Bachelorarbeit, 2016
37 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Der Ownership-Status
2.1 Das Drei-Sektoren-Modell
2.2 Aktueller Stand von NPOs und NGOs
3. Effizienz und Effektivität
4. Die Bedeutung von Outcome
5. Outcomemessungen und Messschwierigkeiten in NPOs
6. Outcomebetrachtungen
6.1 Alten- und Pflegeheime
6.2 Wasserversorgung
6.3 Entwicklungshilfe
7. Theoretische Überlegungen und Theorien zu Effizienz und Effektivität bei unterschiedlichem Ownership-Status
7.1 Budgetmaximierungstheorie
7.2 Theorie der Verfügungsrechte
7.3 Organizational Slack
8. NPOs im Zielkonflikt zwischen Effizienz und Effektivität
9. Fazit und Forschungsausblick
Die Arbeit untersucht, inwiefern sich Organisationen mit unterschiedlichem Ownership-Status hinsichtlich ihrer Effizienz und Effektivität unterscheiden und wie diese Differenzen mit den jeweiligen Zielvorstellungen korrelieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die gängige Annahme, dass Non-Profit-Organisationen (NPOs) effektiv und klassische For-Profit-Organisationen (FPOs) effizient handeln, in der Praxis haltbar ist.
6.1 Alten- und Pflegeheime
Ein Bereich, in dem Outcomevergleiche zwischen verschiedenen Ownership-Status angestellt werden können, stellen die Alten- und Pflegeheime dar. Diese werden im angelsächsischen als nursing homes bezeichnet. Auch wenn ein höherer Outcome, also eine bessere Qualität, nicht zwangsweise mit einer höheren Effizienz einhergehen muss, wird im Folgenden doch implizit davon ausgegangen, dass zumindest ein gewisser Zusammenhang besteht. Diese Überlegung resultiert aus der Literatur, die ebenfalls nur in Sonderfällen zwischen gestiegener Effizienz und gestiegenem Outcome differenziert.
Die von Arrow 1963 aufgestellte Hypothese, NPOs würden im Gesundheitswesen eine bessere Qualität als ihre Wettbewerber mit anderem Ownership liefern (vgl, Arrow, 1963), dient bis heute als Ausgangslage vieler Diskussionen. Sie wurde in den vergangenen Jahren mit den unterschiedlichsten wirtschaftswissenschaftlichen Methoden und Tests bearbeitet und überprüft (vgl. Chesteen et al., 2005). Dem gegenüber steht unter anderem die Theorie der Verfügungsrechte, auch property rights theory, die erklärt, warum Nonprofit Akteure ineffizienter als FPOs agieren. Mehr dazu in Kapitel 7.2.
Bürokratie in öffentlichen Organisationen, Leistungsentlohnungen in FPOs, politische Einflussnahme bei öffentlichen Organisationen, unterschiedliche Zielkontrollen und Performance Messungen sowie unterschiedliche Prioritätensetzungen stellen grundlegende Unterschiede zwischen öffentlichen, Forprofit und Nonprofit orientierten Alten- und Pflegeheime dar (vgl. Amirkhanyan et al. 2008).
1. Einführung: Definition des Unterschieds zwischen Effizienz und Effektivität sowie Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Organisationstypen.
2. Der Ownership-Status: Erläuterung des Drei-Sektoren-Modells zur Differenzierung zwischen Staat, Markt und Zivilgesellschaft.
3. Effizienz und Effektivität: Abgrenzung der beiden Begriffe auf Basis wirtschaftswissenschaftlicher Definitionen und des Input-Outcome-Modells.
4. Die Bedeutung von Outcome: Darlegung der Entstehung und Definition des Outcomes im NPO-Sektor sowie Einbettung in das Logic Model.
5. Outcomemessungen und Messschwierigkeiten in NPOs: Diskussion von Performance-Measurement-Methoden wie Balanced Scorecard, SROI und TBL im Kontext des Non-Profit-Sektors.
6. Outcomebetrachtungen: Empirische Untersuchung der Branchen Alten- und Pflegeheime, Wasserversorgung und Entwicklungshilfe.
7. Theoretische Überlegungen und Theorien zu Effizienz und Effektivität bei unterschiedlichem Ownership-Status: Analyse der Budgetmaximierungstheorie, Theorie der Verfügungsrechte und des Konzepts "Organizational Slack".
8. NPOs im Zielkonflikt zwischen Effizienz und Effektivität: Erörterung der Frage, ob NPOs einen stärkeren Fokus auf Effizienz legen sollten und welche Konsequenzen dies hätte.
9. Fazit und Forschungsausblick: Zusammenfassende Erkenntnis, dass sich die Forschungsfrage nicht einheitlich beantworten lässt, da äußere Einflüsse und methodische Unterschiede die Ergebnisse prägen.
Ownership-Status, NPO, NGO, FPO, Effizienz, Effektivität, Outcome, Performance-Measurement, SROI, Triple Bottom Line, Organisational Slack, Verfügungsrechte, Budgetmaximierung, Alten- und Pflegeheime, Wasserversorgung
Die Arbeit analysiert, wie der Status des Eigentümers (Ownership-Status) die Effizienz und Effektivität einer Organisation beeinflusst und ob es systematische Unterschiede zwischen Non-Profit- und For-Profit-Organisationen gibt.
Die zentralen Felder umfassen das Nonprofit-Management, die Messung von Wirkungen (Outcome), theoretische ökonomische Ansätze zur Organisationsstruktur sowie Branchenvergleiche im Gesundheits- und Versorgungssektor.
Die Arbeit untersucht, inwiefern Effizienz- und Effektivitätsunterschiede bei Organisationen mit unterschiedlichem Ownership-Status vorliegen und ob die Annahme "NPOs sind effektiv, FPOs sind effizient" empirisch haltbar ist.
Es handelt sich um eine Literatur- und Theorieanalyse, die durch die Auswertung empirischer Studien aus den Bereichen Gesundheitswesen, Wasserversorgung und Entwicklungshilfe fundiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und Sektoren, die Darstellung von Messschwierigkeiten für Non-Profit-Organisationen sowie eine branchenbezogene Analyse (Altenpflege, Wasser, Entwicklungshilfe) und die Erörterung ökonomischer Theorien.
Die wichtigsten Begriffe sind Ownership-Status, Effizienz, Effektivität, Non-Profit-Organisation (NPO), For-Profit-Organisation (FPO), Outcome-Messung und SROI.
Der Begriff dient als theoretisches Bindeglied, um den Widerspruch zwischen Effizienz und Effektivität aufzuzeigen, da "Slack" (überschüssige Kapazität) sowohl als Ineffizienz als auch als notwendige Ressource für Innovationen gesehen werden kann.
Die Untersuchung zeigt, dass kein einheitliches Bild existiert. Studien zu diesem Bereich sind oft widersprüchlich; der Ownership-Status allein ist meist nicht ausreichend, um Qualitätsunterschiede in der Pflege zweifelsfrei zu erklären.
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