Bachelorarbeit, 2014
31 Seiten, Note: 2,3
Die vorliegende Arbeit untersucht die Literaturzensur im Franquismus und in der DDR. Sie analysiert die Methoden der Zensur und die kreativen Umgehungsstrategien von Autoren, die unter diesen Bedingungen ihre Werke veröffentlichten. Zwei exemplarische Werke stehen im Fokus der Untersuchung: „Cinco horas con Mario“ von Miguel Delibes und „Die neuen Leiden des jungen W.“ von Ulrich Plenzdorf. Die Arbeit beleuchtet, wie die Autoren trotz der Zensur Kritik am herrschenden System übten und welche politischen Hintergründe eine Rolle spielten.
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Literaturzensur ein und skizziert die historischen und gesellschaftlichen Hintergründe der Zensur im Franquismus und in der DDR. Im zweiten Kapitel wird die Literaturzensur im Franquismus anhand des Beispiels „Cinco horas con Mario“ näher beleuchtet. Dabei werden die Protagonisten Carmen und Mario als Verkörperungen der „dos Españas“ analysiert, die Liberalisierung des Regimes aus Carmens Perspektive beleuchtet und die Kritik am herrschenden Frauenbild im Franquismus untersucht. Das dritte Kapitel widmet sich der Literaturzensur in der DDR, exemplarisch am Werk „Die neuen Leiden des jungen W.“. Hier wird Edgars Protest gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR analysiert, die Intertextualität des Werks zum „Werther“ beleuchtet und die Wirkung des Buches auf die BRD und die DDR untersucht. Das vierte Kapitel vergleicht die Zensursysteme in Spanien und der DDR, indem es Parallelen und Differenzen in der Zensur und in deren Umgehungsmethoden herausarbeitet. Das fünfte Kapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und formuliert Schlussfolgerungen.
Literaturzensur, Franquismus, DDR, „Cinco horas con Mario“, Miguel Delibes, „Die neuen Leiden des jungen W.“, Ulrich Plenzdorf, „dos Españas“, apertura, Intertextualität, Kritik am System, Umgehungsmethoden, Parallelen und Differenzen, Geschichte der Zensur, Zensurgeschichte.
Im Franquismus gab es eine offizielle staatliche Zensur, während in der DDR ein „Druckgenehmigungsverfahren“ zur Kontrolle der Literatur genutzt wurde.
Er nutzte eine Protagonistin, die vordergründig die franquistischen Konventionen verkörperte, um subtile Kritik am System und Frauenbild zu üben.
In „Die neuen Leiden des jungen W.“ dient der Bezug auf Goethes Werther als subtile Kritikform an den gesellschaftlichen Verhältnissen der DDR.
Regelverstöße wurden mit Nichtpublikation, hohen Strafen, Zwangsarbeit oder sogar Ausweisung geahndet.
Nach anfänglicher Ablehnung wurde es 1972 nach der Liberalisierung unter Honecker zuerst in der Zeitschrift „Sinn und Form“ abgedruckt.
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