Diplomarbeit, 2004
140 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Geschichte des Kinos
3. Grundsätzliche Anforderungen
3.1 Akustik
3.2 Beschallung
3.3 Bestuhlung
3.4 Bildwand
3.5 Klimatisierung
4. Technische Grundlagen
4.1 Filmspeichermedien
4.1.1 Analog
4.1.1.1 Das Material
4.1.1.2 Die Farbe
4.1.1.3 Das Format
4.1.2 Digital
4.1.2.1 MPEG-2
4.1.2.2 Digital Versatile Disc (DVD)
4.1.2.3 Server-Modelle
4.2 Soundsysteme
4.2.1 Nadelton
4.2.2 Magnetton
4.2.3 Lichtton
4.2.4 Digitalton
4.2.5 Sonics
4.2.6 THX
4.2.7 Wellenfeldsynthese
4.3 Projektionssysteme
4.3.1 Analoge Filmprojektoren
4.3.2 Elektronische Bilderzeugungssysteme
4.3.2.1 Qualitätskriterien
4.3.2.2 CRT-Projektoren
4.3.2.3 Laser-Projektion
4.3.2.4 GLV (Grating Light Valve)
4.3.2.5 LCD-Projektion
4.3.2.6 D-ILA (Direct Drive Image Light Amplifier)
4.3.2.7 DLP (Digital Light Processing)
4.4 Steuerungstechnik und Zubehör
4.4.1 Kinoprozessoren
4.4.2 Lautsprecher
4.4.3 Filmtransporttechnik
4.4.4 Automation/ Bedienpanels
4.4.5 Objektive
4.4.6 Lampen
5. Organisatorische Grundlagen
5.1 Filmverleih
5.2 Filmlagerung und –versand
5.3 Marketing
5.4 Programmplanung
5.5 Werbung
6. Gegenwärtige Situation des Kinos
6.1 Struktur der Kinosäle in Deutschland
6.2 Situation und Einfluss der Multiplex-Center
6.3 Situation des Programmkinos
6.4 Konkurrenz durch Heimkino
6.4.1 Home-Cinema: Stand der Technik
6.4.2 Pay-TV und Digitales Fernsehen
6.4.3 Filmpiraterie
7. Chancen und Risiken durch Digitales Kino
7.1 Digital Cinema
7.1.1 Das Konzept des digitalen Kinos
7.1.2 Interessenlage der Filmbranche
7.1.3 Chancen für die Kinobetreiber
7.1.4 Risiken und Probleme des D-Cinema
7.1.5 Strategien zur Einführung von D-Cinema
7.1.5.1 Digital Rights Management (DRM)
7.1.5.2 Standardisierung
7.1.5.3 Finanzierungsmodelle
7.1.5.4 Forschung
7.1.6 Entwicklungsstand
7.2 Electronic Cinema
7.2.1 Digitale Kinowerbung
7.2.2 Risiken bei E-Cinema
7.2.3 Beispielprojekte
8. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die aktuelle Krise der Kinobranche und untersucht, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Filmtheatern beitragen können, wobei ein besonderer Fokus auf dem Potential durch Digital Cinema und Electronic Cinema liegt.
4.1.1.1 Das Material
In der Anfangszeit der Fotografie dienen Glasplatten als Trägermaterial für die fotografische Schicht. Für die Kinematografie benötigt man jedoch einen leichten, biegsamen und unzerbrechlichen Schichtträger. Da moderne Kunststoffe noch nicht bekannt sind, verwendet man Zellstoff als Basismaterial für den Schichtträger. In Verbindung mit Nitrat ist es die Grundlage für den „Nitrofilm“. Nitrocellulose ist jedoch leicht entflammbar und bildet besonders heiße Stichflammen. Bei flammenloser Zersetzung entwickelt es giftige, brennbare und, in Verbindung mit Luft, knallfähige Gase. Heute fällt Nitrocellulose in manchen Ländern als „Schießbaumwolle“ sogar unter das Sprengstoffgesetz.
