Diplomarbeit, 2016
72 Seiten, Note: 1,5
2 Notwendigkeit von Qualitätsprüfungen sowie der verständlichen Darstellung der Ergebnisse
2.1 Interessenkonflikte
2.2 Informationsbedürfnis der Bevölkerung
3 Rahmenbedingungen der Diplomarbeit
3.1 Zielsetzung
3.2 Wissenschaftlich-methodisches Vorgehen
4 Definitionen und Fokussierung
4.1 Definition „Qualität“
4.2 Fokussierung auf die Darstellung von Qualität für die Bevölkerung
4.3 Fokussierung auf die Regelprüfung
4.4 Definition „Kundenzufriedenheit“
5 Darstellung der derzeitigen Qualitäts-prüfungen in Deutschland
5.1 Die gesetzlichen Grundlagen der Qualitätsprüfungen
5.2 Die Paragraphen im Einzelnen
6 Regularien des MDS zur Regelprüfung
7 Der Ablauf einer Regelprüfung
8 Kritik an der aktuellen Prüfpraxis
8.1 Kritik aus allen Richtungen
8.2 Moratorium Pflegenoten
9 Die Reformpläne der Bundesregierung – ein langer Weg
10 Blick ins Ausland
10.1 Großbritannien
10.1.1 Der englische Weg zum Rating
10.1.2 Kritik an der CQC und ihrer Arbeitsweise
10.1.3 Mögliche Lehren aus dem Beispiel Großbritannien für die deutsche Praxis
10.2 Österreich
10.3 Schweiz
10.3.1 Die persönliche Bestenliste
10.3.2 Mögliche Lehren aus dem Beispiel Schweiz für die deutsche Praxis
10.4 USA
10.4.1 Medicares Reflexion des Five-Star Ratings
10.4.2 Kritische Würdigung der Reflexion
10.4.3 Mögliche Lehren aus dem Beispiel USA für die deutsche Praxis
11 Kritische Würdigung alternativer Ideen zur Auswahl einer Pflegeeinrichtung
11.1 Checkliste des DBfK
11.2 „Heimverzeichnis“
11.3 Der saarländische FQB
11.4 Die Weisse (sic!) Liste
11.5 Online-Bewertungsportale
11.6 Konstruktiver Vorschlag des Moratorium Pflegenoten
12 Empfehlungen
12.1 Zum finanziellen Aspekt
12.2 Zum Aspekt der Unabhängigkeit
12.3 Zum Aspekt der Notendifferenzierung
12.4 Zum zeitlichen Aspekt
12.5 Zur Erweiterung der Blickwinkel
12.6 Zum Umgang mit Kritik
12.7 Zu Einschränkungen in der Verwendung der Zufriedenheitsbefragung
12.8 Fehler, die zu vermeiden sind
13 Ausblick
14 Lessons Learned
Ziel dieser Arbeit ist es, das bestehende System der Qualitätskontrollen in deutschen Einrichtungen der stationären Altenhilfe kritisch zu hinterfragen und durch einen internationalen Vergleich Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie Qualitätsprüfungen künftig sinnvoller, unabhängiger und zielgerichteter für die Bevölkerung gestaltet werden können, um eine bessere Entscheidungsgrundlage bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung zu bieten.
10.1 Großbritannien
Im Vereinten Königreich zeichnet mit der Care Quality Commission (CQC) eine komplett unabhängige Institution für die Überprüfung der Pflegequalität in den Heimen verantwortlich. Aber nicht nur die Altenhilfeeinrichtungen befinden sich hier auf dem Prüfstand: Sämtliche Pflege- und Gesundheitseinrichtungen des Landes müssen bei dieser Kommission registriert sein, die sie alle regelmäßigen Kontrollen unterzieht.
Dabei wird, ebenso wie in Deutschland, eine Qualitätsbeurteilung vorgenommen, die von den Briten als „Rating“ bezeichnet wird. Die Güte der Qualität wird in vier mögliche Stufen eingeteilt (vgl. Abb. 1).
Erreicht eine Einrichtung im Rating lediglich ein „Requires Improvement“ oder sogar nur ein „Inadequate“, so erhält sie von der CQC Auflagen, die zu erfüllen sind; im Extremfall wird eine schlechte Einrichtung auch geschlossen (ebenda).
Die Frequenz der Überprüfungen richtet sich nach dem zuletzt erreichten Beurteilungsergebnis: Einrichtungen, welche ein „outstandig“ erreichen konnten, werden erst nach etwa zwei Jahren erneut kontrolliert. Wer ein „good“ erhalten hat, kann nach 18 Monaten mit dem nächsten Besuch der CQC rechnen. Eine Einrichtung, in welcher nur ein „requires improvement“ festgestellt werden konnte, wird in einem Jahr mit einer Revision wieder überprüft. Bei wem es lediglich zu einem „inadequate“ gereicht hat, erscheint die CQC bereits nach sechs Monaten aufs Neue.
