Bachelorarbeit, 2013
65 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Von der Ausländerpädagogik über Interkulturalität zur Transkulturalität
2.1 Ausländerpädagogik
2.2 Interkulturalität
2.3 Transkulturalität
3. Eltern und Schule
3.1 Theoretische Grundlagen
3.1.1 Modellernen
3.1.2 Kulturtheoretischer Erklärungsansatz von Bourdieu
3.2 Elternarbeit
3.2.1 Zum Begriff Elternarbeit
3.2.2 Gesetzliche Grundlagen
3.2.3 Aufgabenbereiche der Elternarbeit
3.2.4 Wissenschaftliche Befunde zur Elternarbeit
3.2.5 Elternbildung
3.2.6 Erziehungs- und Bildungspartnerschaft
3.2.7 Besonderheiten der Elternarbeit bei Migrantenfamilien
3.2.7.1 Befundlage zur Elternarbeit mit Migranten
3.2.7.2 Handlungsmöglichkeiten
3.2.7.3 Bilingualität
4. Projekt „Rucksack in der Grundschule“
4.1 Entstehung des Projekts „Rucksack in der Grundschule“
4.2 Funktionsweise von Rucksack in der Grundschule
4.3 Bewertung des Projekts „Rucksack in der Grundschule“
4.3.1 Bewertung der Elternbildung im Bezug auf die Bedürfnisse der Migrantenfamilien
4.3.2 Bewertung der Elternbildung unter dem Aspekt der Transkulturalität
5. Internet
5.1 Voraussetzungen für die Internetnutzung
5.2 Verbreitung der Internetnutzung
5.2.1 Internetnutzung in Deutschland
5.2.2 Internetnutzung der Migranten
5.3 E-Learning
6. Konzeption einer webbasierten Lernumgebung für die Elternbildung im Projekt Rucksack in der Grundschule
6.1 Gestaltungsorientierte Mediendidaktik
6.2 Konzeption des „Online-Schulrucksacks“
6.2.1 Eckdaten
6.2.2 Marktanalyse
6.2.3 Akteure
6.2.4 Zielgruppe
6.2.5 Lehrinhalte und-ziele
6.2.6 Didaktische Methoden
6.2.7 Aufbau des Lernangebotes
6.2.8 Lernorganisisation
7. Diskussion, Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts für eine webbasierte Lernumgebung ("Online-Schulrucksack"), um die Elternbildung im Projekt „Rucksack in der Grundschule“ zu ergänzen und auch für Zielgruppen zugänglich zu machen, die bisher von Präsenzangeboten nicht erreicht wurden. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie digitale Medien und transkulturelle Ansätze genutzt werden können, um die Elternmitwirkung bei Migrantenfamilien ressourcenorientiert zu stärken.
2.3 Transkulturalität
Wie im Abschnitt 2.2. zur Perspektive der Interkulturalität beschrieben, werden Migranten auf ihre Kulturzugehörigkeit und den damit verbundenen Vorstellungen ihrer Lebensweise von Seiten der Mehrheitsbevölkerung festgelegt. „Was immer sie tun, es wird im Zusammenhang des ihnen auferlegten Etiketts interpretiert“ (Hamburger, 2009, S.50)“. Aber, „indem die Sprechweisen der Migrant/innen in das binäre Kategoriensystem der „eigenen“ und „fremden“ Kultur eingeschlossen werden, schließt dieses binäre Schema in Diskursen bzw. Wissensstrukturen die differenten Äußerungsmodalitäten und Selbstrepräsentationen der Subjekte aus“ (Yildiz, 2008, S.189). Veränderungen von Lebens-/Denkweisen des einzelnen Migranten durch das Zusammenleben und den Kontakt mit anderen (Mehrheits-) Kulturen werden ausgeblendet. Er wird als Repräsentant seiner Kultur wahrgenommen. Dies hat zur Folge, dass manche Migranten Förderungsangebote ablehnen, weil sie den ihnen „angehefteten Stereotyp“ spüren (Hamburger, 2009, S.191). Hamburger (2009, S.108) versteht daher unter Kultur „ein in Bewegung befindliches, adaptionsfähiges System. Es ist nicht hierarchisch aufgebaut, sondern reflexiv, heterogen und besteht aus mehreren, lose miteinander verkoppelten Systemebenen“ ohne dass seine Grenzen genau festzumachen sind.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Ausgangslage und die Problematik von Migrantenkindern im deutschen Schulsystem sowie die Notwendigkeit, Elternbildung flexibler zu gestalten.
