Bachelorarbeit, 2016
98 Seiten, Note: 2,5
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Terminologie und Funktion von Tinder
2.2 Motive
2.3 Selbstdarstellung
2.4 Verhalten
2.5 Stand bisheriger Forschung
2.6 Zusammenfassung und Ausgangspunkt
3 Empirische Untersuchung
3.1 Beschreibung der Stichprobe
3.2 Methodik
3.2.1 Interviewleitfaden
3.2.2 Qualitative Interviews
3.3 Datenauswertung
3.4 Ablauf der Inhaltsanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Motive
4.2 Selbstdarstellungstendenzen
4.3 Verhalten
5 Diskussion
5.1 Bezug zu bestehenden Forschungsergebnissen
5.2 Gütekriterien
5.3 Reflexion des eigenen Vorgehens
8 Anhangsverzeichnis
8.1 Interviewleitfaden
8.2 Transkript 1
8.3 Transkript 2
8.4 Transkript 3
8.5 Transkript 4
8.6 Transkript 5
8.7 Transkript 6
8.8 Transkript 7
8.9 Transkript 8
8.10 Transkript 9
8.11 Transkript 10
8.12 Transkript 11
8.13 Transkript 12
8.14 Kodierung
Diese Bachelorarbeit untersucht explorativ die Motive, Selbstdarstellungstendenzen und das Nutzungsverhalten von Anwendern der Dating-App Tinder. Das primäre Ziel ist es, die Beweggründe der Nutzer zu verstehen und anhand qualitativer Interviews ein Modell zu entwickeln, das die Motive in Bezug auf die Bedürfnispyramide nach Maslow sowie die Selbstdarstellung mittels der Impression-Management-Theorie veranschaulicht.
2.1 Terminologie und Funktion von Tinder
Für das Smartphone oder das Tablet sind eine Vielzahl an Dating-Apps verfügbar und unterstützen Singles bei der Partnersuche. Die häufig kostenlosen Apps sind aber nicht nur auf die reine Partnervermittlung spezialisiert, sondern dienen auch zum Flirten und als Zeitvertreib. Dating-Apps sind eine logische Entwicklung unserer Zeit, denn die Menschen, und damit auch die Singles auf Partnersuche, werden zunehmend mobiler. Anstatt wie früher herkömmliche Singlebörse zu nutzen oder Kontaktanzeigen zu schalten, gibt es heute zahlreiche Apps für Smartphones. Neben kostenpflichtigen Anwendungen sind viele Apps gratis erhältlich.
Die Tinder-App wird auf das Smartphone runtergeladen. Im Anschluss muss ein Profil angelegt werden. Eine Registrierung ist nur mithilfe des eigenen Facebook Accounts möglich. Denn die App importiert zur Erstellung des Tinder-Profils Informationen wie hochgeladene Bilder, verwendete „Gefällt mir“-Angaben, Alter, Geschlecht und die Freundesliste aus Facebook. Der Anmeldeprozess ist damit bereits abgeschlossen. Zur weiteren Individualisierung kann optional ein kurzer Profiltext (maximal 500 Zeichen) verfasst werden. Dieser Text kann ausschließlich von Nutzern gelesen werden, die das eigene Profil aktiv besuchen und nach näheren Informationen suchen. Damit trägt der Profiltext nur gering zur Selbstdarstellung bei. Es können nachträglich weitere Fotos (aus anderen sozialen Netzwerken z. B. Instagram oder aus dem Smartphone-Speicher) hinzugefügt werden. Die Abb. 1 zeigt das Tinder-Profil aus der Sicht des Anwenders.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Bedeutung von Online-Dating und Dating-Apps wie Tinder im Kontext einer veränderten Gesellschaftsstruktur.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Tinder und bettet die untersuchten Variablen (Motive, Selbstdarstellung, Verhalten) in psychologische Modelle wie die Bedürfnispyramide nach Maslow und die Impression-Management-Theorie ein.
3 Empirische Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, insbesondere die Durchführung von zwölf qualitativen Interviews, deren Datenerhebung und die anschließende Inhaltsanalyse.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Analyse der Motive, Selbstdarstellungstendenzen und das Verhalten der befragten Nutzer auf Basis der kodierten Interviewdaten.
5 Diskussion: Das Kapitel diskutiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund bestehender Forschungsliteratur, reflektiert die Anwendbarkeit der Methodik und benennt Forschungsperspektiven.
Tinder, Online-Dating, Bedürfnispyramide, Motive, Selbstdarstellung, Impression-Management, Nutzerverhalten, qualitative Forschung, Inhaltsanalyse, Kontaktanbahnung, Smartphone, Dating-App, soziale Bedürfnisse, Match, Online-Kommunikation
Die Arbeit beschäftigt sich mit der explorativen Untersuchung der Dating-App Tinder und analysiert, warum Menschen sie nutzen, wie sie sich dort präsentieren und wie ihr tatsächliches Nutzungsverhalten aussieht.
Die zentralen Felder sind die Identifikation von Motivationsfaktoren (nach Maslow), Tendenzen der Selbstdarstellung (mittels Impression-Management-Theorie) und die Erfassung von Verhaltensweisen beim Swipen, Chatten und bei realen Treffen.
Das primäre Ziel ist es, die Motive der Tinder-Nutzer aufzudecken, ihre Selbstdarstellungsstrategien zu analysieren und ein Verständnis für das Nutzungsverhalten zu entwickeln, um diese Erkenntnisse in einem eigenen Modell abzubilden.
Die Autorin wendet ein qualitatives, halbstandardisiertes Interviewverfahren an. Die Auswertung der Daten erfolgt anschließend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse, um latente Sinngehalte im Material zu erschließen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens (Stichprobenauswahl, Leitfaden, Datenauswertung) und die systematische Darstellung der Ergebnisse aus den zwölf Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind Tinder, Online-Dating, Bedürfnispyramide nach Maslow, Impression-Management, Selbstdarstellung, Nutzertypen und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Bedürfnispyramide dient als theoretisches Fundament, um die individuellen Motive der Tinder-Nutzer zu explorieren. Die Ergebnisse aus den Interviews werden genutzt, um eine spezifische „Tinder-Pyramide“ abzuleiten.
Ja, die Studie zeigt Tendenzen auf, dass beispielsweise Frauen bei Profilfotos verstärkt mit Blickwinkeln arbeiten, während Männer häufiger materielle Statussymbole wie Autos in ihre Selbstdarstellung einbinden.
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