Doktorarbeit / Dissertation, 2008
234 Seiten, Note: magna cum laude
1 Einleitung
1.1 Forschungsgegenstand
1.2 Vorgehensweise und Aufbau
2 Grundlagen
2.1 Einführung und Einordnung
2.1.1 Forschungsschwierigkeiten
2.1.2 Forschungszielsetzungen
2.1.3 Definitionen und Abgrenzungen
2.1.4 Systemcontrolling und -management
2.2 Kennzahlen und Kennzahlensysteme
2.2.1 Kennzahlen
2.2.2 Kennzahlensysteme
2.3 Informationen und Informationssysteme
2.3.1 Informationen
2.3.2 Informationssysteme
2.4 Historische Entwicklung
2.4.1 Historie der Kennzahlen- und Informationssysteme
2.4.2 Total Approach, Erklärungsansätze und Tendenzen
2.5 Entscheidung und Führung
2.5.1 Entscheidungstheorie
2.5.2 Führungsunterstützung
2.6 Informationsmanagement
2.6.1 Konzept des Informationsmanagements
2.6.2 Management der Informationswirtschaft
2.6.3 Management der Informationsverarbeitung
2.6.4 Management der Informationssysteme
2.6.5 Management der Informationstechnologie
3 Typologien von Kennzahlen- und Informationssystemen
3.1 Definition und Einordnung
3.2 Typologien von primären Kennzahlensystemen
3.2.1 Definition und Typologiemerkmale
3.2.2 Logische Herleitung
3.2.3 Empirisch-theoretische Fundierung
3.2.4 Empirisch-induktive Gewinnung
3.2.5 Modellgestützte Rechtfertigung
3.2.6 Kombination verschiedener Verfahren
3.3 Typologien von primären Informationssystemen
3.3.1 Definition und Typologiemerkmale
3.3.2 Funktionsbereiche
3.3.3 Branchenspezifika
3.3.4 Aufgabenstellung
3.3.5 Hierarchieebenen
3.3.6 Wertschöpfungsketten
3.4 Typologien von sekundären Kennzahlensystemen
3.4.1 Definition und Typologiemerkmale
3.4.2 Traditionelle sekundäre Kennzahlensysteme
3.4.3 Moderne sekundäre Kennzahlensysteme
3.5 Typologien von sekundären Informationssystemen
3.5.1 Definition und Typologiemerkmale
3.5.2 Mögliche Ausgestaltung und Aufbau
4 Sekundäres Measurement-Konzept und Objekte
4.1 Performance-Measurement
4.1.1 Definition und Einordnung
4.1.2 Measurement, Management und System
4.1.3 Performance-Measurement-Konzepte
4.2 Effektivität und Effizienz
4.2.1 Definition und Einordnung
4.2.2 Abhängigkeiten, Darstellung und Priorisierung
4.2.3 Effektivitäts- und Effizienzkonzepte
4.3 Sekundäres Performance-Measurement-Konzept
4.3.1 Definition und Einordnung
4.3.2 Primäre Dimensionen der Effektivität
4.3.3 Primäre Dimensionen der Effizienz
4.3.4 Sekundäre Sonder- und Prozessdimensionen
4.4 Management- und Systemobjekte
4.4.1 Definition und Einordnung
4.4.2 Managementobjekte
4.4.3 Systemobjekte
5 Sekundäres Performance-Management-System
5.1 Sekundäres Management-System
5.1.1 Definition und Anforderungen
5.1.2 Ausgestaltung und Übersicht
5.2 Konzeptionelles System
5.2.1 Systembestandteile
5.2.2 Systemregelprozess
5.2.3 Zeitpunkte und Operationalisierung
5.3 Technologisches System
5.3.1 Business-Intelligence
5.3.2 Systemkomponenten
5.3.3 Systembeziehungen
5.4 Erfolgsfaktoren und Erweiterungen
5.4.1 Erfolgsfaktoren
5.4.2 Erweiterungen
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines integrierten sekundären Performance-Measurement-Konzepts sowie eines darauf aufbauenden Performance-Management-Systems, um die Effektivität und Effizienz von Kennzahlen- und Informationssystemen in Unternehmen nachhaltig zu steigern. Die Forschungsfrage untersucht, wie ein solches System, unabhängig von spezifischen Typologien, konzeptionell und technologisch umgesetzt werden kann, um den Unternehmenswert zu optimieren.
