Masterarbeit, 2016
71 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Theoretische Einführung
2.1. Poledance
2.1.1. Entwicklung zur Trendsportart
2.1.2. Wettkampfsystem
2.1.3. Energetisches Anforderungsprofil
2.2. Energiebereitstellung
2.2.1. Auswirkungen von aeroben Ausdauertraining
2.3. Leistungsdiagnostik
2.3.1. Laktatleistungsdiagnostik
2.3.2. Die maximale Herzfrequenz
2.3.3. Die maximale Sauerstoffaufnahme
2.4. Sportartspezifische Leistungsdiagnostik
2.4.1. Leistungsdiagnostik in technisch kompositorischen Sportarten
2.5. Leitende Fragestellungen
3. Methodik
3.1. Untersuchungsdesign
3.2. Stichprobe
3.3. Studiendesign
3.3.1. Labortest
3.3.2. Feldtest
3.4. Statistik
4. Ergebnisse
4.1. Deskriptive Statistik
4.2. Inferentielle Statistik
5. Diskussion
5.1. Praktische Implikationen und Ausblick
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der physiologischen Anforderungen beim Poledance durch die Durchführung eines sportartspezifischen Feldtests sowie eines ergänzenden Labortests. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich auf das kardiorespiratorische Belastungsprofil der Athletinnen und die Auswirkung der wettkampfähnlichen Belastung auf Herzfrequenz und Blutlaktatkonzentration.
1. Einleitung
Poledance kombiniert akrobatische Elemente auf einer vertikalen Stange mit tänzerischen und akrobatischen Elementen auf dem Boden. Heutzutage werden bei Wettkämpfen die Figuren innerhalb einer Choreografie auf zumeist zwei Stangen, einer statischen („static pole“) und einer drehenden Stange („spinning pole“) durchgeführt. Hohe Anforderungen an Kraft sowie eine ausgeprägte Flexibilität der Wirbelsäule, Schultern und Hüftbeuger gestalten das Training dieser Sportart sehr komplex. Je höher das jeweilige Leistungsniveau der Sportlerin/des Sportlers ist, desto höher sind auch die konditionellen Anforderungen (Rebel et al., 2014, S. 15-29).
Poledance erlebte in den letzten fünf Jahren in Österreich, nicht zuletzt medial beeinflusst, einen regelrechten Aufschwung und etablierte sich zur Trendsportart. Seit 2013 finden auch österreichische Poledance Meisterschaften statt ("Miss Pole Dance Austria," 2012). International kann man diese Entwicklung schon länger beobachten. Poledance wird vermehrt in der Fitness- und Gesundheitsbranche unter dem Aspekt der Verbesserung der physischen Fitness und einem gesteigertem Selbstwertgefühl angeboten. Zahlreiche Poledance-Studios bieten mittlerweile Kurse an (Allen, 2011, S. 9). Wissenschaftliche Studien beschäftigten sich bislang mit den Themen Weiblichkeit und Feminismus im Poledance (Allen, 2011; Bahri, 2012; Holland, 2010). Trotz der weltweiten Entwicklungen zu einer Trendsportart gibt es bislang noch keine trainingswissenschaftlichen Untersuchungen oder eine Sportartanalyse sowie Definition der leistungsentscheidenden Fähigkeiten. Dies würde zu einer weiteren Optimierung der Trainingsbedingungen beitragen. Durch eine sportartspezifische Leistungsdiagnostik könnte das Training auch im Poledance nach Stoffwechselintensitäten gesteuert und regenerative Pausen entsprechend gestaltet werden.
1. Einleitung: Vorstellung des Sports Poledance und Darlegung der Notwendigkeit wissenschaftlicher sportwissenschaftlicher Untersuchungen zur Optimierung der Trainingssteuerung.
2. Theoretische Einführung: Überblick über die Entwicklung von Poledance zur Trendsportart, physiologische Grundlagen der Energiebereitstellung sowie Methoden der Leistungsdiagnostik im Sport.
3. Methodik: Beschreibung des Versuchsaufbaus, einschließlich der anthropometrischen Daten der Stichprobe, des Labortests auf dem Ergometer und des wettkampfähnlichen Feldtests.
4. Ergebnisse: Darstellung der erhobenen physiologischen Messwerte (Herzfrequenz und Blutlaktat) und statistische Auswertung der Daten mittels ANOVA und Korrelationsanalysen.
5. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext der sportwissenschaftlichen Literatur sowie Ableitung praktischer Empfehlungen für die Trainingspraxis.
Poledance, Physiologie, Energiebereitstellung, Leistungsdiagnostik, Laktat, Herzfrequenz, Feldtest, Trainingssteuerung, anaerobe Glykolyse, Sportwissenschaft, Leistungsfähigkeit, Wettkampf.
Die Arbeit untersucht die physiologischen Anforderungen, denen Athletinnen während einer Poledance-Choreografie unter wettkampfähnlichen Bedingungen ausgesetzt sind.
Die Arbeit verknüpft die Grundlagen der Energiebereitstellung mit Methoden der Leistungsdiagnostik und überträgt diese Erkenntnisse auf die Sportart Poledance.
Das primäre Ziel ist es, durch einen sportartspezifischen Feldtest wissenschaftliche Daten zu erheben, um das Training für Poledance-Athletinnen gezielter steuern zu können.
Es wird eine Kombination aus einem spiroergometrischen Labortest und einem sportartspezifischen Feldtest eingesetzt. Die Datenauswertung erfolgt mittels einfaktorieller Varianzanalyse (ANOVA) und Korrelationsanalysen nach Pearson.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung und Grundlagen, eine präzise Methodik zur Untersuchung der Probandinnen sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der Ergebnisse.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Poledance, Physiologie, Energiebereitstellung, Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung definiert.
Poledance weist Ähnlichkeiten zum Gerätturnen auf, da kurze, hochintensive Belastungsphasen (anaerob-laktazid) mit tänzerischen, weniger intensiven Phasen abwechseln.
Die Laktatmessung erlaubt Rückschlüsse auf die Inanspruchnahme der anaeroben Glykolyse während einer Choreografie und hilft dabei, das individuelle Ausdauerniveau der Athletinnen zu bestimmen.
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