Magisterarbeit, 2009
92 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung – Forschungsstand, Quellen und Fragestellung
2. Die makedonische Militärorganisation
2.1 Die Hetairenreiterei
2.2 Die Pezhetairen
2.3 Die Hypaspisten und andere Hilfstruppen aus dem griechischen Raum
3. Die Quellenbenennungen einheimischer Truppenverstärkungen während des Asienfeldzuges chronologisch zusammengefasst
3.1 Hyrcanien
3.2 Artacoana
3.3 Arachosien
3.4 Bactra
3.5 Sogdiana
3.6 Aornosfelsen und Indus
3.7 Taxila
3.8 Hydaspes
3.9 Nach der Schlacht am Hydaspes
3.10 Sundracae und Pattala
3.11 Susa und Babylon
4. Asiatische „Sondereinheiten“ anhand zweier Beispiele
4.1 Die Epigonen
4.2 Die Eingliederung indischer Elefanten in die makedonische Armee
5. Die Bedeutung asiatischer Einheiten in militärischen Operationen anhand zweier Beispiele
5.1 Der Kampf um den Aornosfelsen
5.2 Die Bedeutung asiatischer Truppenteile in der Schlacht am Hydaspes
5.2.1 Der Schlachtverlauf am Hydaspes im Jahre 326 v. Chr.
5.2.2 Die in die Schlacht am Hydaspes involvierten asiatischen Truppenteile
5.2.3 Die militärische Bedeutung der asiatischen Truppenteile in der Schlacht am Hydaspes
6. Analyse der asiatischen Truppenteile von Hyrcania bis Pattala
6.1 Der Aufbau und die Bewaffnung
6.1.1 Die Kavallerie
6.1.2 Die Infanterie
6.2 Die Kommandeure
6.2.1 Die einheimischen Kommandeure
6.2.2 Die makedonischen Kommandeure
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung asiatischer Truppenteile in der makedonischen Armee unter Alexander dem Großen, wobei insbesondere deren Integration, ihr militärischer Nutzen sowie die Auswirkungen auf Training und Führung analysiert werden.
1. Einleitung – Forschungsstand, Quellen und Fragestellung
„There are books dealing with Alexander`s principal battles and campaigns, books dealing with his generalship and with limited aspects of the army, but no book dealing with the army as such. The reasons for this are not hard to find. We only know the details of Alexander`s reign from a small number of works written some centuries after the events they describe.” Mit diesen Worten beschrieb Nicholas Sekunda vor wenigen Jahren den Forschungsstand zur makedonischen Armee unter Alexander dem Großen. Es wurde zwar in der Forschung bereits früh das taktische Genie Alexanders des Großen und die Schlagkraft der makedonischen Armee sowie deren Überlegenheit gegenüber ihren Feinden hervorgehoben, jedoch wurden die genaue Gliederung und Zusammensetzung dieser Militärmaschinerie fast immer nur als Teilaspekte untergeordnet unter anderen weitergehenden Fragestellungen erörtert. Ein besonders interessanter Aspekt ist daher die Frage nach dem Anteil von asiatischen Truppenteilen in der Armee Alexanders. Inwieweit wurden solche Truppen im Laufe des Feldzuges von Alexander nach der Schlacht von Gaugamela im Jahre 331 v. Chr. in die makedonische Armee integriert? Um einen besseren Einblick in diese Thematik zu erhalten, sollen zunächst der Forschungsstand zur makedonischen Armee, Hinweise in der Literatur zu asiatischen Truppenteilen im Alexanderheer und die relevanten Quellen genauer skizziert werden.
Als einige der wenigen, die sich mit der makedonischen Armee genauer befasst haben, sind insbesondere Helmut Berve und Nicholas Sekunda zu nennen. In seinem Werk aus dem Jahre 1926 beschäftigte sich Berve im ersten Band mit dem Titel „Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage“ auf 114 Seiten ausführlich mit der Gliederung des makedonischen Heeres, dessen einzelnen Bestandteilen und Anteilen an orientalischen und technischen Truppen. Dabei griff er auch auf die älteren Untersuchungen von Hans Droysen zurück und verglich diese detailliert mit den Aussagen von Arrian, was ihn zu mehreren Korrekturen der Organisation der Pezhetairen führte.
