Bachelorarbeit, 2016
61 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau der Arbeit
2. Krisen im Unternehmen
2.1. Begriffsdefinition
2.2. Charakteristika
2.3. Krisenprozessdarstellung
2.3.1. Das Krisenprozess-Modell nach Müller
2.3.2. Das Krisenprozess-Modell nach Krystek
2.3.3. Gegenüberstellung der Krisenprozess-Modelle
2.4. Wirkungen von Unternehmenskrisen
2.4.1. Konstruktive Wirkungen
2.4.2. Destruktive Wirkungen
2.4.3. Insolvenzen im Tourismus in den Jahren 2014/2015
3. Krisenprävention und Krisenfrüherkennung
3.1. Allgemeine sowie tourismusspezifische Krisenursachen
3.2. Krisenprävention
3.2.1. Prognose potenzieller Unternehmenskrisen
3.2.2. Instrumente der Krisenprävention
3.3. Krisenfrüherkennung
3.3.1. Operative Krisenfrüherkennung
3.3.2. Strategische Krisenfrüherkennung
4. Krisenmanagement
4.1. Begriffsdefinition
4.2. Abgrenzung: Sanierung – Turnaround – Restrukturierung
4.3. Ebenen des Krisenmanagements
4.3.1. Institutionelle Ebene
4.3.2. Methodische Ebene
4.3.3. Inhaltliche Ebene
5. Schlussbetrachtung
5.1. Fazit
5.2. Handlungsempfehlungen für Beherbergungsunternehmen
5.2.1. Krisenprävention und Krisenfrüherkennung
5.2.2. Krisenmanagement
5.3. Ausblick und Limitationen
Das primäre Ziel der Arbeit ist die Identifikation und Analyse von Faktoren, die bei der Früherkennung und Bewältigung von Krisen in Beherbergungsunternehmen eine entscheidende Rolle spielen, um die Überlebensfähigkeit dieser Betriebe zu sichern.
2.2. Charakteristika
Obschon die Betrachtung der Begriffsdefinitionen zum Thema „Krise“ einen Einblick in ihr Wesen zulässt, scheint es in diesem Rahmen notwendig die Eigenschaften und Merkmale einer Unternehmenskrise nochmals zu skizzieren. Folgende Punktation beinhaltet die typischen Charakteristika einer Unternehmenskrise (siehe dazu Schreyögg & Ostermann, 2013; Freiling, 2005; Glaeßer, 2005):
• Unerwartete Ausnahmesituation: Krisen sind unerwartete Situationen, deren Ursache sich entweder innerhalb oder außerhalb einer Organisation befindet. Die Vorsorge und Bewältigung von Krisen kann an sich nicht als eigentlicher Unternehmenszweck angesehen werden, da im Fokus von Unternehmen meist eben nicht die Krisenerkennung liegt. So beinhalten weder die täglichen Geschäftstätigkeiten noch strategische Planungsprozesse Überlegungen in diese Richtung. Zudem weisen aufgrund des unsicheren Eintritts einer derartigen Ausnahmesituation alle möglichen Vorbereitungen einen Eventualcharakter auf.
• Prozesscharakter: Die Entwicklung einer Krise ist ein zeitlich begrenzter Prozess. Es kommt zu einem Zusammentreffen von Ereignissen, welche zu neuen Ergebnissen führen. Die Empfindung eines Unternehmens hinsichtlich Beginn und Ende des Krisenprozesses weicht von objektiven Sachverhalten oft ab.
• Ambivalenz des Ausgangs: Wie sich eine ambivalente Krisensituation entwickelt, ist von Beginn an nicht absehbar und entscheidet sich in den meisten Fällen erst nach dem sogenannten Wendepunkt. Der Ausgang kann sowohl positiv als auch negativ sein. Eine erfolgreiche Bewältigung der Krise ist ebenso möglich wie die Vernichtung des Unternehmens durch deren Folgen.