2. Von der Ausländerpädagogik über Interkulturalität zur Transkulturalität: Dieses Kapitel stellt theoretische Ansätze der Migrantenarbeit der letzten 50 Jahre dar, vom defizitorientierten Ausländerpädagogik-Ansatz bis hin zum transkulturellen Paradigmenwechsel.
3. Eltern und Schule: Es werden die theoretischen Grundlagen der Eltern-Kind-Beziehung und Elternarbeit sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen und wissenschaftliche Befunde zur Elternmitwirkung analysiert.
4. Projekt „Rucksack in der Grundschule“: Das Kapitel stellt das Projekt vor, erläutert dessen Entstehung, Funktionsweise und bewertet es kritisch hinsichtlich der Bedürfnisse von Migrantenfamilien und transkultureller Aspekte.
5. Internet: Hier wird der Status Quo der Internetnutzung in Deutschland und speziell bei Migranten untersucht, um das Internet als Werkzeug für neue Wege in der Elternbildung zu legitimieren.
6. Konzeption einer webbasierten Lernumgebung für die Elternbildung im Projekt Rucksack in der Grundschule: In diesem zentralen Kapitel wird die mediendidaktische Konzeption des „Online-Schulrucksacks“ entwickelt, inklusive Zielgruppenanalyse, Lehrinhalten und didaktischer Strukturierung.
7. Diskussion, Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeit, kritische Reflexion des Konzepts sowie Ausblick auf weiterführende Forschungsmöglichkeiten.
Elternbildung, Migrantenkinder, Rucksack in der Grundschule, Transkulturalität, Elternarbeit, Erziehungs- und Bildungspartnerschaft, Internetnutzung, E-Learning, Mediendidaktik, Online-Schulrucksack, Schulerfolg, Sprachförderung, Bilingualität, Community Education, Blended Learning.
Die Arbeit untersucht neue Wege der Elternbildung bei Migrantenkindern in der Grundschule, insbesondere durch die Konzeption einer webbasierten Lernumgebung als Ergänzung zum bestehenden Projekt „Rucksack in der Grundschule“.
Die Arbeit deckt die Bereiche Migrationspädagogik (von Ausländerpädagogik bis Transkulturalität), Elternarbeit in der Schule, Projektmanagement im Bildungsbereich sowie E-Learning und Mediendidaktik ab.
Das Ziel ist die Erstellung einer mediendidaktisch fundierten Konzeption ("Online-Schulrucksack"), um bisher nicht erreichte Migranteneltern durch räumliche und zeitliche Flexibilität besser in die schulische Bildung ihrer Kinder einzubinden.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse zu den Themen Erziehungswissenschaft und Medienpädagogik sowie einer gestaltungsorientierten mediendidaktischen Konzeption.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Migrantenarbeit, die Analyse von Elternarbeit, die Vorstellung des Rucksackprojekts, eine Markt- und Technikbetrachtung des Internets sowie die spezifische Konzeption des webbasierten Lernangebots.
Wichtige Begriffe sind Elternbildung, Transkulturalität, Online-Schulrucksack, Erziehungs- und Bildungspartnerschaft, Migrantenfamilien und Gestaltungsorientierte Mediendidaktik.
Das Projekt ist bereits bewährt im Bereich der Sprachförderung und Elternbildung, weist jedoch bei der Einbindung berufstätiger oder schwer erreichbarer Eltern Einschränkungen auf, die durch die digitale Komponente gelöst werden sollen.
Der Ansatz der Transkulturalität dient dazu, starre kulturelle Vorurteile zu überwinden und eine Pluralität der Lebensstile anzuerkennen, um so die Angebote für eine breitere, heterogene Gruppe von Migranten zu öffnen.
Er nutzt einen "Blended Learning"-Ansatz: Informationen zu Erziehungsthemen werden explorativ über eine Lernplattform bereitgestellt, während schulische Inhalte und Rucksackaufgaben über lineare, expositorische Methoden und den Austausch in Foren vermittelt werden.
Nein, es handelt sich um ein nicht-formales, freiwilliges Lernangebot, bei dem keine formale Zertifizierung vorgesehen ist, da der Fokus auf der Stärkung der elterlichen Kompetenzen und der Förderung des Kindes liegt.
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