Examensarbeit, 2004
99 Seiten, Note: 2
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einleitung
2. Klärung grundlegender Begriffe
2.1. Essen und Ernähren. Zwei Wörter, ein Sinn?
2.2. Maßnahmen zur Verbesserung des Essverhaltens
2.3. Gesundheit und Krankheit
3. Zur aktuellen Situation
3.1. Allgemeine Ernährungssituation
3.1.1. Ursachen
3.1.2. Folgen
3.1.3. Das Kind als Ziel der Werbung und Industrie
3.2. Ernährung in der Schule. Ein Forschungsprojekt des BMVEL.
3.2.1. Grundlagen des Forschungsprojektes
3.2.2. Untersuchungsergebnisse
3.2.3. Abschließende Forderungen der Studie
4. Adipositas
4.1. Allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes
4.2. Adipositas bei Kindern und Jugendlichen
4.3. Ursachen
4.4. präventive Maßnahmen
4.5. Behandlung
4.5.1. Pharmakotherapie und Chirurgie
4.5.2. Diäten
4.5.3. Sport
4.5.4. Verhaltenstrainings
4.5.5. Multimodale Interventionsprogramme
4.6. Ausblick
5. Empfehlungen zur Ernährung heute
5.1. Die Nährstoffe
5.1.1. Kohlenhydrate
5.1.2. Eiweiße
5.1.3. Fette
5.1.4. Vitamine
5.1.5. Mineralstoffe und Spurenelemente
5.1.6. Ballaststoffe und Wasser
5.1.7. Die Versorgungslage
5.2. Der Ernährungskreis
5.2.1. Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln
5.2.2. Gemüse und Hülsenfrüchte
5.2.3. Obst
5.2.4. Getränke
5.2.5. Milch und Milchprodukte
5.2.6. Fleisch, Wurst, Fisch, und Eier
5.2.7. Fette und Öle
5.3. Die Ernährungspyramide
5.4. Die 10 Regeln der DEG
5.5. Vegetarische Ernährung von Kindern
6. Die DONALD-Studie
6.1. Allgemeines
6.2. Ergebnisse
6.3. Die optimierte Mischkost „optimiX“
6.3.1. Die Nährstoffzufuhr
6.3.2. Die Mahlzeiten
6.3.3. Die Lebensmittelauswahl
6.4. Perspektiven
7. Ernährung in der Schule
7.1. Die gesundheitsfördernde Schule
7.2. Projekte zur Gesundheitsförderung
7.2.1. Das Projekt „primakids“ in Hamburger Grundschulen.
7.2.1.1. Die Studie
7.2.1.2. Die Interventionsgruppen
7.2.1.3. Organisatorische Interventionen
7.2.2. Klasse2000
7.2.2.1. Ziele und Konzept
7.2.2.2. Finanzierung
7.2.2.3. Evaluation
7.2.3. Moby Dick
7.2.3.1. Das Konzept
7.2.3.2. Ergebnisse nach einem Jahr „Moby Dick“
7.3. Was kann Schule sonst leisten?
7.3.1. Gemeinschaftsverpflegung in der Ganztagsschule
7.3.2. Das Schulfrühstück- ein Beitrag zum Ernährungslernen!
7.3.2.1. Die Bedeutung des Frühstücks
7.3.2.2. Zur praktischen Durchführung
7.4. Ernährung als Thema im Unterricht
7.4.1. Das europäische Kerncurriculum der Ernährungsbildung
7.4.2. Ein Unterrichtsvorschlag- „Früchte, Säfte und Nektare“
7.4.2.1. Experiment- Vitamin C-Nachweis
7.4.2.2. Experiment- Apfel oder Birne
7.4.2.3. Weitere Experimentiermöglichkeiten
7.5. Zusammenarbeit mit den Eltern
8. Schlussbetrachtung
9. Bibliographie
Die Arbeit untersucht die Relevanz der Ernährungserziehung in der Grundschule als Teil einer gesundheitsfördernden Schule. Ziel ist es, auf Basis einer Literaturübersicht aufzuzeigen, wie Ernährungsbildung effektiv im Unterricht und Schulalltag integriert werden kann, um zivilisationsbedingten Krankheiten wie Adipositas bei Kindern entgegenzuwirken.
Essen und Ernähren. Zwei Wörter, ein Sinn?
Essen und Ernähren. Diese beiden Wörter werden im alltäglichen Sprachgebrauch oft synonym verwendet. Auch in der Wissenschaft kommt dies des Öfteren vor. Ines Heindl (1993, S.24) weist darauf hin, dass es durchaus helfen kann, sich mit diesen Begriffen genauer zu beschäftigen und sie dann mit der jeweiligen Bedeutung entsprechend einzusetzen.
