Bachelorarbeit, 2013
53 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2 Die Lage von Jugendlichen beim Übergang Schule - Beruf
2.1 Der demografische Wandel
2.2 Daten und Fakten zum Ausbildungsmarkt
3 Das Konzept der Ausbildungsreife
3.1 Abgrenzung zu anderen Begrifflichkeiten
3.2 Ausbildungsreife nach dem Konzept der Bundesagentur für Arbeit
3.3 Andere Konzepte zur Ausbildungsreife
4 Das Übergangssystem in Deutschland
4.1 Was verbirgt sich hinter dem Übergangssystem?
4.2 Maßnahmen im Übergangssystem
4.2.1 Berufsvorbereitung durch die Länder
4.2.2 Berufsvorbereitung durch die Bundesagentur für Arbeit
4.2.3 Sonstige Berufsvorbereitung
4.3 Vergleich zweier divergierender Maßnahmen
4.3.1 Begründung der Entscheidung
4.3.2 Die einjährige Berufsfachschule
4.3.3 Die Einstiegsqualifizierung
5 Beförderung der Ausbildungsreife in den Maßnahmen
5.1 Ausbildungsreife in der einjährigen Berufsfachschule
5.2 Ausbildungsreife in der Einstiegsqualifizierung
5.3 Ergebnis des Vergleichs
6 Herausforderungen für das Übergangssystem
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das deutsche Übergangssystem zwischen Schule und Beruf, wobei der Fokus auf der Analyse liegt, inwieweit die einjährige Berufsfachschule und die Einstiegsqualifizierung dazu beitragen, die Ausbildungsreife bei Jugendlichen zu fördern und den Übergang in eine reguläre Berufsausbildung zu unterstützen.
3.2 Ausbildungsreife nach dem Konzept der Bundesagentur für Arbeit
Unter Beachtung der Tatsache, dass die Anforderungen der Betriebe sich ständig ändern, ist auch die Ausbildungsreife an bestimmte gesellschaftliche und historische Kontexte gebunden und der Begriff muss daher ständig aktualisiert werden (vgl. Müller & Rebmann 2008, S. 575). Bislang liegt allerdings noch kein allgemein anerkanntes Konzept zur Ausbildungsreife vor (vgl. Wolf 2009, S. 85). Deshalb soll in diesem Kapitel aus verschiedenen konzeptuellen Ansätzen eine zusammenfassende Definition von Ausbildungsreife geschaffen werden.
Die Ausbildungsreife „besitzt heute den Bedeutungsgehalt einer Voraussetzung, die Jugendliche befähigt, ohne Hilfen eine Berufsausbildung nach § 25 BBiG und § 25 HWO zu beginnen und erfolgreich abzuschließen.“ (Wolf 2009, S. 85). Eine fehlende Ausbildungsreife zu einem bestimmten Zeitpunkt schließt jedoch nicht aus, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt noch erreicht werden kann (vgl. Neß 2007, S. 96). Hierbei ist zu beachten, dass ein Schulabschluss heutzutage noch lange nicht bedeutet, dass auch eine Ausbildungsreife vorhanden ist (vgl. Hilke, Müller-Kohlenberg & Schober 2005, S. 20; Rützel 2002, S. 8). Dazu gehören noch weitere Faktoren. Um diese Faktoren zu benennen und um die häufig unterschiedlichen Einschätzungen zur Ausbildungsreife von Bewerber(inne)n zwischen Betrieben, Schulen und Beratungseinrichtungen zu beseitigen, haben Vertreter/-innen des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs, Expert(inn)en aus Unternehmen, beruflichen Schulen, dem Bundesinstitut für Berufsbildung, dem berufspsychologischen Service und der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit, allgemeine Kriterien formuliert, die normalerweise von Betrieben an Auszubildende gestellt werden (vgl. Bundesagentur für Arbeit 2007).
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Unsicherheit beim Übergang von der Schule in den Beruf und identifiziert die Ausbildungsreife als entscheidendes, aber oft ungeklärtes Kriterium für den Ausbildungserfolg.
