Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Die Betriebsaufspaltung im Steuerrecht
2.1 Formen der Betriebsaufspaltung
2.1.1 Differenzierung anhand der Entstehung
2.1.2 Differenzierung anhand der Rechtsformen der beteiligten Unternehmen
2.2 Voraussetzungen der Betriebsaufspaltung im Steuerrecht
2.2.1 Sachliche Verflechtung
2.2.2 Personelle Verflechtung
2.2.2.1 Einheitlicher geschäftlicher Betätigungswille
2.2.2.1.1 Allgemeines
2.2.2.1.2 Beteiligungsidentität
2.2.2.1.3 Beherrschungsidentität
2.2.2.1.4 Personengruppentheorie
2.2.2.1.5 Extrem konträre Beteiligungsverhältnisse
2.2.2.2 Einstimmigkeitsprinzip
2.2.2.3 Anteile im Familienverbund
2.2.2.4 Mittelbare Beherrschung
2.2.2.5 Faktische Beherrschung
2.3 Steuerliche Folgen
3 Die laufende Besteuerung der klassischen Betriebsaufspaltung
3.1 Die Besteuerung der Besitzgesellschaft und ihrer Gesellschafter
3.1.1 Umfang des Betriebsvermögens
3.1.1.1 Besitzeinzelunternehmen
3.1.1.2 Besitzpersonengesellschaft
3.1.2 Die laufende Besteuerung im Rahmen der Einkommensteuer
3.1.2.1 Gewerbliche Einkünfte der Besitzgesellschaft
3.1.2.2 Buchführungspflicht und Modus der Gewinnermittlung
3.1.2.3 Vergütungen für die Überlassung von Wirtschaftsgütern an die Betriebskapitalgesellschaft
3.1.2.4 Gewinnausschüttungen der Betriebskapitalgesellschaft
3.1.2.5 Darlehensvergütungen der Betriebskapitalgesellschaft
3.1.2.6 Vergütungen für den Geschäftsführer
3.1.2.7 Korrespondierende Bilanzierung
3.1.2.8 Körperschaftsteuerliche Organschaft
3.2 Gewerbesteuerliche Aspekte bei der Besitz- und Betriebsgesellschaft
3.2.1 Grundsätzliche Vorbemerkungen
3.2.2 Ermittlung der gewerbesteuerlichen Bemessungsgrundlage
3.2.2.1 Hinzurechnungen
3.2.2.2 Kürzungen
3.2.3 Gewerbesteuerliche Organschaft
3.3 Die laufende Besteuerung der Betriebskapitalgesellschaft im Rahmen der Körperschaftsteuer
4 Die Steuerbelastung der klassischen Betriebsaufspaltung im Vergleich zur GmbH & Co. KG
4.1 Eingrenzung des Untersuchungsgegenstands
4.2 Individuelle Ausgangsdaten der betrachteten Rechtsformen
4.3 Laufende Steuerbelastung der Betriebsaufspaltung und der GmbH & Co. KG bei Vollausschüttung
4.3.1 Steuerbelastung der GmbH & Co. KG
4.3.1.1 Annahmeerweiterung für die Durchführung der Besteuerung
4.3.1.2 Die Besteuerung auf Ebene der Gesellschaften
4.3.1.3 Die Besteuerung der Gesellschafter
4.3.2 Steuerbelastung der klassischen Betriebsaufspaltung
4.3.2.1 Annahmeerweiterung für die Durchführung der Besteuerung
4.3.2.2 Die Besteuerung auf Ebene der Betriebs- und Besitzgesellschaft
4.3.2.3 Die Besteuerung auf Ebene der Gesellschafter
4.4 Ergebnis des Steuerbelastungsvergleichs im Überblick
4.5 Analyse der Ergebnisse des Steuerbelastungsvergleichs für den Fall der Vollausschüttung
4.6 Modifikation des Steuerbelastungsvergleichs
4.6.1 Veränderung des Gewerbesteuerhebesatzes bei sonst gleicher Datenbasis
4.6.2 Veränderung des Geschäftsführergehalts bei sonst gleicher Datenbasis
4.6.3 Veränderung des Gewinns bei sonst gleicher Datenbasis
4.6.4 Veränderung des Pachtzinses bei sonst gleicher Datenbasis
4.7 Gesamtbeurteilung
4.7.1 Tabellarischer Überblick
4.7.2 Beurteilung
5 Zusammenfassung
Diese Bachelorarbeit untersucht das steuerliche Rechtsinstitut der Betriebsaufspaltung und stellt dieses der GmbH & Co. KG im Rahmen eines praktischen Steuerbelastungsvergleichs gegenüber, um fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Wahl der optimalen Rechtsform zu liefern.