• Zeitdruck: Eine unmittelbare Auswirkung des Prozesscharakters von Krisen ist, dass der Handlungsspielraum mit zunehmender Dauer abnimmt. Die Möglichkeiten der Akteure zur Krisenbewältigung verringern sich mit fortschreitender Zeit und es entsteht Zeitdruck und Stress.
• Existenzbedrohende Entwicklung: Unternehmenskrisen gelten als überlebenskritisch für das betroffene System. Die weitreichenden Folgen der problematischen Entwicklungen, welche ungeplant und ungewollt sind, können nicht nur die Zielerreichung gefährden. Eine Krisensituation bedroht nachhaltig die Existenz des gesamten Unternehmens oder von Teilbereichen.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Lage österreichischer Unternehmen und deren Insolvenzrisiken, wobei der Tourismus als "late mover" eine Sonderrolle einnimmt.
2. Krisen im Unternehmen: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Unternehmenskrise", beschreibt deren Merkmale sowie typische Krisenphasen anhand etablierter Modelle und thematisiert die Auswirkungen auf das Unternehmen.
3. Krisenprävention und Krisenfrüherkennung: Der Abschnitt widmet sich den Ursachen von Unternehmenskrisen und erläutert Instrumente, mit denen Unternehmen latente Krisen frühzeitig erkennen und präventiv handeln können.
4. Krisenmanagement: Dieses Kapitel behandelt die institutionelle, methodische und inhaltliche Ebene der Krisenbewältigung sowie die Abgrenzung von Sanierung, Turnaround und Restrukturierung.
5. Schlussbetrachtung: Hier werden die Kernerkenntnisse zusammengefasst und konkrete Handlungsempfehlungen für Beherbergungsbetriebe in den Bereichen Prävention, Früherkennung und Krisenmanagement abgeleitet.
Unternehmenskrise, Krisenmanagement, Krisenfrüherkennung, Krisenprävention, Tourismusbranche, Insolvenz, Beherbergungsunternehmen, Restrukturierung, Sanierung, Turnaround, Frühwarnindikatoren, Szenario-Technik, Liquiditätssicherung, Unternehmenskultur.
Die Arbeit befasst sich mit dem Krisenmanagement in Beherbergungsunternehmen und untersucht, wie Krisen identifiziert, vermieden und erfolgreich bewältigt werden können.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Phasen von Unternehmenskrisen, Ursachenforschung, Instrumente zur Früherkennung und der inhaltliche/methodische Prozess der Restrukturierung.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, welche Faktoren bei der Identifikation und Bewältigung von Krisen in Beherbergungsunternehmen eine Rolle spielen.
Der Autor führt eine theoretische Literaturanalyse durch, um bestehende Modelle und Instrumente für das Krisenmanagement im Tourismus zu charakterisieren und auf Beherbergungsbetriebe zu übertragen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Krisenprozess-Modellen, die Analyse von Insolvenzursachen, die Darstellung von Methoden zur Früherkennung sowie die konkreten Schritte der Krisenbewältigung (Sanierung/Restrukturierung).
Wesentliche Begriffe sind Krisenmanagement, Beherbergungsbetriebe, Unternehmenskrise, Restrukturierung, Krisenfrüherkennung und Insolvenzprävention.
Der Tourismus zeigt eine zeitverzögerte Entwicklung zum allgemeinen Krisenverlauf der Gesamtwirtschaft, weshalb die Auswirkungen von Krisen die Branche oft erst mit zeitlicher Verzögerung erreichen.
Sie dient als Prognose-Technik, um die Bandbreite zukünftiger Entwicklungen (Best-Case/Worst-Case) darzustellen, das Vorstellungsvermögen der Führungskräfte zu erweitern und potenzielle Krisenherde frühzeitig zu identifizieren.
Der Autor unterscheidet zwischen operativ-leistungswirtschaftlichen Maßnahmen (z.B. Marketing, Personalkostenoptimierung) und operativ-finanzwirtschaftlichen Maßnahmen (z.B. Liquiditätssicherung, Forderungsmanagement).
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