Masterarbeit, 2016
83 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Texte verstehen
2.1 Merkmale eines Textes
2.2 Leseprozesse
2.3 Eigenschaften des Lesers
2.4 Textverstehen
3. Nicht-literarische und literarische Texte verstehen
3.1 Verstehensrelevante Merkmale eines Textes
3.2 Verstehensrelevante Merkmale nicht-literarischer Texte
3.3 Verstehensrelevante Merkmale literarischer Texte
4. Lyrische Texte verstehen
4.1 Zum Verhältnis von Lyrik und lyrisch
4.2 Verstehensrelevante Merkmale lyrischer Texte
4.3 Zur Schwierigkeit lyrischer Texte
5. Modell der Textschwierigkeit
5.1 Modell
5.2 Eine (kleine) Studie zur Bewährung des Modells in der Praxis
5.2.1 Konzeption der Studie
5.2.2 Durchführung
5.2.3 Auswertung und Ergebnisse
6. Diskussion und Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die vermutete besondere Schwierigkeit lyrischer Texte gegenüber anderen Textgruppen fundiert zu begründen. Anstatt lediglich die Texte selbst zu analysieren, wird ein Modell der Textschwierigkeit entwickelt, das auf den grundsätzlichen kognitiven Prozessen des Textverstehens basiert. Hierbei werden verschiedene Textkategorien (nicht-literarisch, literarisch, lyrisch) anhand relevanter Merkmale wie Wortwahl, Referenz, Struktur und Thema untersucht, um die relative Schwierigkeit der Lyrik wissenschaftlich messbar zu machen.
Pharmakologische Wirkung
Nikotin passiert leicht die Blut-Hirn-Schranke. Im Tabakrauch inhaliert erreicht Nikotin in zehn bis 20 Sekunden das Gehirn. Es kann aber auch über die Haut aufgenommen werden.
Nikotin aktiviert im Nervensystem sogenannte nikotinische Acetylcholin-Rezeptoren, indem es sich an sie bindet. Diese werden eigentlich vom Botenstoff Acetylcholin stimuliert. Nikotinische ACh-Rezeptoren finden sich vor allem auf den motorischen Endplatten, an denen Signale von Nervenzellen an Muskeln weitergeleitet werden. Im Gehirn sitzen die Rezeptoren unter anderem auf den nachgeschalteten Nervenzellen von Sympathikus und Parasympathikus. Dieser Teil des vegetativen Nervensystems steuert unbewusste Vorgänge wie die Darmtätigkeit und den Herzschlag. Da Nikotin ähnlich wirkt wie der eigentliche Botenstoff, stört es hier wichtige Funktionen.
Hat Nikotin an den ACh-Rezeptor gebunden, kommt es zur Freisetzung unterschiedlicher Botenstoffe wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin und Serotonin, aber auch von Hormonen wie Cortisol. Während Acetylcholin schnell wieder abgebaut wird, bindet Nikotin lange an den Rezeptoren. Dadurch hält die Erregung der jeweiligen Zelle länger an. In Folge braucht die Zelle auch länger, um nach der Aktivitätsphase ihren Ruhezustand zu erreichen und ein neues Signal feuern zu können – das Nikotin hemmt also die Zelle. [...]
1. Einleitung: Problematisierung der Ablehnung lyrischer Texte im schulischen und studentischen Kontext sowie Darlegung der Forschungszielsetzung.
2. Texte verstehen: Detaillierte Darstellung der kognitiven Prozesse bei der Textrezeption, inklusive der Rolle von Lesern und dem Konzept des Textverstehens.
3. Nicht-literarische und literarische Texte verstehen: Herleitung verstehensrelevanter Merkmale (Wörter, Referenz, Struktur, Thema) und Analyse verschiedener Textgruppen.
4. Lyrische Texte verstehen: Untersuchung der spezifischen Merkmale lyrischer Sprache und deren erhöhter Anforderungen an den Rezeptionsprozess.
5. Modell der Textschwierigkeit: Präsentation eines grafischen Modells zur Einordnung der Textschwierigkeit sowie Vorstellung einer begleitenden Online-Studie.
6. Diskussion und Fazit: Zusammenfassende Bestätigung, dass lyrische Texte aufgrund ihrer sprachlichen Gestaltung und innovativen Referenzen tendenziell komplexer zu verstehen sind.
Textverstehen, Leseprozesse, Lyrik, Textschwierigkeit, Faktorenanalyse, Textrezeption, Kognitive Konstruktion, Sprachpotenzial, Referenz, Struktur, Wortüberlegenheitseffekt, Mentales Modell, Interaktive Lesemodelle, Literaturdidaktik, Textmerkmal
Die Arbeit untersucht, warum lyrische Texte von Lesern oft als besonders schwierig wahrgenommen werden und welche Faktoren diesen wahrgenommenen Schwierigkeitsgrad wissenschaftlich erklären können.
Im Zentrum stehen die kognitiven Prozesse beim Lesen, die Differenzierung verschiedener Textsorten (nicht-literarisch vs. literarisch vs. lyrisch) sowie die Interaktion zwischen Textstruktur und Leserkompetenz.
Ziel ist es zu belegen, dass lyrische Texte durch eine spezifische, intensivere Nutzung des kreativen Sprachpotenzials höhere Anforderungen an das Verstehen stellen als andere Textformen.
Die Autorin nutzt einen interaktiv-konstruktiven Ansatz des Lesens, leitet daraus ein systematisches Merkmal-Modell (Faktorenanalyse) ab und überprüft dieses durch eine exemplarische Textanalyse sowie eine begleitende Online-Umfrage.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Textverstehens, die Identifikation spezifischer Schwierigkeitskriterien (Wörter, Struktur, Referenz, Thema) und deren Anwendung auf verschiedene Textbeispiele.
Zu den zentralen Begriffen gehören unter anderem Textverstehen, Lyrik, kognitive Gedächtnisleistung, mentales Modell und innovative Referenz.
Ein Rezept fungiert meist als Instruktionstext mit klarer logischer Struktur und Alltagsbezug, während Gedichte oft durch dezimierte Flächen, interne Kontexte und innovative Metaphorik den Leser stärker zur aktiven Sinnkonstruktion fordern.
Das Modell bietet einen kriteriengeleiteten Orientierungsrahmen, der über oberflächliche Lesbarkeitsindizes hinausgeht und die komplexen, internen Verarbeitungsprozesse beim Lesen lyrischer Texte explizit mit einbezieht.
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