2.1.1 Differenzierung anhand der Entstehung
Nach der Art und Weise der Entstehung der Betriebsaufspaltung wird zwischen echter und unechter Betriebsaufspaltung unterschieden. Eine echte Betriebsaufspaltung liegt vor, wenn ein bislang einheitliches Unternehmen (Einzelunternehmen oder Personengesellschaft) derart „aufgespalten“ wird, dass neben dem bisherigen Unternehmen ein neues Unternehmen (meist Kapitalgesellschaft) gegründet wird, das den Betrieb des bis dato einheitlichen Unternehmens fortführt. Die Aufgliederung vollzieht sich in der Weise, dass das bisherige Unternehmen sein Umlaufvermögen auf die neu gegründete Betriebskapitalgesellschaft überträgt, das Anlagevermögen jedoch ganz oder teilweise zurückbehält und es an die Betriebskapitalgesellschaft vermietet oder verpachtet. Das bisherige Unternehmen wird dadurch zum Besitzunternehmen.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in das steuerliche Rechtsinstitut der Betriebsaufspaltung ein und begründet die Relevanz eines Steuerbelastungsvergleichs zur Wahl der optimalen Rechtsform.
2 Die Betriebsaufspaltung im Steuerrecht: Es werden die Erscheinungsformen sowie die zentralen Voraussetzungen der sachlichen und personellen Verflechtung, die zur steuerlichen Anerkennung führen, detailliert erläutert.
3 Die laufende Besteuerung der klassischen Betriebsaufspaltung: Die Arbeit beschreibt die getrennte steuerliche Behandlung von Besitz- und Betriebsgesellschaft sowie die spezifischen Einkommen- und Gewerbesteuerregeln.
4 Die Steuerbelastung der klassischen Betriebsaufspaltung im Vergleich zur GmbH & Co. KG: Auf Basis einer kasuistischen Veranlagungssimulation erfolgt ein Vergleich der Steuerlast beider Rechtsformen inklusive diverser Sensitivitätsanalysen bei geänderten Rahmenbedingungen.
5 Zusammenfassung: Die Ergebnisse des Vergleichs werden resümiert und die Bedeutung der unternehmerischen Zielsetzung für die Rechtsformwahl hervorgehoben.
Betriebsaufspaltung, GmbH & Co. KG, Steuerbelastung, Personelle Verflechtung, Sachliche Verflechtung, Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Veranlagungssimulation, Rechtsformwahl, Besitzgesellschaft, Betriebskapitalgesellschaft, Gesellschafter, Steuerbelastungsvergleich, Unternehmensbesteuerung
Das Hauptanliegen ist die theoretische Vorstellung der Betriebsaufspaltung und der praktische Vergleich der Steuerbelastung dieser Konstruktion gegenüber einer GmbH & Co. KG.
Fokussiert wird vor allem auf die klassische Betriebsaufspaltung sowie die GmbH & Co. KG als alternative Rechtsform für mittelständische Unternehmen.
Die Arbeit untersucht, welche steuerlichen Einflüsse und Besonderheiten bei der Rechtsformwahl zwischen der klassischen Betriebsaufspaltung und der GmbH & Co. KG ausschlaggebend sind.
Die Autorin nutzt die Methode der kasuistischen Veranlagungssimulation, um die laufende Steuerbelastung modellhaft für definierte Ausgangsszenarien zu berechnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der steuerlichen Voraussetzungen (Verflechtungen), die laufende Besteuerung der beteiligten Unternehmen und den detaillierten Steuerbelastungsvergleich.
Entscheidungsrelevant sind insbesondere die Anrechenbarkeit der Gewerbesteuer, die Abzugsfähigkeit von Geschäftsführergehältern sowie die Auswirkungen der Ausschüttungspolitik.
Bei der echten Betriebsaufspaltung entsteht die Struktur durch die Aufgliederung eines bestehenden Betriebes, während bei der unechten Betriebsaufspaltung zwei bereits existierende Unternehmen nachträglich miteinander verknüpft werden.
Sie ist eine der zentralen Voraussetzungen für die sachliche Verflechtung; ihr Fehlen oder ihre Nichtüberlassung würde die Betriebsaufspaltung und damit die gewerbliche Infektion des Besitzunternehmens gefährden.
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