Bachelorarbeit, 2013
35 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. DIE VERDINGLICHUNG DER WELT
2.A. MARX, LUKÁCS UND DAS GEHEIMNIS DER WARENFORM
2.B. HORKHEIMER UND ADORNO: KULTURINDUSTRIE UND INSTRUMENTELLE VERNUNFT
3. MARCUSES PARALYSIERTE KRITIK
3.A. DIE GESELLSCHAFT OHNE WIDERSPRUCH
3.B. TECHNISCHE RATIONALITÄT ALS NEUE VERNUNFT
3.C. TECHNIK UND BEFREIUNG
4. HABERMAS – LEBENSWELT IM TECHNISCHEN FORTSCHRITT
4.A. ARBEIT UND INTERAKTION
4.B. SPANNUNG ZWISCHEN ZWEI HANDLUNGSSYSTEMEN: VON DER TRADITIONELLEN ZUR STAATLICH GEREGELTEN GESELLSCHAFT
4.C. TECHNIK UND DER HERRSCHAFTSFREIE DISKURS
5. FAZIT
Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen Perspektiven von Herbert Marcuse und Jürgen Habermas auf die Rolle von Wissenschaft und Technik im Spätkapitalismus und analysiert, inwiefern deren Konzepte ein emanzipatorisches Potenzial bieten, um die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse kritisch zu hinterfragen.
3.c. Technik und Befreiung
Die durch technischen Fortschritt erreichten Möglichkeiten, wie sie sich in der Produktivität der fortgeschrittenen Industriegesellschaft zeigt, lässt sich dahingehend zusammenfassen, „daß die Menschheit die historische Stufe erreicht hat, auf der sie technisch imstande ist, eine Welt des Friedens zu schaffen – eine Welt ohne Ausbeutung, Elend und Angst.“ Es sind die Errungenschaften der technologischen Gesellschaft selbst, die technologischen Prozesse von Mechanisierung und Standardisierung, die den Grundstein für das noch unbekannte Reich der Freiheit bilden. In der Utopie Marcuses würde die innere Struktur des menschlichen Daseins derart geändert werden, das Individuum von den fremden Bedürfnissen und Möglichkeiten befreit, die die Arbeitswelt ihm auferlegt. „Das Individuum wäre frei, Autonomie über sein Leben auszuüben, das sein eigenes wäre.“ Die Aufhebung der Arbeit in einer befreiten Gesellschaft würde den Menschen neue Dimensionen im privaten und gesellschaftlichen Bereich eröffnen, so dass die vollständige Automation der Produktion die geschichtliche Transzendenz zu einer neuen Zivilisation darstellen würde.
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der spätkapitalistischen Gesellschaft, die durch Wissenschaft und Technik sowie instrumentelle Vernunft geprägt ist, und die Fragestellung nach dem emanzipatorischen Potenzial bei Marcuse und Habermas.
2. DIE VERDINGLICHUNG DER WELT: Theoretische Herleitung des Begriffs der Verdinglichung durch Marx und Lukács sowie die Weiterentwicklung durch Horkheimer und Adorno unter dem Aspekt der instrumentellen Vernunft.
3. MARCUSES PARALYSIERTE KRITIK: Analyse von Marcuses Sicht auf die widerspruchslose Industriegesellschaft, die technologische Rationalität als Herrschaftsinstrument und die Utopie einer befreiten Technik.
4. HABERMAS – LEBENSWELT IM TECHNISCHEN FORTSCHRITT: Darstellung von Habermas' Differenzierung zwischen Arbeit und Interaktion sowie seiner Kritik an der Kolonisierung der Lebenswelt durch zweckrationales Handeln.
5. FAZIT: Synthese der Ergebnisse, die zeigt, dass beide Autoren Wissenschaft und Technik als verdinglichend analysieren, jedoch unterschiedliche Wege zur Befreiung vorschlagen.
Kritische Theorie, Spätkapitalismus, Wissenschaft, Technik, Verdinglichung, Emanzipation, Herbert Marcuse, Jürgen Habermas, instrumentelle Vernunft, zweckrationales Handeln, Ideologie, Industriegesellschaft, technologische Rationalität, Lebenswelt, Befreiung.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der spätkapitalistischen Industriegesellschaft durch die Kritische Theorie, insbesondere im Hinblick auf die Rolle von Wissenschaft und Technik.
Zentral sind der Prozess der Verdinglichung, die Macht der instrumentellen Vernunft, das Verhältnis von Arbeit zu Interaktion und das Potenzial zur gesellschaftlichen Emanzipation.
Ziel ist es, die Philosophien von Marcuse und Habermas zu vergleichen und zu untersuchen, inwiefern ihre Entwürfe des gesellschaftlichen Zustands im Spätkapitalismus emanzipatorisches Potenzial beinhalten.
Es handelt sich um eine philosophisch-theoretische Analyse und einen Vergleich zentraler Begriffe und Thesen der frühen und späten Kritischen Theorie.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Verdinglichung, Marcuses Kritik an der technologischen Herrschaft und Habermas' System-Lebenswelt-Unterscheidung sowie dessen Konzept des herrschaftsfreien Diskurses.
Kritische Theorie, Spätkapitalismus, Verdinglichung, technologische Rationalität, Emanzipation, Arbeit und Interaktion.
Während Marcuse eine radikale Erneuerung der Technik im Sinne einer befreiten Utopie anstrebt, sieht Habermas Technik als anthropologisches Projekt, das durch gesellschaftliche Kontrolle und herrschaftsfreie Kommunikation in den institutionellen Rahmen eingebettet werden muss.
Marcuse sieht in der Kunst eine entscheidende Kraft, die die Diskrepanz zwischen dem Wirklichen und dem Möglichen aufzeigt und so zur Befreiung der Menschen beitragen kann.
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