Masterarbeit, 2015
84 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Intention
1.2 Vorgehensweise
2 Qualitätsmanagement und -sicherung an Berufsschulen
2.1 Begrifflichkeit und Definition
2.2 Systeme des Qualitätsmanagements
2.2.1 Die Norm DIN EN ISO 9000 ff.
2.2.2 Total Quality Management (TQM)
2.2.3 Das EFQM-MODELL
2.2.4 Weitere Qualitätsmanagementmodelle
2.3 Aufgaben des Qualitätsmanagements an Hamburger Schulen
2.4 Unterrichtsqualität und Schülerzufriedenheit
2.5 Maßnahmen zur Unterstützung der Lehrkräfte
3 Schülerfeedback
3.1 Begrifflichkeit und Definition
3.2 Bedeutung des Schülerfeedbacks
3.2.1 Bedeutung des Feedbacks für die Lernenden
3.2.2 Bedeutung des Feedbacks für die Lehrenden
3.3 Methoden des Schülerfeedbacks
3.4 Regelungen zum Schülerfeedback an Hamburger Berufsschulen
3.5 Probleme mit Schülerfeedback aus der Perspektive der Lehrkräfte
3.5.1 Die Fehlende Ausbildung der Lehrkräfte
3.5.2 Die Angst vor Überwachung
3.5.3 Ergebnisverfälschende Einflussfaktoren
3.5.4 Die starke Belastung der Lehrkräfte
3.5.5 Die fehlende Einheitlichkeit
4 Empirischer Teil
4.1 Untersuchungsdesign
4.1.1 Ziel der Untersuchung
4.1.2 Untersuchungsfeld
4.1.3 Untersuchungsmethode
4.2 Dokumentation und Auswertung
4.2.1 Aufbereitung des Interviewmaterials
4.2.2 Auswertungsverfahren
4.2.2 Gütekriterien
4.3 Interpretation der Ergebnisse
4.3.1 Bedeutung des Schülerfeedbacks für Lernende und Lehrende
4.3.2 Schülerfeedback als Instrument der Qualitätssicherung
4.3.3 Gelebte Feedbackkultur an beruflichen Schulen in Hamburg
4.3.4 Unterstützungsmaßnahmen für die Lehrkräfte
4.3.5 Probleme mit dem Schülerfeedback und ihre Lösungen
4.4 Fazit
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob Schülerfeedback ein notwendiges Instrument der Qualitätssicherung an beruflichen Schulen in Hamburg darstellt, analysiert den Mehrwert für Lehrende und Lernende und identifiziert Herausforderungen sowie Lösungsansätze aus der Praxis.
3.5.1 Die Fehlende Ausbildung der Lehrkräfte
Im Unterschied zu Bewertungen im Alltag ist die Methode des Schülerfeedbacks als Evaluationsinstrument ein systematischer und zielgerichteter Aus- und Bewertungsprozess (vgl. Peek, 2009, S. 143). Das bedeutet, dass diese Methode bestimmten wissenschaftlichen Standards genügen sollte, denn nur so erhalten die Lehrer eine optimale Bewertung ihrer Arbeit durch die Schüler und sind in der Lage, Verbesserungen vorzunehmen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Rückmeldungen, die professionell gestaltet sind, die Wirksamkeit des Lernens nachhaltig fördern (vgl. Berger, Granzer & Waack, 2013, S. 71). Damit eine Schülerbefragung den hohen Anforderungen einer wissenschaftlich korrekten Evaluation genügt, muss laut Peek (2009, S. 143):
• Das Ziel der Befragung klar definiert und die Fragestellung vorab festgelegt werden. Das heißt, dass die Gegenstandsbereiche, die Standards sowie die Verfahren und Methoden des Schülerfeedbacks vorab geklärt werden.
• Das Schülerfeedback mithilfe geeigneter Verfahren und anhand klarer Kriterien durchgeführt werden.
• Die Schülerbefragung zu einer Analyse und einer darauf aufbauenden Bewertung führen, denn erst diese zwei Bestandteile machen aus einer einfachen Befragung auch eine Evaluation.
• Die aus dem Schülerfeedback gewonnene Bewertung sich an vorher formulierten Kriterien orientieren. Diese Kriterien können beispielsweise aus dem Schulprogramm entnommen werden.
