Bachelorarbeit, 2016
53 Seiten, Note: 2,3
1. Vom Wohlfahrtsstaat zum aktivierenden Staat
1.1 Soziale Arbeit im Wohlfahrtsstaat
1.2 Die Hartz-Reformen
1.2.1 Hartz I
1.2.2 Hartz II
1.2.3 Hartz III
1.2.4 Hartz IV
1.3 Der aktivierende Staat
1.3.1 Zielgruppe der Aktivierungspolitik
2. Arbeitslosigkeit
2.1 Begriffsbestimmungen und aktuelle Arbeitsmarktzahlen
2.2 Typisierung und Ursachen von Arbeitslosigkeit
2.3 Friktionelle Arbeitslosigkeit
2.3.1 Konjunkturelle Arbeitslosigkeit
2.3.2 Saisonale Arbeitslosigkeit
2.3.3 Strukturelle Arbeitslosigkeit
2.4 Folgen und Wechselwirkungen von Arbeitslosigkeit
2.4.1 Armut, Stigmatisierung und Ausgrenzung als Folge von Arbeitslosigkeit
2.4.2 Psychische Beeinträchtigungen und Arbeitslosigkeit
3. Arbeitsmarktrelevante psychische Störungen
3.1 Entstehung von psychischen Störungen
3.2 Affektive Störungen
3.3 Neurotische -, Belastungs- und somatoforme Störungen
3.4 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
3.5 Psychotische Störungen
3.6 Besonderheiten psychischer Störungen
4. Grenzen der Aktivierungspraxis
4.1 Elemente der Aktivierungslogik und ihre Auswirkungen auf die Betroffenen
4.1.1 Fördern und Fordern
4.1.2 Leistungshöhe als Arbeitsanreiz
5. Soziale Arbeit im aktivierenden Staat
5.1 Soziale Arbeit als Dienstleistung
5.2 Die sozialpolitische Funktion Sozialer Arbeit im aktivierenden Staat
5.3 Soziale Arbeit als Gerechtigkeitsprofession
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Konsequenzen der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik für die Soziale Arbeit. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf den strukturellen und individuellen Grenzen dieser Politik, wobei insbesondere die Wechselwirkung zwischen Arbeitslosigkeit und psychischen Beeinträchtigungen kritisch analysiert wird.
3.2 Affektive Störungen
Die Gruppe der affektiven Störungen umfasst Störungen, die die Stimmungslage betreffen. Unterschieden werden kann hier zwischen Depression und Manie. Die Depression zeichnet sich durch eine bedrückte, niedergeschlagene und hoffnungslose Stimmung aus, die von Angstzuständen begleitet werden kann. Bei einer Manie schlägt die Stimmung in rastlose Energie und unerschöpfliche Hochgefühle um. Von einer bipolaren affektiven Störung ist die Rede, wenn sich depressive und manische Episoden abwechseln. Die Symptome der von einer Depression Betroffenen können in fünf Kategorien eingeordnet werden. Nicht alle Kategorien müssen auftreten, einzelne Symptome können ausbleiben oder weitere hinzukommen. Auch die Schwere einzelner Ausprägungen kann stark variieren. Ebenfalls ist die Dauer des depressiven Syndroms individuell sehr unterschiedlich. Möglich ist eine einmalig vorkommende Episode, ein Tage, Wochen oder Monate andauernder Zustand oder eine über Jahre fortdauernde Erkrankungszeit.
1. Vom Wohlfahrtsstaat zum aktivierenden Staat: Analyse des historischen und politischen Wandels von einem versorgenden Sozialstaat hin zu einem aktivierenden System, das Eigenverantwortung und Marktmechanismen in den Vordergrund stellt.
2. Arbeitslosigkeit: Darstellung von Begriffsbestimmungen, Ursachen und sozioökonomischen Folgen von Arbeitslosigkeit, mit einem Schwerpunkt auf den Wechselwirkungen zwischen Arbeitslosigkeit und psychischer Gesundheit.
3. Arbeitsmarktrelevante psychische Störungen: Überblick über verschiedene psychiatrische Krankheitsbilder, die eine Integration in den Arbeitsmarkt erschweren und die Bedeutung der Grundarbeitsfähigkeiten mindern.
4. Grenzen der Aktivierungspraxis: Zusammenfassung der strukturellen und individuellen Barrieren der Arbeitsmarktpolitik und Kritik an restriktiven Elementen wie Sanktionen und dem Leistungsdruck.
5. Soziale Arbeit im aktivierenden Staat: Reflexion über die veränderte Rolle der Sozialen Arbeit, die sich zwischen dem Druck zur Dienstleistungsorientierung und ihrem eigenen Selbstverständnis als Gerechtigkeitsprofession bewegen muss.
Soziale Arbeit, aktivierender Staat, Hartz-Reformen, Arbeitslosigkeit, psychische Störungen, Depressionsdiagnosen, SGB II, Aktivierungslogik, Fördern und Fordern, Dienstleistungsbegriff, Gerechtigkeitsprofession, soziale Ausgrenzung, Stigmatisierung, Erwerbsbiographie, Sanktionspraxis
Die Arbeit untersucht, wie sich der politische Paradigmenwechsel vom versorgenden Wohlfahrtsstaat zum aktivierenden Staat auf die Soziale Arbeit und ihre Zielgruppe auswirkt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Hartz-Reformen, der Analyse von Arbeitslosigkeit als gesellschaftlichem Problem und der Bedeutung psychischer Beeinträchtigungen im Kontext von Arbeitsmarktintegration.
Ziel ist es, die Konsequenzen der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik für die Soziale Arbeit kritisch zu reflektieren und dabei insbesondere die Grenzen dieser Politik aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Forschungsberichterstattung, insbesondere unter Einbeziehung von Daten des IAB und aktueller sozialwissenschaftlicher Fachdiskurse.
Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Arbeitsmarktaktivierung, die psychosozialen Auswirkungen auf Betroffene sowie die Herausforderungen, mit denen die Soziale Arbeit durch die neuen betriebswirtschaftlichen Anforderungen konfrontiert ist.
Wichtige Begriffe sind Aktivierung, Soziale Gerechtigkeit, Arbeitsmarktintegration, psychische Gesundheit und das professionelle Mandat der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit belegt, dass psychische Erkrankungen sowohl als Folge von Arbeitslosigkeit als auch als Selektionsfaktor für Exklusion wirken, wodurch Betroffene bei der Erfüllung der geforderten Leistungsstandards massiv eingeschränkt sind.
Durch die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit und den Fokus auf Effizienz sieht sich die Profession in ihrer Rolle als Anwältin der Hilfebedürftigen gefährdet, da sie zunehmend zur Kontrollinstanz einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik wird.
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