Bachelorarbeit, 2015
48 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung
1.1. Formen und Verortung im ICD-10 und DSM-5
1.2. Neurobiologische Überlegungen
1.3. Die Borderline-Persönlichkeitsorganisation nach Kernberg
1.3.1. Exkurs Freudsches Grundverständnis
1.3.2. Konzept
2. Die Dialektisch-Behaviorale Therapie für die Borderline-Persönlichkeitsstörung
2.1. BPS-Kriterien
2.2. Parasuizidales Verhalten
2.3. Die Weltsicht der DBT: Das Modell der Dialektik
2.4. Die biosoziale Theorie
2.5. Behandlungselemente
2.6. Verhaltensziele
3. Soziale Arbeit im psychosozialen Kontext
3.1. Begriff Sozialpsychiatrie
3.2. Aufgaben und Methoden Sozialer Arbeit im klinischen Kontext
3.3. Soziale Arbeit mit Borderline-Erkrankten
3.3.1. Unterstützungsmöglichkeiten
3.3.2. Position und Arbeitsweise innerhalb der Dialektisch-Behavioralen Therapie
Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) im Kontext der klinischen Sozialarbeit und analysiert, wie die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) als wirksames Stützwerk für Betroffene eingesetzt werden kann. Ziel ist es, ein Verständnis für die Störung, die therapeutischen Ansätze und die spezifischen Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit zu vermitteln.
1.3.2. Konzept
Das Hauptaugenmerk der Borderline-Persönlichkeitsorganisation nach Kernberg liegt vor allem auf einer Charakteristischen Ich-Störung, welche unter deskriptiven, strukturellen und genetisch-dynamischen Aspekten analysiert wird (vgl. Kernberg 1983, S.26). Diese Ich-Störung hängt vor allem mit dem Begriff der Spaltung zusammen, ein Abwehrmechanismus nach Freud. Dieser verhält sich so: Während des Säuglingsalters stellt der Prozess der Spaltung ein entwicklungspsychologisches Zwischenstadium dar. Hierbei wird die Mutter in zwei unabhängige Persönlichkeiten gespalten; in die „gute“ Mutter und die „böse“ Mutter. Das liegt daran, dass Säuglinge in dieser Entwicklungsstufe noch nicht dazu fähig sind, „gut“ und „böse“ in einer Person zu sehen. Die liebevolle umsorgende Mutter wird also von der Mutter, die das Kind verlässt, da sie nicht allgegenwärtig bei ihrem Kind sein kann, gespalten (vgl. Rohde-Dachser 2004, S.69).
Im weiteren Entwicklungsverlauf lösen sich diese polarisierenden Anteile auf und die „nur gut“ und „nur böse“ Konstellation zerfällt. Das Kind sieht während seiner Ich-Werdung eine Mutter die gleichzeitig Gutes aber auch Böses tun kann und erfährt Gefühle wie Wiedergutmachung, Freude, Trauer und Wut in einer Person. Eine reife „Ich-Identität“ entsteht, die Entwicklungsaufgabe ist erfolgreich gelöst worden Bei Borderline-Patienten ist die Lösung dieser Aufgabe nie geschehen; es kommt zu einer Regression auf dieser Ebene (vgl. Bohus 2002, S. 3). So werden auch im Erwachsenenalter
1. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung: Dieses Kapitel erläutert das Krankheitsbild, die diagnostische Einordnung in ICD-10 und DSM-5 sowie neurobiologische und psychoanalytische Erklärungsansätze.
2. Die Dialektisch-Behaviorale Therapie für die Borderline-Persönlichkeitsstörung: Hier werden die Grundlagen der DBT nach Marsha M. Linehan, ihre Kriterien, die dialektische Weltsicht sowie die spezifischen Behandlungselemente und Ziele beschrieben.
3. Soziale Arbeit im psychosozialen Kontext: Dieser Abschnitt befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit in der Psychiatrie und zeigt auf, wie Ansätze wie Lebensweltorientierung, Empowerment und Recovery mit der DBT kombiniert werden können.
Borderline-Persönlichkeitsstörung, BPS, Dialektisch-Behaviorale Therapie, DBT, Soziale Arbeit, Sozialpsychiatrie, Emotionsregulation, Skill-Training, Borderline-Persönlichkeitsorganisation, Otto F. Kernberg, Marsha M. Linehan, Parasuizidales Verhalten, Achtsamkeit, Lebensweltorientierung, Empowerment.
Die Arbeit behandelt die Borderline-Persönlichkeitsstörung und deren therapeutische Behandlung mittels der Dialektisch-Behavioralen Therapie im Kontext der Sozialen Arbeit.
Die Schwerpunkte liegen auf der klinischen Einordnung der BPS, dem DBT-Konzept, den neurobiologischen Aspekten und der methodischen Unterstützung durch Sozialarbeiter.
Ziel ist es, Fachkräften und Interessierten ein fundiertes Verständnis für die Krankheit und die Möglichkeiten zu vermitteln, wie die Soziale Arbeit als stabiles Stützwerk im Rahmen der DBT wirken kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die eine Literaturanalyse der psychologischen und sozialarbeiterischen Fachliteratur nutzt, um die Kompatibilität von DBT und klinischer Sozialarbeit aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der BPS-Theorien, die detaillierte Beschreibung der DBT-Module sowie eine Analyse der sozialarbeiterischen Methoden im psychiatrischen Kontext.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie BPS, DBT, Emotionsregulation, Skill-Training und klinische Sozialarbeit charakterisiert.
Da die Therapie oft eine hohe Abbruchrate aufweist, unterstützt die Soziale Arbeit durch Alltagsbezug, Krisenintervention und Kontinuität, um die Patienten zur Skill-Anwendung zu ermutigen.
Das Modell fördert eine optimistische, wertschätzende Grundhaltung im Behandlungsteam, die den Fokus auf Besserung und Lebensqualität statt auf die vermeintliche Unheilbarkeit legt.
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