Am Lebensanfang steht für den Menschen stets das Ernähren. Es ist für uns lebensnotwendig. Durch das Stillen der Mutter, wird diese zur Nährenden, während das Kind ernährt wird. Bei der Ernährung geht es also immer um Lebenserhalt, Wachstum und Entwicklung. Wird der Säugling nicht mehr gestillt, entwickelt sich zunehmend das selbsttätige Essen. Das Kleinkind beginnt, mit viel Neugier, Mut, aber auch Vertrauen, das Essen zu entdecken. Es lernt hierbei alles kennen, was ihm von seiner Umgebung und Umwelt angeboten wird. Auch das Phänomen, dass Kleinkinder erstmal alles in den Mund stecken, gehört hierzu.
Essen ist also eigenaktiv, während Ernähren eher passiv zu sehen ist. Aus dieser Unterscheidung lässt sich schließen, dass für eine ernährungsbezogene Gesundheitsbildung die „Förderung und Stärkung der selbstbestimmten Entscheidungsfähigkeit des Menschen in den Mittelpunkt“ (Heindl, 1993, S. 24) rücken muss.
1. Einleitung: Darstellung der Relevanz des Themas Ernährung vor dem Hintergrund zunehmender Zivilisationskrankheiten bei Kindern.
2. Klärung grundlegender Begriffe: Differenzierung zwischen den Begriffen Essen, Ernähren sowie verschiedenen pädagogischen Maßnahmen wie Ernährungsaufklärung und -beratung.
3. Zur aktuellen Situation: Analyse der ernährungsbedingten Problematik deutscher Kinder sowie Vorstellung einer BMVEL-Studie zur Situation in Schulen.
4. Adipositas: Krankheitsbild, Ursachen, Prävention und Behandlungsformen von Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen.
5. Empfehlungen zur Ernährung heute: Vermittlung wissenschaftlicher Grundlagen zur Nährstoffzufuhr, Verwendung des Ernährungskreises und der Ernährungspyramide sowie vegetarische Ernährungsweisen.
6. Die DONALD-Studie: Vorstellung der DONALD-Studie und des darauf basierenden Konzepts der optimierten Mischkost "optimiX".
7. Ernährung in der Schule: Strategien der Gesundheitsförderung durch schulische Projekte, Gemeinschaftsverpflegung und Einbindung der Ernährungsthematik in den Unterricht.
8. Schlussbetrachtung: Fazit zur notwendigen Verankerung von Gesundheitsförderung als Bildungsauftrag an Schulen.
Ernährungserziehung, Grundschule, Adipositas, Gesundheitsförderung, Ernährungsbildung, Schulkultur, Prävention, Kinderernährung, DONALD-Studie, optimiX, Schulfrühstück, Ernährungsberatung, Essverhalten, Nährstoffzufuhr, Ernährungsweise
Die Hausarbeit befasst sich mit der Bedeutung von Ernährungserziehung im schulischen Kontext, insbesondere in Grundschulen, und dient als Literaturübersicht zum Umgang mit ernährungsbedingten Problemen bei Kindern.
Die Schwerpunkte liegen auf der aktuellen Ernährungssituation, der Prävention von Adipositas, wissenschaftlich fundierten Ernährungsempfehlungen und der praktischen Umsetzung von Gesundheitsprojekten in Schulen.
Ziel ist es, Möglichkeiten und Strategien aufzuzeigen, wie Schulen ihren Erziehungsauftrag im Bereich der Gesundheits- und Ernährungsbildung aktiv und nachhaltig wahrnehmen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturübersicht, in der aktuelle Studien und Modelle wie die DONALD-Studie oder das Konzept "optimiX" sowie Ansätze der Gesundheitsförderung analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, eine Analyse der aktuellen Situation, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Thema Adipositas sowie Ernährungsempfehlungen und konkrete schulische Praxisvorschläge.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ernährungserziehung, Adipositasprävention, Gesundheitsförderung und schulische Ernährungsbildung bestimmt.
Das optimiX-Konzept wird als ein wissenschaftlich fundiertes, praxisnahes Modell hervorgehoben, das Kindern und Familien hilft, eine ausgewogene Mischkost umzusetzen, ohne strikte Verbote aufzustellen.
Eltern spielen die zentrale Rolle bei der Festigung von Ernährungsgewohnheiten; eine Kooperation zwischen Schule und Elternhaus ist essenziell, um nachhaltige Einstellungsänderungen bei den Kindern zu erreichen.
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