Masterarbeit, 2015
89 Seiten, Note: 2,3
1 Einführung
1.1 Relevanz
1.2 Gang der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Gesetzliche Prüfungspflicht
2.2 Gegenstand, Umfang und Ziele der Abschlussprüfung
2.3 Der Abschlussprüfer
2.3.1 Der Wirtschaftsprüfer
2.3.1.1 Der Beruf des Wirtschaftsprüfers
2.3.1.2 Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
2.3.1.3 Die Aufgaben eines Wirtschaftsprüfers
2.3.2 Unabhängigkeit des Abschlussprüfers
2.3.3 Beratungstätigkeit
2.3.4 Rotation des Abschlussprüfers
2.3.5 Vereidigte Buchprüfer
2.4 EU-Reform der Abschlussprüfung
2.4.1 Vorbemerkungen
2.4.2 Gesetzentwurf der Bundesregierung
3 Bestellung von Abschlussprüfern
3.1 Überblick
3.2 Formen der Bestellung
3.2.1 Wahl des Abschlussprüfers
3.2.1.1 Wahlverfahren
3.2.1.1.1 Wahlverfahren bei der AG
3.2.1.1.2 Wahlverfahren bei der KGaA
3.2.1.1.3 Wahlverfahren bei der GmbH
3.2.1.2 Zeitpunkt der Wahl
3.2.1.3 Wählbarer Personenkreis
3.2.2 Gerichtliche Bestellung
3.3 Erteilung des Prüfungsauftrags
3.3.1 Prüfungsvertrag
3.3.2 Ausschlussgründe
3.3.2.1 Institutionelle und kapazitive Ausschlussgründe
3.3.2.2 Gesetzliche Ausschlussgründe
3.3.2.3 Weitere Ausschlussgründe
3.4 Beendigung der Bestellung zum Abschlussprüfer
3.4.1 Beendigung des Prüfungsauftrags
3.4.2 Niederlegung des Mandats
3.4.3 Abberufung durch ein Gericht
3.5 EU-Reform und Auswirkungen auf die Bestellung von Abschlussprüfern
4 Vergütung von Abschlussprüfern
4.1 Überblick
4.2 Offenlegung der Prüfungs- und Beratungshonorare
4.2.1 Honoraroffenlegungspflicht
4.2.2 Historische Entwicklungen der Honoraroffenlegung
4.2.2.1 Entwicklungen auf europäischer und nationaler Ebene
4.2.2.2 Entwicklungen auf internationaler Ebene
4.2.3 Funktionen der Honoraroffenlegung
4.2.4 Beurteilung der gesetzlichen Honorarpublizität
4.2.5 Auszuweisende Honorarkategorien
4.2.5.1 Honorar für Abschlussprüfungen
4.2.5.2 Honorar für andere Bestätigungsleistungen
4.2.5.3 Honorar für Steuerberatungsleistungen
4.2.5.4 Honorar für sonstige Leistungen
4.3 Determinanten für Prüfungshonorare
4.3.1 Normativer Rahmen der Honorargestaltung
4.3.2 Ökonomische Erklärungsansätze
4.3.2.1 Unternehmensgröße, -komplexität und - risiko
4.3.2.1.1 Unternehmensgröße
4.3.2.1.2 Unternehmenskomplexität
4.3.2.1.3 Unternehmensrisiko
4.3.2.2 Prüferreputation und –größe
4.3.2.3 Branchenspezialisierung
4.3.2.4 Beratungsleistungen
4.3.2.5 Erstprüfung
4.4 EU-Reform und Auswirkungen auf die Abschlussprüfervergütung
5 Untersuchung von Prüfungs- und Beratungshonoraren
5.1 Analyse einer Honorarumfrage der WPK
5.2 Untersuchung der Abschlussprüferhonorare der DAX 30-Unternehmen
6 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die regulatorischen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Bestellung sowie der Vergütung von Abschlussprüfern bei kapitalmarktorientierten Unternehmen in Deutschland. Sie untersucht dabei, wie sich die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers durch Bestellungsprozesse und Honorarstrukturen beeinflussen lässt und welche Auswirkungen die jüngsten EU-Reformen auf diese Bereiche haben.