2.1.1 Forschungsschwierigkeiten
Grundlegend stellen sich die Fragen: „Warum wurde diese Fragestellung der Effektivität und Effizienz von Kennzahlen- und Informationssystemen nicht schon früher in dieser weiten, nicht nur auf die Produktivität und Wirtschaftlichkeit beschränkten Fassung betrachtet?“ bzw. „Liegen tatsächlich Defizite im theoretisch-wissenschaftlichen Bereich vor oder werden die vorhandenen Konzepte nicht konsequent verwendet und umgesetzt?“ Mögliche Erklärungsansätze sollen nachfolgend erörtert werden. Sowohl die teilweise aus bisherigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen oder der Praxis bekannten als auch die im Rahmen der Auseinandersetzung mit der vorliegenden Themenstellung neu wahrgenommenen Forschungsschwierigkeiten können nachfolgend zwei Themenbereichen zugeordnet werden. Zum einem dem Forschungsgegenstand der Kennzahlen- und Informationssysteme selbst und zum anderen der spezifischen Fragestellung nach der Effektivität und Effizienz dieser Systeme.
Bei einer ersten Betrachtung der Schwierigkeiten des Forschungsgegenstandes der Kennzahlen- und Informationssysteme werden die begriffliche Unschärfe im Rahmen der Verwendung des Systembegriffs und die Vielfalt sowie Heterogenität bei der Definition von Kennzahlen- und Informationssystemen deutlich. Diese Unschärfe, welche einen einfachen Zugang und ein klares Verständnis des Forschungsgegenstandes erschwert, gründet sich zum einen in der langen theoretisch-wissenschaftlichen Entwicklung und zum anderen in der durch Wortneuschöpfungen sowie durch Projekt- und Produktmarketing geprägten Theorie und Praxis.
1 Einleitung: Beschreibt den Forschungsgegenstand, die Relevanz der Thematik sowie die Vorgehensweise und den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen: Erläutert die theoretischen Fundamente, inklusive Begriffsklärungen zu Kennzahlen, Informationen, Systemen und Management.
3 Typologien von Kennzahlen- und Informationssystemen: Kategorisiert primäre und sekundäre Kennzahlen- und Informationssysteme nach verschiedenen Kriterien.
4 Sekundäres Measurement-Konzept und Objekte: Diskutiert Performance-Measurement, Effektivität und Effizienz und entwickelt das sekundäre Measurement-Konzept.
5 Sekundäres Performance-Management-System: Behandelt die konzeptionelle und technologische Ausgestaltung des Management-Systems sowie Erfolgsfaktoren und Erweiterungen.
6 Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Performance-Measurement, Performance-Management, Kennzahlensysteme, Informationssysteme, Systemcontrolling, Effektivität, Effizienz, Informationsmanagement, Business-Intelligence, Systemarchitektur, Unternehmensführung, Projektmanagement, Prozessmanagement, Wertorientierung, IT-Management.
Die Arbeit befasst sich mit dem Performance-Measurement und dem Performance-Management von betrieblichen Kennzahlen- und Informationssystemen. Ziel ist es, diese Systeme nicht nur als bloße Werkzeuge, sondern als Gegenstand einer aktiven Effektivitäts- und Effizienzbetrachtung zu begreifen.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Informationsmanagements, die Typologisierung von Systemen, die Entwicklung eines sekundären Messkonzepts für Kennzahlen- und Informationssysteme sowie deren technische Implementierung mittels Business-Intelligence-Architekturen.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie ein erfolgreiches Performance-Measurement und -Management für Kennzahlen- und Informationssysteme konzipiert und umgesetzt werden kann, das unabhängig von deren spezifischer Typologie funktioniert.
Die Arbeit stützt sich auf den im deutschsprachigen Raum üblichen konstruktiven Forschungsansatz, ergänzt durch Typologiebildung, Analogie- und Deduktionsschlüsse, um neue Konzepte auf abstrakter Ebene zu entwickeln.
Im Hauptteil werden zunächst Grundlagen und Systemtypologien erarbeitet. Darauf aufbauend wird ein integriertes sekundäres Measurement-Konzept entwickelt und dieses in ein Management-System überführt, das sowohl konzeptionelle als auch technologische Aspekte umfasst.
Wichtige Begriffe sind Performance-Measurement, Kennzahlen- und Informationssysteme, Effektivität und Effizienz sowie das Konzept eines sekundären Managements für diese Systeme.
Ein sekundäres Informationssystem ist ein Meta-System, das auf einer abstrakteren Ebene das Controlling und Management der im Unternehmen bereits vorhandenen primären Informationssysteme übernimmt.
Effektivität wird als das Ausmaß der Zielerreichung definiert ("die richtigen Dinge tun"), während Effizienz die Produktivität oder Wirtschaftlichkeit bei der Ressourcenverwendung beschreibt ("die Dinge richtig tun").
Das Data-Warehouse fungiert im technologischen Teil der Arbeit als das zentrale Bindeglied, das die Integration und Aufbereitung heterogener Daten für dispositive Analysezwecke (z. B. durch Business-Intelligence) erst ermöglicht.
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