• Das Schülerfeedback zur Überprüfung und Veränderung der Praxis führen. Das Ergebnis sollte also als Planungs- und Entscheidungshilfe zur Verbesserung des Unterrichts und der Schülerzufriedenheit dienen.
Diese Anforderungen, die ein Schülerfeedback zu einer internen Evaluationsmethode machen, lassen schlussfolgern, dass die Lehrkräfte für die Durchführung qualifiziert sein müssen. Es ist fraglich, ob eine ausreichende Schulung der Lehrkräfte in beruflichen Schulen in Hamburg stattfindet und damit muss auch angezweifelt werden, dass die Erkenntnisse, welche aus dem Schülerfeedback gewonnen werden, richtig bewertet werden. Nicht jede Lehrkraft schafft es, die richtigen Konsequenzen aus dem Schülerfeedback zu ziehen (vgl. Berger, Granzer & Waack, 2013, S. 78). Viel wahrscheinlicher ist es sogar, dass aus falsch durchgeführten Schülerbefragungen falsche Schlussfolgerungen gezogen werden, die wiederum zu falschen Handlungsschritten führen. Nur eine optimale Schulung der Lehrer kann diesem Problem entgegenwirken.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Schülerfeedbacks als Qualitätssicherungsinstrument im Hamburger Berufsschulwesen und Darlegung des Forschungsanliegens.
2 Qualitätsmanagement und -sicherung an Berufsschulen: Erläuterung theoretischer Grundlagen, verschiedener QM-Modelle und deren Übertragbarkeit auf den Kontext der beruflichen Bildung.
3 Schülerfeedback: Umfassende Analyse des Begriffs, der Bedeutung für verschiedene Akteure, gebräuchlicher Methoden sowie spezifischer Problemfelder aus Sicht der Lehrkräfte.
4 Empirischer Teil: Beschreibung des Forschungsdesigns (Experteninterviews), Auswertung und Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich gelebter Feedbackkultur und Lösungsstrategien.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit zur Relevanz des Schülerfeedbacks und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung an beruflichen Schulen.
Schülerfeedback, Qualitätssicherung, Berufsschulen, Hamburg, Feedbackkultur, Qualitätsmanagement, Unterrichtsqualität, Experteninterviews, Lehrkräfte, Schulentwicklung, Evaluation, Bildungsmanagement, Lehrerprofessionalität, Prozessorientierung, Lernende.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung von Schülerfeedback als Instrument der Qualitätssicherung an beruflichen Schulen in Hamburg.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements, die Feedbackkultur an Schulen, notwendige Unterstützungsmaßnahmen für Lehrkräfte sowie die Analyse von Problemen bei der Durchführung von Schülerbefragungen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Schülerfeedback ein notwendiger Bestandteil des Qualitätsmanagements an Hamburger Berufsschulen ist und wie Lehrkräfte bei der Bewältigung von Problemen in diesem Kontext unterstützt werden können.
Die Autorin führt eine empirische Untersuchung durch, basierend auf qualitativen Experteninterviews mit verschiedenen Akteuren des Qualitätsmanagements in Schulen und der Schulbehörde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theorieanalyse zum Qualitätsmanagement und Schülerfeedback sowie den empirischen Teil, der die Erfahrungen und Einschätzungen der interviewten Experten widerspiegelt.
Zentrale Begriffe sind Schülerfeedback, Qualitätssicherung, berufliche Schulen, Feedbackkultur, Lehrerprofessionalität und Schulentwicklung.
Die Arbeit zeigt auf, dass private Berufsschulen aufgrund wirtschaftlicher Anreize oft eine explizitere Feedbackkultur etablieren, während an staatlichen Schulen die Umsetzung häufiger von der individuellen Initiative der Lehrkräfte abhängt.
Diese Angst führt laut Autorin zu Widerständen, zur Verfälschung von Ergebnissen oder zur vollständigen Vermeidung der Evaluation, was eine konstruktive Unterrichtsentwicklung behindert.
Neben einer professionelleren Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte betont die Arbeit die Notwendigkeit eines vertrauensvollen Schulklimas, in dem Feedback als Hilfestellung statt als Kontrollinstrument begriffen wird.
Die Autorin unterstreicht, dass für eine aussagekräftige Evaluation methodische Kompetenzen bei der Fragebogengestaltung und der Interpretation der Ergebnisse essenziell sind, um die Qualität der Rückmeldungen sicherzustellen.
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