Bachelorarbeit, 2016
97 Seiten, Note: 1,5
Diese Arbeit befasst sich mit dem Königreich Westphalen und seiner Eigenschaft als Modellstaat sowie mit der in ihm erfolgten Emanzipation und rechtlichen Gleichstellung der Juden. Sie untersucht die allgemeine rechtliche und soziale Situation der Juden und die Judenpolitik in Frankreich und im Heiligen Römischen Reich vor der rheinbündischen Zeit, um die Ausgangslage zu beleuchten. Des Weiteren wird die Gründung, Zielsetzung und der Charakter des Königreichs Westphalen sowie die staatlichen Reformen, die in ihm stattfanden, analysiert. Schließlich wird die emanzipatorische Judenpolitik und rechtliche Gleichstellung im Königreich Westphalen, einschließlich der damit verbundenen Problematiken und Spannungsverhältnisse, detailliert betrachtet.
Das erste Kapitel beleuchtet die rechtliche und soziale Situation der Juden in Frankreich und im Heiligen Römischen Reich vor der rheinbündischen Zeit. Es zeigt die unterschiedlichen Lebensbedingungen der Juden in den jeweiligen Territorien und stellt die Ausgangslage vor der Emanzipation dar. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Königreich Westphalen als Modellstaat. Es geht auf die Gründung, Zielsetzung und den Charakter des Staates sowie auf die staatlichen Reformen ein, die in ihm stattfanden. Das dritte Kapitel analysiert die emanzipatorische Judenpolitik und rechtliche Gleichstellung im Königreich Westphalen. Es behandelt die Emanzipations- und Gleichstellungsgesetzgebung, die Motive und Gründe für die Emanzipationspolitik, die Neuregelung des Verhältnisses zwischen Staat und jüdischer Religionsgemeinschaft und die Hindernisse, Widerstände und Vorbehalte gegen die Emanzipationspolitik.
Die Arbeit konzentriert sich auf die rechtliche und soziale Situation der Juden, die Judenpolitik, die Emanzipation, die Gleichstellung, das Königreich Westphalen, den Modellstaat, die napoleonische Hegemonial- und Modellstaatenpolitik, die Emanzipations- und Gleichstellungsgesetzgebung, die staatlichen Motive und Gründe, das Konsistorium, die Hindernisse, Widerstände und Vorbehalte.
Napoleon gründete es als Musterstaat, um moderne französische Verwaltungsstrukturen, das konstitutionelle System und den Code Civil in Deutschland einzuführen und so den Fortschritt zu demonstrieren.
Durch das Emanzipationsedikt von 1808 erhielten Juden erstmals auf deutschem Boden die vollen Staatsbürgerrechte ohne Einschränkungen, was Westphalen zum Vorreiter machte.
Das Konsistorium in Kassel sollte die jüdische Religionsgemeinschaft nach staatlichem Vorbild organisieren, die Reform des Gottesdienstes fördern und die Integration in die Gesellschaft unterstützen.
Es gab sowohl gesellschaftliche Vorurteile als auch Widerstände aus konservativen Kreisen und Teilen der Bürokratie, die die plötzliche rechtliche Gleichstellung ablehnten.
Die Regelungen galten während des Bestehens des Königreichs von 1807 bis 1813. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurden viele Fortschritte im Zuge der Restauration wieder zurückgenommen.
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