Bachelorarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 1,9
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlage
2.1 Crowdinvesting als innovative Möglichkeit der Unternehmensfinanzierung
2.1.1 Crowdfunding als Bestandteil von Crowdsourcing
2.1.2 Crowdinvesting als Unterform des Crowdfundings vor dem Hintergrund der Unternehmensfinanzierung
2.1.3 Akteure des Crowdinvesting
2.2 Prinzipal-Agent-Theorie im Crowdinvesting
2.2.1 Ausprägung und Problematik der Prinzipal-Agent-Beziehung
2.2.2 Hidden characteristics als Ursache für Informationsasymmetrien
2.2.3 Signaling als Lösung für Informationsasymmetrien
2.3 Qualität im Crowdinvesting
2.3.1 Einordnung des Qualitätsbegriffes
2.3.2 Qualitätsbeurteilung nach Nelson
3 Identifikation und Klassifizierung von Qualitätssignalen im Crowdinvesting
3.1 Qualitätssignale in der Projektgestaltung
3.1.1 Ausgestaltung des Finanzrahmens
3.1.2 Externe Zertifikate
3.1.3 Nichtfinanzielle Projektbeschreibung
3.1.4 Darstellung des Risikos
3.2 Qualitätssignale im Finanzierungsprozess
3.3 Qualitätssignale des Start-Up-Teams
4 Beurteilung der identifizierten Qualitätssignale durch die Einordnung in Kategorien
4.1 Beurteilung der Qualitätssignale nach Ahlers et al.
4.1.1 Fact-based Signale
4.1.2 Performance-based Signale
4.2 Beurteilung der Qualitätssignale nach Nelson
4.2.1 Einordnung der Qualitätssignale in Sucheigenschaften
4.2.2 Einordnung der Qualitätssignale in Erfahrungseigenschaften
4.2.2 Einordnung der Qualitätssignale in Vertrauenseigenschaften
4.3 Zusammenfassung und Bewertung des Analyseschemas
5 Fazit
Die Arbeit analysiert theoretisch, welche Qualitätssignale dazu beitragen können, Informationsasymmetrien zwischen Gründern und Investoren im Crowdinvesting zu verringern, um daraus Empfehlungen für Start-Ups zur gezielten Signalgebung abzuleiten.
Signaling als Lösung für Informationsasymmetrien
Wie aus 2.2.2 deutlich wurde, haben qualitativ hochwertige Start-Ups ein Interesse daran, die im Crowdinvesting vor Vertragsabschluss auftretenden Informationsasymmetrien zu verringern. Geht die Initiative zur Beseitigung der Asymmetrien dabei vom Gründer aus, so werden die Maßnahmen als „Signaling“ bezeichnet. Mit dem Aussenden von Signalen seitens der Unternehmen erlangen Investoren Zutritt zu glaubwürdigen Informationen über die Qualität des Gründungsvorhabens und die Adverse-Selektion-Problematik kann beseitigt werden.
Für die Gründer ist es im Crowdinvesting entscheidend, die Signale glaubhaft vermitteln zu können, damit die Investoren die ausgesendeten Signale annehmen und in ihre Entscheidung für ein Investment mit einbeziehen. Werden die Zweifel der „Crowd“ von den Signalen der Start-Ups nicht zerstreut, so ist das Erreichen der angestrebten Finanzierungssumme in Gefahr. Wichtig ist, dass die empfangenen Signale kostenfrei zugänglich sein müssen. Für den Kapitalnehmer ist das Aussenden von Signalen hingegen mit Kosten verbunden. Wertvolle Kompetenzen haben für Gründer nur dann eine Bedeutung, wenn sie in einer Weise mitgeteilt werden, die den Investor dazu befähigt, den Wert dieses Signals zu verstehen. Kostspielige Signale werden von Anlegern als glaubwürdiger angesehen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass sie vorgetäuscht sind, niedriger ist. Festzuhalten ist, dass es für „weniger wertvolle“ Start-Ups nicht profitabel sein darf, die Signale der „wertvollen“ Start-Ups vorzutäuschen.
1 Einleitung: Beleuchtung der Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung für junge Unternehmen und Einführung in das Crowdinvesting als Finanzierungsalternative.
2 Theoretische Grundlage: Erläuterung der ökonomischen Fundierung mittels Prinzipal-Agent-Theorie sowie des Qualitätsbegriffs und des Modells von Nelson im Kontext des Crowdinvestings.
3 Identifikation und Klassifizierung von Qualitätssignalen im Crowdinvesting: Detaillierte Untersuchung potenzieller Signale in der Projektgestaltung, dem Finanzierungsprozess und durch das Gründerteam.
4 Beurteilung der identifizierten Qualitätssignale durch die Einordnung in Kategorien: Klassifizierung und vergleichende Bewertung der Signale nach den Modellen von Ahlers et al. sowie Nelson.
5 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die praktische Anwendbarkeit der Erkenntnisse für Start-Ups.
Crowdinvesting, Qualitätssignale, Informationsasymmetrie, Prinzipal-Agent-Theorie, Signaling, Start-Up-Finanzierung, Vertrauenseigenschaften, Erfahrungseigenschaften, fact-based, performance-based, Investorenverhalten, Venture Capital, Crowdfunding, Due-Diligence, Unternehmensfinanzierung
Die Arbeit untersucht, wie Start-Ups im Crowdinvesting durch das Aussenden bestimmter Qualitätssignale Vertrauen bei Privatinvestoren schaffen und so Informationsasymmetrien reduzieren können.
Die zentralen Felder sind die Finanzierung über Crowdinvesting-Plattformen, die ökonomische Signaling-Theorie sowie die empirische und theoretische Bewertung von Unternehmensmerkmalen als Qualitätssignale.
Das Ziel ist es, zu analysieren, welche spezifischen Signale die Erfolgsaussichten eines Crowdinvesting-Projekts signifikant erhöhen und daraus Handlungsempfehlungen für Gründer zu formulieren.
Es wird eine theoretische Analyse auf Basis der bestehenden Literatur vorgenommen, ergänzt durch den Vergleich mit empirischen Ergebnissen der Plattform ASSOB und eine Übertragung auf den deutschen Markt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation potenzieller Signale in drei Bereichen (Projektgestaltung, Finanzierungsprozess, Gründerteam) und deren anschließende Kategorisierung nach wissenschaftlichen Modellen.
Die wichtigsten Begriffe sind Signaling, Informationsasymmetrie, Vertrauens- und Erfahrungseigenschaften, fact-based/performance-based Kategorisierung sowie die Steigerung der Finanzierungschancen.
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie aufzeigt, dass schwer nachahmbare, "faktische" Signale oft eine höhere Glaubwürdigkeit besitzen und daher wertvoller für den Erfolg einer Kampagne sind als leicht kopierbare, strategische Informationen.
Es dient dazu, die Signale nach ihrer Beurteilbarkeit durch den Anleger (vor oder nach dem Investment) zu gliedern, was besonders im Crowdinvesting das hohe Gewicht von Vertrauenseigenschaften verdeutlicht.
Die Arbeit zeigt, dass pseudopersönliche Kommunikation – etwa über Videos oder Social-Media-Kanäle – essenziell ist, um Sympathie und Vertrauen zu vermitteln, da die Crowd oft keine klassische Due-Diligence-Prüfung durchführt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

