Bachelorarbeit, 2016
60 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Definition: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
2.2 Prävalenz und Belästigungskonstellationen
2.3 Erscheinungsformen
2.4 Folgen für Betroffene und Unternehmen
2.5 Psychologische Begriffsbestimmung
2.6 Ursachen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
2.6.1 Natürlich-biologische Perspektive
2.6.2 Soziokulturelle Perspektive
2.6.3 Organisationstheoretische Perspektive
2.6.4 Weitere Erklärungsansätze
2.7 Fragestellungen
3. Methodik
3.1 Vorgehensweise
3.2 Ein- und Ausschlusskriterien für Literatur
3.3 Einbezogene Quellen
4. Ergebnisse
4.1 Einflussfaktoren des Arbeitsumfelds
4.2 Berufliche Hindernisse für Frauen
5. Diskussion
5.1 Präventionsmöglichkeiten für Unternehmen
5.3 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis eines systematischen Literaturreviews die organisationalen Faktoren, die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz begünstigen, sowie die beruflichen Konstellationen, unter denen Frauen Hindernisse beim beruflichen Aufstieg erfahren.
2.3 Erscheinungsformen
Es wurden zwei verschiedene Kategorien von sexueller Belästigung identifiziert: Quid pro quo und hostile work environment (MacKinnon, 1979; McCann, 2005).
Bei Quid pro quo (lateinisch: dieses für das) werden Mitarbeitern Vorteile wie Gehaltserhöhungen oder Beförderungen im Tausch gegen sexuelle Gefälligkeiten versprochen. Bei einer Weigerung drohen dem Mitarbeiter berufliche Konsequenzen, die bis zur Kündigung reichen können. Es handelt sich hierbei also um eine Belästigungsform mit erpresserischem Charakter, hinter der sich ein Abhängigkeitsverhältnis verbirgt. Wenn von sexueller Belästigung die Rede ist, ist am häufigsten Quid pro quo gemeint (Ducret & Kurz, 2004).
Bei hostile work environment ist der Mitarbeiter sexistischen Anmerkungen und Witzen ausgesetzt und wird in vielen Fällen mit pornographischem Material in der Arbeitsstelle konfrontiert. Es geht hier mehr darum, eine generell unangenehme und verunsichernde Arbeitsatmosphäre zu schaffen, durch die das Opfer ebenfalls in eine unterlegene Position versetzt wird. Anders als Quid pro quo ist diese Form der Belästigung zwar weniger bekannt, aber weiter verbreitet (Ducret & Kurz, 2004).
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz als allgegenwärtiges Problem und stellt die Notwendigkeit dar, die Einflussfaktoren des Arbeitsumfelds wissenschaftlich zu untersuchen.
2. Theoretischer Hintergrund: Es werden grundlegende Konzepte, Definitionen, Erscheinungsformen und die psychologischen Hintergründe der Thematik sowie existierende Erklärungsansätze erläutert.
3. Methodik: Der systematische Prozess der Literaturrecherche anhand von 20 empirischen Studien sowie die angewandten Ein- und Ausschlusskriterien werden dargelegt.
4. Ergebnisse: Die zentralen Erkenntnisse aus der Literaturrecherche bezüglich organisationaler Einflussfaktoren und beruflicher Hindernisse für Frauen werden chronologisch und thematisch präsentiert.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, Präventionsmöglichkeiten für Unternehmen werden abgeleitet und die Arbeit schließt mit einem zusammenfassenden Fazit.
Sexuelle Belästigung, Arbeitsumfeld, Organisationsklima, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Quid pro quo, hostile work environment, Frauen am Arbeitsplatz, Prävention, Unternehmenskultur, Machtstrukturen, Sexual Harassment, Arbeitszufriedenheit, Literaturreview, Geschlechtsdiskriminierung.
Die Arbeit untersucht sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz als multidimensionales Problem und analysiert, welche organisationalen Faktoren dieses Verhalten begünstigen.
Zu den Kernbereichen gehören das Organisationsklima, Machtstrukturen, die Auswirkungen von geschlechtsspezifischen Zusammensetzungen der Arbeitsgruppen und die psychologischen sowie beruflichen Folgen für die Betroffenen.
Das Ziel ist die Identifikation von relevanten Einflussfaktoren des Arbeitsumfelds, die sexuelle Belästigung begünstigen, sowie die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Prävention für Unternehmen.
Die Arbeit basiert auf einem systematischen Literaturreview, in dem 20 ausgewählte empirische Originalstudien aus dem Zeitraum 2005 bis 2015 ausgewertet und diskutiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung verschiedener Ursachenperspektiven und eine detaillierte Ergebnisschau, die den Forschungsverlauf und die Risikokonstellationen für Frauen beleuchtet.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Sexuelle Belästigung, Organisationsklima, Geschlechterrollen, Diskriminierung und präventive Maßnahmen für Unternehmen.
Quid pro quo ist durch einen erpresserischen Charakter und ein Abhängigkeitsverhältnis (Gegenleistung für sexuelle Gefälligkeiten) geprägt, während hostile work environment eine feindselige, sexistische Arbeitsatmosphäre beschreibt.
Studien deuten darauf hin, dass Frauen in hohen Positionen als "atypisch" für ihr Geschlecht wahrgenommen werden können, was zu einer verstärkten Ablehnung oder "Gender Policing" führen kann.
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