3.2.1.1.1 Wahlverfahren bei der AG
Bei der Aktiengesellschaft obliegt die Wahl des Abschlussprüfers nach dem Aktiengesetz der Hauptversammlung.61 Hierbei handelt es sich um zwingendes Recht, d.h. weder Satzungsbestimmungen noch Beschlüsse der Hauptversammlung können dieses Recht auf andere Gremien oder auf ein anderes Organ (bspw. den Aufsichtsrat) übertragen.62 Von dieser Regelung bestehen jedoch zwei Ausnahmen. Zum einen bei Versicherungsgesellschaften, bei denen der Abschlussprüfer durch den Aufsichtsrat bestimmt wird (§ 58 Abs. 2 Satz 1 VAG) und zum anderen bei neu gegründeten Aktiengesellschaften. In diesem Fall wird der Abschlussprüfer für das erste Geschäftsjahr von den Gründern bestellt (§ 30 Abs. 1 Satz 1 AktG).63
Die Durchführung der Wahl findet während der ordentlichen Hauptversammlung statt. Gemäß § 124 Abs. 3 AktG hat die Hauptversammlung einen Abschlussprüfer zur Wahl vorzuschlagen, ist an diesen bei der Wahl jedoch nicht gebunden und kann sich auch für einen seitens der Aktionäre oder des Vorstands vorgeschlagenen Kandidaten entscheiden.64 Gängig ist jedoch, dass dem Vorschlag des Aufsichtsrats Folge geleistet wird.65
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Abschlussprüfung für kapitalmarktorientierte Unternehmen und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel behandelt die gesetzliche Prüfungspflicht, das Berufsbild des Wirtschaftsprüfers, die Unabhängigkeit sowie die EU-Reform der Abschlussprüfung.
3 Bestellung von Abschlussprüfern: Hier werden die verschiedenen Formen der Bestellung, das Verfahren zur Erteilung des Prüfungsauftrags sowie Möglichkeiten der Beendigung thematisiert.
4 Vergütung von Abschlussprüfern: Das Kapitel befasst sich mit der Offenlegung von Honoraren, den Determinanten der Honorargestaltung sowie den ökonomischen Erklärungsansätzen.
5 Untersuchung von Prüfungs- und Beratungshonoraren: Hier wird eine Umfrage der Wirtschaftsprüferkammer analysiert und die Honorarstruktur der DAX 30-Unternehmen im Jahr 2014 untersucht.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Bedeutung der Bestellung und Vergütung des Abschlussprüfers für das Vertrauen in die Berichterstattung zusammen.
Abschlussprüfung, Abschlussprüfer, Wirtschaftsprüfer, Bestellung, Vergütung, Prüfungshonorar, Unabhängigkeit, EU-Reform, Honorarpublizität, Pflichtrotation, Beratungsleistungen, DAX 30, Wahlverfahren, Wirtschaftsprüferkammer, Prüfungsqualität.
Die Arbeit untersucht die regulatorischen und praktischen Aspekte der Bestellung und Vergütung von Abschlussprüfern bei kapitalmarktorientierten Unternehmen in Deutschland unter Berücksichtigung aktueller rechtlicher Rahmenbedingungen.
Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Grundlagen der Pflichtprüfung, die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, die Honorarstruktur von Prüfungs- und Beratungsleistungen sowie die Auswirkungen der EU-Reform auf den Wirtschaftsprüfungsmarkt.
Ziel ist es, den Ablauf der Bestellung von Abschlussprüfern zu verdeutlichen und zu analysieren, welche Faktoren die Höhe der Vergütung determinieren und wie diese zusammengesetzt ist.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur sowie auf eine empirische Untersuchung von Honorarumfragen der Wirtschaftsprüferkammer und Geschäftsberichten von DAX 30-Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Kernbereiche: Kapitel 3 widmet sich der Bestellung (Wahl- und Bestellverfahren, Prüfungsauftrag), während Kapitel 4 die Vergütung (Offenlegung, Determinanten der Honorarbildung) detailliert analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Abschlussprüfung, Bestellung, Vergütung, Unabhängigkeit, Honorarpublizität und EU-Reform charakterisiert.
Als "Fee-Premium" wird der Aufschlag bezeichnet, den große Prüfungsgesellschaften (insbesondere die "Big-Four") im Vergleich zu kleineren Wettbewerbern aufgrund ihrer höheren Reputation und vermeintlich höheren Prüfungsqualität erzielen können.
Die EU-Reform führt zu strengeren Regeln, wie z.B. dem Verbot bestimmter prüfungsfremder Leistungen und der Einführung einer sogenannten Honorargrenze (Maximal 70% des durchschnittlichen Prüfungshonorars der letzten drei Jahre), um die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zu stärken.
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