Bachelorarbeit, 2015
95 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Struktur der Arbeit
2. Begriffsdefinition und Theorien
2.1 Systemtheoretische Grundlagen
2.1.1 Organisation aus systemischer Perspektive
2.1.2 Person, Persönlichkeit und die „Big Five“
2.1.3 Kopplung von Person und Organisation
2.2 Theorien und Modelle zum Person-Environment Fit
2.2.1 Typ, Level und inhaltliche Dimension des Person-Environment Fit
2.2.2 Vom Person-Environment Fit zum Persönlichkeit-Persönlichkeit Fit
2.3 Wechselwirkungen von P-P Fit und den Zielgrößen
2.3.1 Arbeitszufriedenheit
2.3.2 Selbsteingeschätzter Berufserfolg
2.3.3 Adaptive Performance
3. Überblick über die bisherige empirische Evidenz
4. Design und Methoden
4.1 Verwendete Daten
4.2 Response-Surface-Analyse mit polynominaler Regression
5. Ergebnisse
5.1 Deskriptive Statistik
5.2 Unterscheiden sich die Persönlichkeiten?
5.3 Eine Unterscheidung, die einen Unterschied macht?
5.3.1 Arbeitszufriedenheit
5.3.2 Selbsteingeschätzter Berufserfolg
5.3.3 Adaptive Performance
6. Diskussion
6.1 Psychometrische Gütekriterien und Einschränkungen der Ergebnisse
6.2 Die Unterschiedshypothese
6.3 Die Auswirkungshypothese
7. Fazit und Ausblick
8. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch die Auswirkungen des sogenannten "Persönlichkeits-Persönlichkeit Fits" (P-P Fit) auf Arbeitszufriedenheit, selbsteingeschätzten Berufserfolg und adaptive Performance. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, ob sich die Persönlichkeit im privaten Umfeld von der Arbeitspersönlichkeit unterscheidet und ob eine etwaige Diskrepanz zwischen diesen beiden Ausprägungen negative Auswirkungen auf die genannten arbeitsbezogenen Zielgrößen hat.
1. Einleitung
Organisationen und ihre Eigengesetzlichkeiten sind ein spezifisches Merkmal moderner Gesellschaften. Von der Wiege bis zur Bahre interagiert der Mensch mit diversen Organisationen. In der westlichen Welt findet die Geburt meist in einem Krankenhaus statt. Die anschließende Bildung erstreckt sich über den Besuch des Kindergartens, der Schule, einer Ausbildungsstelle und/oder einer Universität. Es folgt die berufliche Karriere in den vielfältigsten Organisationen, wie zum Beispiel in Unternehmen, Behörden oder Non-Profit-Organisationen. Parallel dazu finden die meisten Menschen Abwechslung und Zerstreuung in diversen Vereinen oder bei ehrenamtlichen Tätigkeiten in Organisationen. Der letzte Lebensabschnitt wird meist begleitet durch Pflege- und Sozialorganisationen und schlussendlich durch Beerdigungsinstitute (Simon, 2013; Wimmer & Nagel, 2015).
Im Verlaufe des Lebens nehmen Arbeitsplätze respektive das Unternehmen als Wirtschaftsorganisation, alleine schon im Hinblick auf die zeitliche Bindung an diese, eine herausragende Stellung ein. Dem Menschen haftet dabei eine Doppelfunktion an. Zum einen wäre eine Organisation ohne den Menschen nicht denkbar. Er ist somit notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung zur Konstruktion der Organisation (Simon, 2013). Zum anderen beeinflusst die Organisation den Menschen. Die Art und Weise der Interdependenz zwischen Organisation und Mensch und deren Folgen wurden und werden in unterschiedlichen wissenschaftlichen Bereichen wie zum Beispiel der Ökonomie, den Politikwissenschaften, der Soziologie, der Philosophie und der Psychologie untersucht (Kristof, 1996; Luhmann, 1984; Schreyögg, 2010; Weick, 1995).