1. Einleitung – Forschungsstand, Quellen und Fragestellung: Diese Einleitung beleuchtet den bisherigen wissenschaftlichen Forschungsstand zur makedonischen Armee und stellt die Forschungsfrage nach der Integration und Bedeutung asiatischer Einheiten.
2. Die makedonische Militärorganisation: Das Kapitel bietet eine grundlegende Übersicht über die Entwicklung der makedonischen Militärorganisation unter Philipp II. und Alexander sowie die Ausrüstung der Kerntruppen.
3. Die Quellenbenennungen einheimischer Truppenverstärkungen während des Asienfeldzuges chronologisch zusammengefasst: Hier wird der historische Verlauf der Integration asiatischer Truppen von Hyrcanien bis nach Babylon anhand der antiken Quellen chronologisch nachvollzogen.
4. Asiatische „Sondereinheiten“ anhand zweier Beispiele: Dieses Kapitel analysiert spezifisch die Einheit der Epigonen sowie die strategische Eingliederung von indischen Elefanten in die Armee.
5. Die Bedeutung asiatischer Einheiten in militärischen Operationen anhand zweier Beispiele: Anhand der Eroberung des Aornosfelsens und der Schlacht am Hydaspes wird der operative Wert asiatischer Einheiten bei konkreten Kampfhandlungen bewertet.
6. Analyse der asiatischen Truppenteile von Hyrcania bis Pattala: Abschließend werden Aufbau, Bewaffnung und die Kommando-Strukturen der asiatischen Truppen zusammenfassend analysiert.
7. Zusammenfassung: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über die Rolle der asiatischen Einheiten und deren Beitrag zu Alexanders militärischen Erfolgen.
Alexander der Große, makedonische Armee, asiatische Truppenteile, Hetairenreiterei, Pezhetairen, Hypaspisten, Integration, Quellenlage, Arrian, Schlacht am Hydaspes, Aornosfelsen, Epigonen, Elefanten, militärische Schlagkraft, Logistik
Die Arbeit befasst sich mit der Integration und der militärischen Rolle von asiatischen Truppenteilen, die im Zuge des Alexanderfeldzuges in die ursprünglich makedonisch-griechische Armee aufgenommen wurden.
Im Zentrum stehen die Gliederung der makedonischen Armee, die chronologische Dokumentation der asiatischen Verstärkungen sowie deren taktische Verwendung in spezifischen militärischen Operationen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, in welchem Maße asiatische Einheiten tatsächlich in die Armee integriert wurden und welche Auswirkungen dies auf die militärische Schlagkraft und Führung des Heeres hatte.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Quellenkritik und der Analyse antiker Geschichtsschreiber wie Arrian, Diodor, Curtius Rufus und Plutarch, ergänzt durch moderne militärhistorische Forschung.
Der Hauptteil analysiert die Quellenlage chronologisch, untersucht Sondereinheiten wie die Epigonen und indische Elefanten und bewertet zwei konkrete Fallbeispiele: die Eroberung des Aornosfelsens und die Schlacht am Hydaspes.
Zentrale Begriffe sind Alexander der Große, makedonische Phalanx, asiatische Verstärkungen, militärische Integration, Quellenanalyse und die strategische Rolle der asiatischen Kavallerie.
Die Epigonen werden als eine massiv aufgestellte Einheit von ca. 30.000 jungen Persern gesehen, deren tatsächlicher militärischer Einsatz jedoch historisch nicht belegt ist und die eher als Instrument einer beabsichtigten kulturellen und politischen Fusion interpretiert werden.
Die Analyse ergibt, dass Elefanten hauptsächlich als Last- und Transporttiere genutzt wurden; ihr Einsatz als Kriegselefanten im makedonischen Heer selbst ist historisch nicht zweifelsfrei dokumentiert.
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