus auf dynamischen Investitionsrechnungsverfahren liegt.
Zentrale Themen sind die mathematischen Grundlagen dynamischer Investitionsrechnung, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Energieeffizienz (EEG, Zertifikatehandel) sowie deren praktische Integration in Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
Das Ziel ist es, die Eignung verschiedener Investitionsrechnungsverfahren für Energieeffizienzprojekte zu prüfen und ein geeignetes Instrumentarium für die Entscheidungsfindung in Industrieunternehmen zu identifizieren.
Neben einer theoretischen Analyse der Verfahren kommt eine empirische Untersuchung anhand eines konkreten Projekts zur Wärmerückgewinnung zur Anwendung, die mittels einer Nutzwertanalyse objektiviert wird.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung und Analyse der Investitionsrechnungsverfahren, der Erarbeitung der Zahlungsreihen unter Berücksichtigung von Steuern und Fördermechanismen sowie der anschließenden Bewertung der Verfahren.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Investitionsrechnung, Energieeffizienz, VOFI-Methode, Kapitalwert, Wirtschaftlichkeit und Nutzwertanalyse gekennzeichnet.
Die VOFI-Methode ist finanzplanorientiert und betrachtet einen unvollkommenen Kapitalmarkt mit unterschiedlichen Zinssätzen für Anlage und Finanzierung, was sie in der Praxis besonders transparent und flexibel macht.
Sie liefert zwar ein anschauliches Maß für das Risiko, macht jedoch keine Aussage über die Rentabilität und wird in der Praxis häufig fälschlicherweise als alleiniges Entscheidungskriterium genutzt.
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