2 Die Lage von Jugendlichen beim Übergang Schule - Beruf: Dieses Kapitel beleuchtet den demografischen Wandel und die schwierige Situation auf dem Ausbildungsmarkt, die viele Jugendliche in Übergangsmaßnahmen führt.
3 Das Konzept der Ausbildungsreife: Es erfolgt eine theoretische Abgrenzung der Ausbildungsreife von Begriffen wie Berufseignung und Vermittelbarkeit sowie die Vorstellung des Kriterienkatalogs der Bundesagentur für Arbeit.
4 Das Übergangssystem in Deutschland: Das Kapitel bietet eine Bestandsaufnahme des komplexen Übergangssystems und stellt detailliert die einjährige Berufsfachschule sowie die Einstiegsqualifizierung als spezifische Maßnahmen vor.
5 Beförderung der Ausbildungsreife in den Maßnahmen: Hier werden beide Maßnahmen vergleichend auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Vermittlung von Ausbildungsreife analysiert.
6 Herausforderungen für das Übergangssystem: Es werden strukturelle Probleme wie Heterogenität der Zielgruppe und die Notwendigkeit einer besseren Kooperation zwischen Institutionen erörtert.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass kein Standardprogramm existiert, aber eine konstruktive Nutzung der Förderkonzepte zur Vermeidung von „Maßnahmenkarrieren“ notwendig ist.
Übergangssystem, Ausbildungsreife, Berufsvorbereitung, Einjährige Berufsfachschule, Einstiegsqualifizierung, Nationaler Pakt für Ausbildung, Berufliche Bildung, Benachteiligte Jugendliche, Kompetenzmodell, Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Übergangsquote, Kriterienkatalog, Berufsberatung, Maßnahmenkarrieren.
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Maßnahmen des deutschen Übergangssystems zwischen Schule und Beruf mit dem spezifischen Ziel, zu untersuchen, wie diese die Ausbildungsreife von Jugendlichen verbessern können.
Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, das Verständnis von Ausbildungsreife nach aktuellen Standards, die Struktur des Übergangssystems sowie ein Vergleich zwischen schulischen und betrieblichen Vorbereitungsmaßnahmen.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob die einjährige Berufsfachschule oder die Einstiegsqualifizierung besser geeignet sind, eine fehlende Ausbildungsreife zu vermitteln, um den Jugendlichen den Weg in eine Ausbildung zu ebnen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung empirischer Studien (wie dem BIBB-Expertenmonitor) sowie dem Vergleich zweier ausgewählter Bildungsmaßnahmen anhand des Kriterienkatalogs zur Ausbildungsreife.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Begriffs Ausbildungsreife, eine Darstellung der institutionellen Rahmenbedingungen des Übergangssystems und eine detaillierte Analyse der einjährigen Berufsfachschule sowie der betrieblichen Einstiegsqualifizierung.
Wesentliche Begriffe sind Übergangssystem, Ausbildungsreife, Berufsvorbereitung, Berufsfachschule, Einstiegsqualifizierung und Maßnahmenkarrieren.
Sie ermöglicht Jugendlichen, die bisher keinen Ausbildungsplatz finden konnten, durch ein Langzeitpraktikum direkt in einem Betrieb berufliche Erfahrungen zu sammeln, was die Chance auf eine anschließende Übernahme in ein reguläres Ausbildungsverhältnis signifikant erhöht.
Die Autorin hebt hervor, dass die schulische Form teilweise realitätsfern wirken kann und es schwierig ist, die spezifischen Kompetenzen des Kriterienkatalogs in einem rein schulischen Umfeld vollständig zu vermitteln.
Viele Jugendliche durchlaufen eine Übergangsmaßnahme nach der anderen, ohne den Sprung in den Arbeitsmarkt zu schaffen; dies mindert ihr Selbstvertrauen und ist ineffizient im Hinblick auf den Einsatz öffentlicher Ressourcen.
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