Trotz vieler Unfälle wird Nitrocellulose erst Anfang der 50er Jahre vom so genannten „Sicherheitsfilm“ abgelöst. Dieser hat eine Basis aus Acetylcellulose (früher Cellulose-Biacetat, heute: Cellulose-Triacetat) und ist schwer entflammbar. Seit den 80er Jahren werden Schichtträger aus Polyester (PE) hergestellt. Heutzutage bestehen alle Filme aus einem dieser beiden Materialien. In der folgenden Gegenüberstellung werden ihre Vor- und Nachteile und die daraus resultierenden Anwendungsgebiete erläutert:
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die aktuelle Krise der Kinobranche und erläutert die Motivation sowie Zielsetzung, einen Überblick über den Stand der Kinotechnik und notwendige Strategien zur Krisenbewältigung zu geben.
2. Geschichte des Kinos: Es wird die technologische Entwicklung des Films vom Kinetoskop über den Tonfilm bis hin zu Breitwandformaten skizziert, um Parallelen zu heutigen Herausforderungen aufzuzeigen.
3. Grundsätzliche Anforderungen: Dieses Kapitel behandelt die architektonischen und technischen Mindestvoraussetzungen für einen Kinosaal, wie Raumakustik, Schallisolation, Bestuhlung und Klimatisierung.
4. Technische Grundlagen: Die Arbeit geht tief in die Details von Bild- und Tontechnik, einschließlich Speichermedien, analoger und digitaler Projektoren, sowie moderner Steuerungstechnik.
5. Organisatorische Grundlagen: Hier werden die geschäftlichen Prozesse beleuchtet, insbesondere die Kooperation zwischen Filmverleih und Kinobetreiber sowie Marketing- und Werbestrategien.
6. Gegenwärtige Situation des Kinos: Eine detaillierte Bestandsaufnahme des deutschen Kinomarktes, bei der die unterschiedlichen Konzepte von Multiplex-Centern und Programmkinos gegenübergestellt werden.
7. Chancen und Risiken durch Digitales Kino: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Einführung von D-Cinema und E-Cinema, inklusive Finanzierungsmodellen, Standardisierung und der Rolle von DRM.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der technologischen und wirtschaftlichen Aspekte und wagt eine Prognose für die Entwicklung ab 2005.
Kinotechnik, digitales Kino, Projektion, Soundsysteme, Filmverleih, Multiplex, Programmkino, D-Cinema, E-Cinema, Filmkopie, Kinobetrieb, Medientechnik, Bildqualität, Standardisierung, Kinowirtschaft.
Die Diplomarbeit untersucht die Anforderungen und Herausforderungen, mit denen Kinobetreiber in Zeiten sinkender Besucherzahlen konfrontiert sind, und analysiert Potentiale neuer Technologien.
Die Arbeit deckt die Kinotechnik, organisatorische Grundlagen des Kinobetriebs sowie die wirtschaftliche Situation und die Auswirkungen digitaler Projektion auf die Branche ab.
Ziel ist es, einen Überblick über den Stand der Technik zu geben und Strategien aufzuzeigen, wie Kinos durch Investitionen und Anpassungen wettbewerbsfähiger werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die technische Auswertung bestehender Systeme, untermauert durch statistische Daten und Studien (z.B. von der FFA).
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen der Kinotechnik, organisatorische Abläufe der Betriebsführung sowie eine Analyse der Chancen und Risiken bei der Umstellung auf digitales Kino.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kinotechnik, digitales Kino, D-Cinema, E-Cinema und Wettbewerbsfähigkeit maßgeblich geprägt.
D-Cinema bezeichnet die digitale Komplettlösung in kinotauglicher Qualität, während E-Cinema als Untermenge gilt, die auch weniger hochwertige Inhalte (z.B. Sport, Musik, Werbung) umfasst.
Ohne einheitliche Standards besteht die Gefahr einer extrem teuren Systemvielfalt, die den Kinobetreibern die Amortisation erschwert und Hersteller verunsichert.
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