Diplomarbeit, 2004
98 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Mobbing
2.1 Entstehung des Begriffs
2.2 Definition des Begriffs „Mobbing“
2.3 Der „Mobbing-Verlauf“
2.3.1 Fallbeispiel der Schweißerin Lena aus Schweden
2.3.2 Das Phasenmodell
2.4 Differenzierung der Begriffe „Mobbing“ und „Konflikt“
3. Allgemeine statistische Ergebnisse der Forschung
3.1 Die deutsche Mobbing-Studie
3.2 Das Ausmaß von Mobbing
3.2.1 Die Betroffenheit nach Geschlechtern
3.2.2 Die Betroffenheit nach Alter
3.2.3 Die Betroffenheit nach Berufsgruppen
3.3 Die Mobbing-Handlungen
3.4 Die Häufigkeit und die Dauer
3.5 Die Mobber
4. Die Folgen von Mobbing
4.1 Die Folgen für das Mobbing-Opfer
4.1.1 Überblick über statistische Ergebnisse
4.1.2 Physische und psychische Folgen
4.1.3 Folgen auf der sozialen Ebene
4.1.4 Das posttraumatische Stresssyndrom
4.2 Die Folgen für den Mobber
4.3 Die Folgen für den Betrieb
4.4 Die Folgen für die Gesellschaft
4.5 Überblick über mögliche rechtliche Folgen
5. Ursachen für Mobbing
5.1 Ursachen für die Opfer-Rolle
5.2 Ursachen für die Täter–Rolle
5.3 Ursachen im Betrieb
5.4 Ursachen in der Gesellschaft
6. Intervention
6.1 Eigenständige Bewältigungsmöglichkeiten seitens des Opfers
6.1.1 Die „innere Kündigung“
6.1.2 Die Eigenkündigung
6.1.3 Gesundheitserhaltende Maßnahmen
6.1.4 Stärkung des Selbstbewusstseins
6.1.5 Schaffung neuer beruflicher Perspektiven
6.2 Die persönliche Gegenwehr des Opfers
6.3 Bewältigung seitens des Opfers mit Unterstützung
6.3.1 Die Selbsthilfegruppe
6.3.2 Die Mobbing-Beratung
6.3.3 Rechtliche Schritte
6.3.4 Hilfe durch Therapie
6.3.5 Die Mediation und das Schlichtungsverfahren
6.3.6 Outplacement
6.4 Intervention auf betrieblicher Ebene
7. Prävention
7.1 Information und Aufklärung
7.2 Formelle Verfahrenswege/ Betriebsvereinbarungen
7.3 Schulung der Konfliktfähigkeit
7.4 Supervision und Moderation
7.5 Gestaltung der Arbeitsbedingungen
7.6 Coaching/ Führungskräftetraining
7.7 Führungsstil
7.8 Feedback der Mitarbeiter
8. Wirkungsmöglichkeiten der Sozialarbeit gegen Mobbing
8.1 Die betriebliche Sozialarbeit
8.2 Die Soziale Arbeit im Allgemeinen
8.3 Möglichkeiten eines Sozialpädagogen/-arbeiters
8.4 Anforderungen an einen Sozialpädagogen/ -arbeiter
9. Resümee
Diese Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz, analysiert dessen Ursachen und Folgen und beleuchtet Möglichkeiten der sozialarbeiterischen Prävention und Intervention, um Betroffenen effektiv zu unterstützen.
2.3.1 Fallbeispiel der Schweißerin Lena aus Schweden
Gleich nach ihrer Umschulung zur Schweißerin hatte Lena einen Arbeitsplatz gefunden. Entgegen ihrer Befürchtungen, dass es auf Grund ihres Geschlechts – sie war die einzige Frau unter Männern – vielleicht Schwierigkeiten hätte geben können, lief zunächst alles gut.
Nach etwa einem Monat bat sie der Werksmeister darum, in der Küche auszuhelfen, da dort zwei Mädchen krank geworden waren. Lena sprang vorerst in der Küche ein, hatte jedoch Bedenken, dass diese Ausnahmesituation zur Regel werden könnte. Genau so kam es dann auch.