1. Einleitung: Die Einleitung verortet Organisationen im Lebenslauf des Menschen und führt das Konzept des P-E Fits sowie das Forschungsziel der Untersuchung ein.
2. Begriffsdefinition und Theorien: Dieses Kapitel erläutert systemtheoretische Grundlagen, das Big-Five-Modell sowie Modelle zum Person-Environment Fit und dessen Übertragung auf den Persönlichkeits-Persönlichkeits-Fit.
3. Überblick über die bisherige empirische Evidenz: Hier werden bestehende Metaanalysen und Studien zu den „Big Five“ und deren Zusammenhang mit Arbeitszufriedenheit und Berufserfolg zusammengefasst.
4. Design und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobe, die verwendeten Fragebögen sowie die methodische Vorgehensweise der Response-Surface-Analyse.
5. Ergebnisse: Die deskriptive Statistik sowie die Ergebnisse der explorativen und konfirmatorischen Analysen zur Unterschiedshypothese und Auswirkungshypothese werden hier detailliert präsentiert.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei psychometrische Gütekriterien, die Validität der Befunde sowie die Implikationen der Unterschieds- und Auswirkungshypothese bewertet werden.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und zeigt Potenziale für zukünftige Forschungsansätze auf.
8. Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.
P-P Fit, Person-Environment Fit, Persönlichkeitspsychologie, Big Five, Systemtheorie, Arbeitszufriedenheit, selbsteingeschätzter Berufserfolg, adaptive Performance, Response-Surface-Analyse, Arbeitspersönlichkeit, Privatpersönlichkeit, Kongruenz, Diskrepanz, psychometrische Gütekriterien, Interdependenz.
Die Arbeit untersucht, inwieweit sich die Persönlichkeit eines Menschen im privaten Umfeld von seiner Persönlichkeit am Arbeitsplatz unterscheidet und ob diese Differenz Auswirkungen auf wichtige berufliche Faktoren wie Arbeitszufriedenheit und Berufserfolg hat.
Die zentralen Themenfelder sind die Persönlichkeitspsychologie (insbesondere das Big-Five-Modell), die systemtheoretische Organisationsforschung sowie die Person-Environment-Fit-Forschung.
Das Ziel ist es zu prüfen, ob Diskrepanzen zwischen der "Arbeitspersönlichkeit" und der "Privatpersönlichkeit" (P-P Fit) messbare negative Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit, den selbsteingeschätzten Berufserfolg und die adaptive Performance haben.
Die Autorin nutzt die Response-Surface-Analyse mit polynominaler Regression, um komplexe Zusammenhänge zwischen zwei unabhängigen Persönlichkeitsmaßen und einer abhängigen Zielgröße statistisch zu modellieren.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung durch systemtheoretische Ansätze, die Definition des P-P Fits, die Ableitung von Hypothesen aus existierenden Studien sowie die empirische Auswertung und Diskussion der Daten.
P-P Fit, Big Five, Systemtheorie, Arbeitszufriedenheit, Adaptive Performance, Response-Surface-Analyse, Arbeitspersönlichkeit, Privatpersönlichkeit.
Ja, ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist, dass bei allen fünf Dimensionen der "Big Five" signifikante Unterschiede zwischen der im Privaten gezeigten Persönlichkeit und der im Arbeitskontext gezeigten Persönlichkeit nachgewiesen werden konnten.
Nein, entgegen den Erwartungen der Autorin konnten keine negativen Auswirkungen der Diskrepanz zwischen Privat- und Arbeitspersönlichkeit auf die untersuchten abhängigen Variablen (Arbeitszufriedenheit, Berufserfolg, Adaptive Performance) statistisch nachgewiesen werden.
Die Systemtheorie dient als konzeptueller Rahmen, um zu erklären, wie sich Persönlichkeit in der Interaktion mit verschiedenen Umwelten (Arbeit vs. Privat) konstruieren kann, ohne dass eine davon als die einzig "wahre" Persönlichkeit definiert werden muss.
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