2 Notwendigkeit von Qualitätsprüfungen sowie der verständlichen Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel erläutert die unterschiedlichen Interessen von Kostenträgern und Bewohnern und unterstreicht die Bedeutung von Qualität als subjektives Empfinden.
3 Rahmenbedingungen der Diplomarbeit: Hier werden die Zielsetzung und das methodische Vorgehen definiert, insbesondere der Fokus auf einen internationalen Vergleich mittels Literaturanalyse.
4 Definitionen und Fokussierung: Es werden grundlegende Begriffe wie Qualität und Kundenzufriedenheit im Kontext der stationären Pflege geklärt und der Untersuchungsrahmen eingegrenzt.
5 Darstellung der derzeitigen Qualitäts-prüfungen in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die gesetzlichen Rahmenbedingungen des SGB XI und die Rolle des MDK als Prüfinstanz.
6 Regularien des MDS zur Regelprüfung: Hier werden die verbindlichen Richtlinien des MDS, insbesondere die Qualitätsprüfungs-Richtlinien und die Transparenzvereinbarung, thematisiert.
7 Der Ablauf einer Regelprüfung: Der praktische Prozess einer MDK-Prüfung vor Ort, von der Ankündigung bis zur Erstellung der Note, wird detailliert dargestellt.
8 Kritik an der aktuellen Prüfpraxis: Ein zentrales Kapitel, das die massive Kritik an der bürokratischen Prüflogik und dem Notensystem zusammenfasst.
9 Die Reformpläne der Bundesregierung – ein langer Weg: Die historischen Bemühungen und gesetzlichen Neuregelungen durch die Pflegestärkungsgesetze werden reflektiert.
10 Blick ins Ausland: Ein Ländervergleich der Ansätze in Großbritannien, Österreich, der Schweiz und den USA zur Qualitätsdarstellung.
11 Kritische Würdigung alternativer Ideen zur Auswahl einer Pflegeeinrichtung: Verschiedene deutsche Ansätze wie das Heimverzeichnis oder die Weisse Liste werden auf ihre Tauglichkeit geprüft.
12 Empfehlungen: Zusammenstellung von Reformvorschlägen für ein zukünftiges deutsches System basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen.
13 Ausblick: Eine abschließende Einschätzung zur Zukunft der Qualitätskontrollen unter Berücksichtigung politischer und praktischer Herausforderungen.
14 Lessons Learned: Reflektion über den Prozess der Informationsbeschaffung und methodische Lehren aus der Erstellung dieser Arbeit.
Altenhilfe, Pflegequalität, Qualitätsprüfung, MDK, Pflegenoten, Qualitätssicherung, Transparenz, stationäre Pflege, Bewohnerzufriedenheit, Gesundheitswesen, Pflegestärkungsgesetz, internationale Vergleichsstudie, Benchmarking, Pflegemanagement, Dokumentationsaufwand.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Kritik an den aktuellen Qualitätsprüfungen in der deutschen stationären Altenhilfe und sucht nach Wegen für eine sinnvollere und transparentere Darstellung von Pflegequalität.
Zentrale Themen sind die Analyse des deutschen MDK-Prüfsystems, der Vergleich mit internationalen Qualitätsmodellen und die Bewertung alternativer Ideen wie Checklisten oder Bewertungsportale.
Das Hauptziel ist es, Möglichkeiten für ein neues Vorgehen aufzuzeigen, das die Qualität für die Bevölkerung aussagekräftiger darstellt und bürokratische Lasten reduziert.
Es wurde eine ausführliche Literaturanalyse der Systeme in Großbritannien, Österreich, der Schweiz und den USA durchgeführt, ergänzt durch gezielte Anfragen bei internationalen Fachinstitutionen.
Der Hauptteil analysiert die Schwachstellen der aktuellen Prüfpraxis, die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland und stellt die unterschiedlichen internationalen Lösungswege gegenüber.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Qualitätssicherung, MDK-Prüfungen, Pflegenoten, Transparenz und Bewohnerorientierung in der Altenpflege definieren.
Kritiker bemängeln, dass Noten eher bürokratische Formalien abbilden als die tatsächliche Pflegequalität und dass durch die hohe Notendichte kaum eine differenzierte Entscheidungshilfe für Laien möglich ist.
Empfohlen werden unter anderem eine Entkoppelung von Prüfinstanz und Kostenträgern, eine stärkere Gewichtung von Bewohnerfeedback und die Nutzung differenzierter Bewertungsmodelle wie einem Sterne-System.
Die Arbeit sieht den Einsatz des NBA kritisch, da es trotz des Versprechens einer besseren Berücksichtigung psychischer Aspekte in der Praxis bisher nicht die erhoffte Entlastung oder Qualitätssteigerung bietet.
Da individuelle Bedürfnisse bei der Heimauswahl sehr unterschiedlich sind, ermöglichen persönliche Gewichtungen, dass Interessenten die Faktoren priorisieren können, die für ihre individuelle Lebensqualität am wichtigsten sind.
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