Bei einem der nächsten Male, die der Meister sie in die Küche schickte, verweigerte Lena diesen Dienst und sagte „nein“. Ab diesem Zeitpunkt musste sie sich täglich Lästereien über ihre Person anhören und einige ihrer jüngeren Kollegen kniffen ihr im Vorbeigehen sogar in den Hintern.
Lena hatte das Gefühl, dass sie nicht an ihren Arbeitsplatz gehörte, dass ihre Kollegen sie in der Hand hatten und mit ihr machen konnten, was sie wollten. Auch von ihrem Meister fühlte sie sich gehasst, er ließ kein gutes Haar mehr an ihr. Lena hatte fortan Angst zur Arbeit zu gehen, morgens bekam sie Weinkrämpfe und Magenschmerzen.
1. Einleitung: Stellt die Relevanz des Themas Mobbing am Arbeitsplatz dar und erläutert die Zielsetzung dieser Diplomarbeit.
2. Mobbing: Definiert den Begriff Mobbing, erläutert dessen historischen Ursprung und beschreibt den Mobbing-Verlauf sowie die Abgrenzung zum Konflikt.
3. Allgemeine statistische Ergebnisse der Forschung: Analysiert statistische Daten zum Ausmaß, zu den Betroffenengruppen, Handlungsweisen und den Akteuren des Mobbings.
4. Die Folgen von Mobbing: Untersucht die Auswirkungen von Mobbing auf das Opfer, den Mobber, den Betrieb sowie die Gesellschaft und adressiert die rechtliche Situation.
5. Ursachen für Mobbing: Erforscht die Ursachen von Mobbing auf Ebene der Rollenverteilung, der betrieblichen Rahmenbedingungen und gesellschaftlicher Faktoren.
6. Intervention: Stellt verschiedene Interventionsmöglichkeiten für Betroffene und Betriebe zur Beendigung eines Mobbing-Prozesses vor.
7. Prävention: Beschreibt Maßnahmen, um Mobbing vorzubeugen, wie etwa Aufklärung, Führungskräftetraining und die Gestaltung der Arbeitsbedingungen.
8. Wirkungsmöglichkeiten der Sozialarbeit gegen Mobbing: Erläutert das Aufgabenfeld und die methodischen Ansätze der betrieblichen Sozialarbeit sowie die Anforderungen an Sozialpädagogen.
9. Resümee: Führt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die verschiedenen Ansätze zur Prävention und Intervention.
Mobbing, Arbeitsplatz, Sozialarbeit, Intervention, Prävention, Psychoterror, Betriebsklima, Konflikt, Betriebliche Sozialarbeit, Psychische Folgen, Mobbing-Opfer, Mobber, Arbeitsrecht, Beratung, Soziale Unterstützung
Die Arbeit beschäftigt sich mit Mobbing am Arbeitsplatz als komplexem psychosozialem Phänomen und untersucht insbesondere die Rolle der Sozialarbeit bei der Prävention und Intervention.
Zentrale Themen sind die Definition und der Verlauf von Mobbing, die Analyse von Ursachen und weitreichenden Folgen für Individuen und Betriebe sowie Lösungsansätze für Unternehmen und Sozialpädagogen.
Das Ziel ist es, den Mobbing-Prozess wissenschaftlich zu durchdringen und Maßnahmen aufzuzeigen, wie Sozialpädagogen Betroffene unterstützen und Betriebe präventiv gegen Mobbing vorgehen können.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse sowie der Auswertung von Repräsentativstudien zur Verbreitung und Auswirkung von Mobbing im deutschen Arbeitsleben.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Phänomens Mobbing, statistische Ergebnisse, die Untersuchung von Folgen für verschiedene Akteure, Ursachenforschung sowie detaillierte Interventions- und Präventionsstrategien.
Mobbing, Arbeitsplatz, Sozialarbeit, Interventionsstrategien, Prävention, Psychoterror, Betriebsklima, psychische Belastung und soziale Unterstützung.
Das Phasenmodell dient als theoretisches Gerüst, um den Verlauf von Mobbing-Attacken zu systematisieren und die Eskalation bis hin zur Arbeitsunfähigkeit zu verstehen.
Die Studie zeigt auf, dass ausgerechnet in sozialen Berufen häufige Mobbing-Vorfälle auftreten, was die Notwendigkeit unterstreicht, auch in diesen Bereichen die Kompetenzen für Konfliktlösung und professionelle Führung zu stärken.
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