Masterarbeit, 2016
172 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Forschungsfragen und Zielsetzung
1.3. Wissenschaftliche Methodik
1.4. Aufbau der Masterarbeit
2. Überblick über die nationale und internationale Rechnungslegung
2.1. Überblick über Klein- und Mittelunternehmen und die Anwendungsvoraussetzungen zur Rechnungslegung
2.2. Grundlagen und historische Entwicklung des Rechnungslegungsänderungsgesetzes 2014
2.2.1. Einführung und Umsetzung des RÄGs 2014
2.2.2. Neuaufteilung der Größenklassen
2.2.3. Erleichterungsbestimmungen durch das RÄG 2014
2.2.4. Begriffsbestimmungskatalog und Neuerungen der Bewertung
2.3. Vergleich der Grundsätze und Zielsetzungen der Rechnungslegungen
2.3.1. Vorsichtsprinzip
2.3.1.1. Beschreibung des Vorsichtsprinzips
2.3.1.2. Beispiele für Bewertungsspielräume und Auswirkungen auf den Jahresabschluss
2.3.1.3. Das Vorsichtsprinzip im Wandel der Zeit
2.3.2. Fair Value Bewertung
2.3.2.1. Beschreibung der Fair Value Bewertung
2.3.2.2. Bewertung nach den IFRS
2.3.2.3. IFRS for SMEs
2.3.2.4. Unterschiede zwischen UGB und den IFRS for SMEs
2.3.2.5. Angleichungen von UGB an die IFRS for SMEs
2.4. Das BilMoG, BilRUG und RÄG 2010
2.4.1. Das deutsche Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
2.4.2. Das deutsche Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz
2.4.3. Das Rechnungslegungsänderungsgesetz 2010
2.5. Überblick über die wichtigsten Änderungen und dessen Auswirkungen auf Klein- und Mittelunternehmen durch das Rechnungslegungsänderungsgesetz 2014
2.5.1. Wegfall der stillen Reserven
2.5.2. Neuer Mindestansatz der Herstellungskosten
2.5.3. Wegfall der unversteuerten Rücklagen
2.5.4. Zusätzliche essentielle Änderungen
3. Empirische Untersuchung
3.1. Zielsetzung der Untersuchung
3.2. Auswahl der Interviewpartner/in
3.3. Fragebogen und Ablauf der Experteninterviews
3.4. Qualitative Inhaltsanalyse der Experteninterviews
3.4.1. Auswertung der Interviewinhalte
3.4.2. Ablauf der qualitativen Inhaltsanalyse
3.4.3. Kategoriensystem zur qualitativen Inhaltsanalyse
4. Abgeleitete Auswirkungen auf Klein- und Mittelunternehmen
4.1. Ergebnisse der Auswertungen
4.1.1. Beurteilung der Anpassungen
4.1.1.1. Bewertung der Neuerungen durch das RÄG 2014
4.1.1.2. Neuer Mindestansatz bei den Herstellungskosten
4.1.1.3. Zuschreibungsverpflichtung
4.1.1.4. Einheitsbilanz
4.1.2. Auswirkungen auf Klein- und Mittelunternehmen
4.1.2.1. Effekte aus den Neuerungen für KMU
4.1.2.2. Krisenzeiten in Klein- und Mittelunternehmen
4.1.2.3. Stille Reserven
4.1.2.4. Zurückdrängung des Vorsichtsprinzips
4.1.3. Zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten
4.1.3.1. Aktuelle Ereignisse
4.1.3.2. Full IFRS – IFRS for SMEs in der EU
4.1.3.3. Anwendung und Zulassung der IFRS for SMEs
4.1.3.4. Wegfall des UGBs
4.1.3.5. Eignung der IFRS for SMEs in Österreich
4.1.4. Ausblick
4.2. Zusammenfassung der Einzelauswertungen
4.2.1. Beurteilung der Anpassungen
4.2.2. Auswirkungen auf Klein- und Mittelunternehmen
4.2.3. Zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten
4.2.4. Ausblick
4.3. Beantwortung der Forschungsfragen
5. Kritische Würdigung der Masterarbeit
6. Conclusio
Ziel dieser Masterarbeit ist die kritische Analyse der wesentlichen Veränderungen durch das Rechnungslegungsänderungsgesetz (RÄG) 2014 im österreichischen Unternehmensgesetzbuch. Die Forschungsfrage untersucht, ob die sukzessive Annäherung des nationalen Rechts an internationale Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) notwendig und zielführend ist und welche Auswirkungen sich daraus ergeben.
