Masterarbeit, 2013
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Forschungsanlass
1.2 Ziel der Untersuchung
1.3 Aufbau der Master-Thesis
2. Begriffsbestimmung
2.1 Intervention
2.2 Komplexe Intervention
2.2.1 Grundlegende Fragestellungen und Merkmale
2.2.2 Komplexität
2.3 Evaluation
3. Forschungsfragen
4. Forschungsmethodik
4.1 Systematische Literaturrecherche
4.2 Einschlusskriterien
4.3 Suchbegriff „Komplexe Intervention“
4.4 Datenbanken
4.4.1 PubMed
4.4.2 Medpilot
4.4.3 Cochrane Database
4.4.4 Campbell Collaboration
4.4.5 OPAC-Katalog der KatHO NRW
4.4.6 Handsuche
4.4.7 Schneeballprinzip
5. Zusammenfassung der Literatur
5.1 Campbell
5.2 United Kingdom Medical Research Council
5.2.1 Teil 1: Entwicklung einer komplexen Intervention
5.2.2 Teil 2: Beurteilung der Machbarkeit
5.2.3 Teil 3: Evaluation
5.3 Sonstige Veröffentlichungen
5.4 Van Meijel
5.4.1 Phase 1: Problemdefinition
5.4.2 Phase 2: Entwicklung der Intervention
5.4.3 Phase 3: Formulierung der Intervention
5.4.4 Phase 4: Validierung der Intervention
5.5 Mühlhauser, Möhler und Voigt-Radloff
5.5.1 Mühlhauser
5.5.2 Möhler
5.5.3 Voigt Radloff
6. Diskussion
6.1 Allgemeiner Teil
6.2 Komplexität
6.3 Komponenten einer komplexen Intervention
6.4 Phasen der Entwicklung und Evaluation
6.4.1 Phase 1
6.4.2 Phase 2
6.4.3 Phase 3
6.4.4 Phase 4
6.5 Endpunkte
6.6 Realist Reviews
6.7 Wissenschaftlicher Konsens
6.8 Langzeit-Implementierung
6.9 Kritische Betrachtung der Forschungsmethoden
7. Freie Suche im Internet
8. Fazit
Das Ziel der Master-Thesis ist die Identifikation aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und Informationen zum Schwerpunkt "Komplexe Interventionen im Gesundheitswesen", um eine pflegewissenschaftliche Bestandsaufnahme zu erstellen und die Möglichkeiten sowie Grenzen deren Evaluation aufzuzeigen.
1.1 Forschungsanlass
Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Komplexe Intervention“ spiegelt das Interesse und den Bedarf der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion wider {Craig et al. 2008; Deutsches Netzwerk Evidenzbasierter Medizin 2012}. Komplexe Interventionen im Gesundheitswesen werden in den letzten Jahren vermehrt diskutiert, und die Problematik in Bezug auf ihre Evaluation und Implementierung stellt die Wissenschaft vor neue Herausforderungen {Craig et al. 2008}. Die traditionelle Untersuchung von Einzelinterventionen durch randomisiert-kontrollierte Studien (RCT) reicht allein nicht aus, um eine Aussage über die Wirksamkeit einer komplexen Intervention wie Schulungsprorammen für Patienten und die Rehabilitation zu treffen {Lenz 2011; van Meijel et al. 2004; Campbell et al. 2000}. RCTs sind effektiv bei der Evaluation der Wirksamkeit von Medikamenten {Lenz 2011; Campbell et al. 2000}, also bei Einzelinterventionen, und haben ihre Grenzen, besonders bei der Evaluation pflegerischer Interventionen {van Meijel et al. 2004: 85}. Bei pflegerischen Interventionen handelt es sich meistens um eine Behandlung, die einen Effekt aufweist aufgrund des Zusammenspiels mehrerer einwirkender Faktoren {Mühlhauser et al. 2011: 754}.
Die Betrachtung komplexer Interventionen – z.B. von Stroke Unit Einheiten und Diabetes-Schulungsprogrammen {Mühlhauser et al. 2011} oder auch der Implementierung von neuen Maßnahmen der Mundpflege bei onkologischen Patienten {Brady et al. 2011} – ist notwendig, um eine angemessene Aussage über die Effektivität einer Intervention zu treffen {Craig et al. 2008: 7}, aber auch, um die Durchführbarkeit und Wirksamkeit einer komplexen Intervention in einem anderem Setting zu beurteilen und zu überprüfen {Voigt-Radloff et al. 2013: 2}.
1. Einleitung: Beschreibt den Forschungsanlass, das Ziel der Untersuchung und den Aufbau der Master-Thesis.
2. Begriffsbestimmung: Definiert die zentralen Begriffe Intervention, komplexe Intervention, Komplexität und Evaluation für ein einheitliches Verständnis.
3. Forschungsfragen: Formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Möglichkeit und den genutzten Methoden der Evaluation komplexer Interventionen.
4. Forschungsmethodik: Dokumentiert die systematische Literaturrecherche, Einschlusskriterien und die verwendeten Datenbanken sowie die ergänzende Handsuche und das Schneeballprinzip.
5. Zusammenfassung der Literatur: Stellt die recherchierten Hauptwerke von Campbell, dem Medical Research Council, van Meijel sowie Mühlhauser, Möhler und Voigt-Radloff vor.
6. Diskussion: Erörtert die Ergebnisse der Literaturanalyse hinsichtlich Komplexität, Evaluationsphasen, Endpunkten und methodischem Konsens.
7. Freie Suche im Internet: Ergänzt die Literaturanalyse um Informationen aus Netzwerken und wissenschaftlichen Veranstaltungen.
8. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und weist auf den zukünftigen Forschungsbedarf hin.
Komplexe Interventionen, Evaluation, Gesundheitswesen, Pflegewissenschaft, Prozessevaluation, randomisiert-kontrollierte Studien, RCT, Systematische Literaturrecherche, Medical Research Council, MRC, Surrogatparameter, Implementierung, Wirksamkeit, Machbarkeit, Evidence-based Nursing.
Die Arbeit befasst sich mit der pflegewissenschaftlichen Bestandsaufnahme zur Evaluation von komplexen Interventionen im Gesundheitswesen.
Zentrale Themen sind die Definition komplexer Interventionen, ihre methodische Entwicklung und die verschiedenen Ansätze zur Evaluation, inklusive der kritischen Betrachtung von Wirksamkeitsstudien.
Die Arbeit untersucht, ob Möglichkeiten zur Evaluation komplexer Interventionen bestehen und welche spezifischen Verfahren in der aktuellen Forschung genutzt werden.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in internationalen Datenbanken (PubMed, Cochrane, Campbell etc.) durchgeführt und eine deskriptiv-analytische Auswertung vorgenommen.
Der Hauptteil analysiert bestehende Leitlinien, wie die des Medical Research Council, und diskutiert Konzepte wie die Prozessevaluation, Komplexitätsdimensionen und die Verwendung von Surrogatparametern.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie komplexe Interventionen, Evaluation, Prozessevaluation, Evidenz, MRC-Leitlinien und pflegewissenschaftliche Forschung charakterisiert.
Da komplexe Interventionen aus interagierenden Komponenten in spezifischen Kontexten bestehen, reicht die reine Messung eines Gesamteffekts mittels RCT nicht aus, um die Wirkmechanismen oder die Machbarkeit im Alltag zu verstehen.
Die Prozessevaluation ist notwendig, um Erkenntnisse über den Verlauf, die Implementierung und das Gelingen oder Scheitern einzelner Maßnahmen innerhalb einer komplexen Intervention zu gewinnen.
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