Bachelorarbeit, 2013
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Methodisches und konzeptionelles Vorgehen
2.1 Das Experteninterview
3. Die Welternährungssituation
3.1 Das Konzept der Ernährungssouveränität
4. Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union
4.1 Entstehungsgeschichte der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union
4.2 Architektur der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union
4.3 Ausgewählte agrarpolitische Maßnahmen und ihre Bedeutung für Ernährungssouveränität
4.3.1 Exportsubventionen
4.3.2 Direktzahlungen
5. Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union und die Welternährungssituation
5.1. Ausgewählte agrarpolitische Maßnahmen nach der Reform 2013
5.1.1. Exportsubventionen und Exportorientierung nach der Reform 2013
5.1.2 Direktzahlungen nach der Reform 2013
5.2 Die Rolle von Futtermittelimporten
5.3 Weitere Einflussfaktoren auf die Welternährungssituation
5.4 Analyse der aktuellen internationalen Bedeutung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union hinsichtlich der Welternährungssituation
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
8.1 Protokolle und Leitfäden der Interviews
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union und dem Konzept der Ernährungssouveränität sowie die internationale Verantwortung der EU im Kontext der Welternährungssituation. Die Forschungsfrage analysiert, wie die Agrarpolitik der EU die globale Ernährungslage beeinflusst und welche entwicklungspolitischen Auswirkungen ihre Maßnahmen – insbesondere Exportsubventionen, Direktzahlungen und Futtermittelimporte – haben.
3.1 Das Konzept der Ernährungssouveränität
Mit dem Beschluss der Millenium Development Goals und als Reaktion auf die Gründung der WTO 1994 wurde auf dem Welternährungsgipfel im Jahre 1996 ein neues Konzept in die internationale Agrar- und Handelspolitik eingeführt: Ernährungssouveränität. Ernährungssouveränität ist kein eindeutig definierter Begriff, sondern vielmehr ein Konzept, welches je nach Anwender*in eine weite Bandbreite inhaltlich ähnlicher Aspekte vereint. Das Konzept geht auf den transnationalen Zusammenschluss verschiedener Bäuer*innenorganisationen zu der Vereinigung La Via Campesina zurück und ist von dieser definiert als
the right of each nation to maintain and develop their own capacity to produce food that are crucial to national and community food security, respecting cultural diversity and diversity of production methods (AbL et al. 2007:5).
Im deutschsprachigen Raum ist die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) zu nennen, welche nicht nur bezüglich Ernährungssouveränität einen wichtigen Diskurs eingebracht, sondern auch diverse Positionspapiere zur EU-Agrarpolitik veröffentlicht hat, auf die im Zuge dieser Arbeit zurückgegriffen wird. Die originäre Definition von 1996 umfasst die elementarsten und wichtigsten Punkte, die das Konzept der Ernährungssouveränität in seiner Notwendigkeit hervorheben und in seiner Bedeutung von anderen Konzepten abheben. Dennoch sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass das Konzept der Ernährungssouveränität nur eine von vielen Perspektiven im Umgang mit globalen Hungerproblematiken widerspiegelt. Die Begründung der Auswahl für diese Arbeit soll in diesem und im nächsten Kapitel deutlich werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die globale Herausforderung der Welternährung dar und führt in die Rolle der EU-Agrarpolitik als internationaler Akteur ein.
2. Methodisches und konzeptionelles Vorgehen: Das Kapitel erläutert das Forschungsdesign, insbesondere die Nutzung von Experteninterviews mit Vertretern relevanter Institutionen zur Bewertung der Agrarreform.
3. Die Welternährungssituation: Es wird der Status quo des globalen Hungers beschrieben und das Konzept der Ernährungssouveränität als theoretischer Rahmen und Gegenentwurf zur reinen Ernährungssicherheit eingeführt.
4. Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union: Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über die Geschichte und Architektur der EU-Agrarpolitik und analysiert die agrarpolitischen Kerninstrumente Exportsubventionen und Direktzahlungen.
5. Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union und die Welternährungssituation: Hier erfolgt eine kritische Analyse der Agrarreform 2013, der Bedeutung von Futtermittelimporten sowie weiterer Faktoren wie Spekulation oder Landgrabbing im Kontext der Welternährung.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels hin zu einer sozial und ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft.
Ernährungssouveränität, EU-Agrarpolitik, GAP, Welternährung, Exportsubventionen, Direktzahlungen, Ernährungssicherheit, Landgrabbing, Futtermittelimporte, Entwicklungspolitik, Agrarhandel, Nachhaltigkeit, Weltagrarbericht, Sojaimporte, Agrardumping
Die Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der exportorientierten Agrarpolitik der Europäischen Union auf die Welternährungssituation und das Konzept der Ernährungssouveränität.
Zentral sind die Analyse der agrarpolitischen Instrumente der EU, die Auswirkungen der Exportstrategie auf Entwicklungsländer und die Rolle der EU bei globalen Ressourcenfragen wie Sojaimporten.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der bisherigen EU-Agrarpolitik und der Ernährungssouveränität aufzuzeigen und die Reform 2013 aus entwicklungspolitischer Perspektive zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen und Forschungsinstitutionen.
Im Hauptteil werden die Mechanismen der EU-Agrarpolitik (Subventionen, Direktzahlungen) im Kontext der Reform 2013 sowie der Einfluss von Futtermittelimporten und weiteren externen Faktoren auf den Hunger im globalen Süden diskutiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ernährungssouveränität, Exportorientierung, Handelsverzerrung und entwicklungspolitische Verantwortung geprägt.
Die Experten kritisieren, dass die EU durch massive Sojaimporte für die heimische Intensivtierhaltung Flächen in Entwicklungsländern beansprucht, die für die direkte lokale Nahrungsmittelproduktion fehlen würden.
Die Experten beurteilen die Reform mehrheitlich als unzureichend, da sie keinen wirklichen Paradigmenwechsel darstellt, sondern lediglich an bestehenden Strukturen festhält und die problematische Exportorientierung nicht grundlegend korrigiert.
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