2.3.1.1. Beschreibung des Vorsichtsprinzips
Das Vorsichtsprinzip zählt zu den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und stellt somit einen nicht kodifizierten Rechtsbegriff dar, welcher sich durch Gewohnheitsrecht, Gutachten und Einzelrechtsprechungen ableiten lässt. Der primäre Zweck des Vorsichtsprinzips ist der Gläubigerschutz, welcher dadurch gestützt wird, dass sich der Unternehmer niemals reicher darstellen darf als er tatsächlich ist. (vgl. Egger 2013, S. 55-56)
Im europäischen Raum ist aufgrund der hohen Relevanz des Gläubigerschutzes die Bewertung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten sehr stark verbreitet (vgl. Baetge 2003, S. 230). Besonders bei Kapitalgesellschaften stellt das Kapital eine wichtige Haftungsmasse für Dritte dar, da das Trennungsprinzip die Gesellschafter von der Gesellschaft abkoppelt. Das Kapital ersetzt somit die persönliche Haftung der Gesellschafter und unterliegt dem Vorsichtsprinzip, um die Schutzfunktion gegenüber Gläubigern zu wahren. (vgl. Knaus 2001a, S. 52) Durch die Verhinderung des Ausweises von noch nicht realisierten Gewinnen wird hier Sorge getragen, dass der Schutz der Kapitalerhaltung aufrecht bleibt. (vgl. Knaus 2001b, S. 83)
Die Hauptfunktionen des Vorsichts-, Realisations- und Imparitätsprinzips bestehen darin, Informationen und Kapitalerhaltung durchzusetzen. Es soll das tatsächliche Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt werden und durch eine periodenrichtige Gewinnermittlung gewahrt werden. Dem Kapitalerhalt im Sinne des Gläubigerschutzes wird durch Verlustvorsorgen Sorge getragen. (vgl. Baetge 2003, S. 234)
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung sowie die Forschungsfragen zur Anpassung des UGB an internationale Rechnungslegungsstandards und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2. Überblick über die nationale und internationale Rechnungslegung: Analysiert die historischen Grundlagen, die neue Größenklassenverteilung und die spezifischen Änderungen des RÄG 2014 im Vergleich zu IFRS und deutschem Bilanzrecht.
3. Empirische Untersuchung: Beschreibt das Design und die Durchführung der qualitativen Experteninterviews zur Bewertung der gesetzlichen Neuerungen und Zukunftsszenarien.
4. Abgeleitete Auswirkungen auf Klein- und Mittelunternehmen: Fasst die Ergebnisse der Expertenbefragungen zusammen und beurteilt die Auswirkungen auf KMU sowie die Eignung internationaler Standards für Österreich.
5. Kritische Würdigung der Masterarbeit: Reflektiert die Limitationen der Untersuchung und den aktuellen Stand der praktischen Anwendung des RÄG 2014.
6. Conclusio: Bietet ein Fazit zur Modernisierung der Rechnungslegung und den zu erwartenden Entwicklungen in Richtung internationaler Harmonisierung.
Rechnungslegungsänderungsgesetz 2014, RÄG 2014, UGB, IFRS, IFRS for SMEs, Bilanzierung, KMU, Vorsichtsprinzip, Fair Value, Einheitsbilanz, Stille Reserven, Experteninterviews, Gläubigerschutz, Zuschreibungspflicht, Herstellungskosten.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Rechnungslegungsänderungsgesetzes 2014 auf österreichische kleine und mittlere Unternehmen und untersucht die sukzessive Anpassung des nationalen Rechts an internationale Rechnungslegungsstandards.
Die zentralen Felder umfassen die Neuregelung der Größenklassen, den Wegfall stiller Reserven, die verpflichtende Zuschreibung bei außerplanmäßigen Abschreibungen sowie die methodische Gegenüberstellung von nationalem UGB und IFRS.
Das primäre Ziel ist zu klären, ob die Anpassung des Unternehmensgesetzbuchs an internationale Vorschriften für KMU notwendig ist und wie sich diese Änderungen auf deren Handlungsspielräume, insbesondere in Krisenzeiten, auswirken.
Die Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturrecherche mit einer qualitativen empirischen Studie, basierend auf Experteninterviews mit fünf Fachleuten aus dem Rechnungswesen.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Rechnungslegung, der Analyse spezifischer Gesetzesänderungen (RÄG 2014) sowie der Auswertung der Expertenmeinungen zu Zukunftsszenarien der österreichischen Bilanzierung.
Wichtige Begriffe sind RÄG 2014, UGB, IFRS for SMEs, Vorsichtsprinzip, Einheitsbilanz und KMU-Bilanzierung.
Die Experten bewerten die Einheitsbilanz kritisch. Während gewisse Vereinfachungen begrüßt werden, sehen viele Befragte eine zu starke Kopplung von Unternehmens- und Steuerrecht negativ, da dies die Informationsfunktion des Jahresabschlusses beeinträchtigen könne.
Der Großteil der Experten sieht derzeit wenig Bedarf für eine Einführung der IFRS for SMEs, da der administrative Aufwand zu hoch ist und die nationalen Banken sowie die steuerliche Bemessungsgrundlage weiterhin stark auf das UGB fokussiert sind.
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