Bachelorarbeit, 2011
69 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Mailings
2.1 Definition und Bestandteile
2.2 Aufgaben und Ziele
2.3 Vor- und Nachteile von E-Mailings gegenüber Mailings
3. Neuromarketing
3.1 Definition und Bedeutung
3.2 Neuronales Netzwerk und Verhaltenssteuerung
3.3 Untersuchungsmethoden
3.4 Das explizite und das implizite System
3.5 Die Bedeutung von Emotionen und Motiven
4. Neurowissenschaftliche Erfolgsfaktoren für die Mailingkreation
4.1 Zielgruppenauswahl – und Ansprache
4.1.1 Bedeutung
4.1.2 Limbic Types®
4.1.3 Visual Questionnaire (ViQ)
4.2 Verwendung von Codes als Bedeutungsträger
5. Empfehlungen für die Mailinggestaltung
5.1 Sprache und Textgestaltung
5.2 Bilder und Symbole
5.3 Farbwelt und Tonalität
5.4 Stimulation der Sinne
6. Best Practice
6.1 Sparkassen-Mailing
6.2 RWE-Mailing
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie Erkenntnisse aus dem Neuromarketing dazu beitragen können, die Konzeption und Gestaltung von Mailings zu optimieren, um deren Erfolg durch eine bessere Ansprache unbewusster Entscheidungsprozesse zu steigern.
3.2 Neuronales Netzwerk und Verhaltenssteuerung
Um das Verhalten des Konsumenten besser verstehen und die eigenen Marketingaktivitäten darauf ausrichten zu können, ist es erst einmal notwendig zu verstehen, wie das menschliche Gehirn überhaupt aufgebaut ist und wie es funktioniert. Denn allein das Gehirn entscheidet, welches Mailing beispielsweise wichtig genug ist, um seine Aufmerksamkeit darauf zu richten, es sich zu merken oder sogar darauf zu reagieren.45
In diesem Abschnitt wird der Aufbau des Gehirns sowie die Funktionsweise des neuronalen Netzwerks nicht im Detail erklärt, sondern nur ein grober Überblick darüber gegeben. Das menschliche Gehirn besteht aus 100 Milliarden Nervenzellen, von denen jede einzelne an der Verarbeitung von Informationen, an der Steuerung von Gefühlen sowie an Lern- und Gedächtnisprozessen beteiligt ist.46 Die Nervenzellen, auch Neuronen genannt, bestehen aus einem Zellkörper, Dendriten, Axonen und Synapsen.47 Sie stellen die kleinsten Arbeitseinheiten des Gehirns und des zentralen Nervensystems dar und haben die Aufgabe Informationen an andere Nerven-, Muskel- und Drüsenzellen zu transportieren. Diese Verknüpfung erfolgt über Synapsen, unter denen man sich Kontaktpunkte vorstellen kann, an denen ein Neuron mit einem anderen kommuniziert.48 Die Funktionsweise des Gehirns ergibt sich also daraus, wie die Neuronen im Gehirn verschaltet und vernetzt sind und auf welche Weise sie zusammenarbeiten und sich gegenseitig beeinflussen.49 Die drei wesentlichen Bestandteile des Gehirns sind das Stammhirn, das limbische System und der Neokortex (siehe Abbildung 1).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Bedeutung von Emotionen bei Kaufentscheidungen und Zielsetzung der Arbeit zur Optimierung von Mailings.
2. Mailings: Definition und Erläuterung der Bestandteile von Mailings sowie eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile gegenüber E-Mailings.
3. Neuromarketing: Darstellung der theoretischen Grundlagen, Funktionsweise des Gehirns, Untersuchungs- und Analysemethoden sowie die Rolle impliziter und expliziter Systeme.
4. Neurowissenschaftliche Erfolgsfaktoren für die Mailingkreation: Untersuchung von Methoden zur Zielgruppenselektion sowie der Einsatz von Codes als Bedeutungsträger für effektive Werbebotschaften.
5. Empfehlungen für die Mailinggestaltung: Konkrete Handlungsempfehlungen zur Gestaltung von Sprache, Bildsprache, Farben und multisensorischer Ansprache auf Basis neurophysiologischer Erkenntnisse.
6. Best Practice: Analyse konkreter Praxisbeispiele (Sparkasse und RWE) im Hinblick auf die Umsetzung der neurophysiologischen Gestaltungsempfehlungen.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der neurophysiologischen Wirkungsforschung für das Marketing.
Neuromarketing, Mailing, Konsumentenverhalten, Hirnforschung, Implizites System, Emotionen, Motive, Zielgruppenansprache, Limbic Types, Neurowissenschaften, Dialogmarketing, Werbewirkung, multisensorische Wahrnehmung, Kaufentscheidung, Consumer Neuroscience.
Die Arbeit untersucht die Relevanz des Neuromarketings für die Erstellung und visuelle sowie textliche Gestaltung von adressierten Werbesendungen (Mailings).
Zentrale Themen sind die Funktionsweise des menschlichen Gehirns bei Kaufentscheidungen, der Einfluss unbewusster Prozesse auf das Kundenverhalten und die praktische Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Mailinggestaltung.
Ziel ist es, auf Basis aktueller neurowissenschaftlicher Erkenntnisse konkrete Möglichkeiten und Empfehlungen für die Konzeption von Mailings aufzuzeigen, um deren Erfolg und Responsewahrscheinlichkeit zu erhöhen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und dem Marketing sowie auf der Auswertung von Studien zur neurophysiologischen Werbewirkung.
Der Hauptteil behandelt die neurophysiologischen Faktoren der Mailingkreation, spezifische Zielgruppensegmentierung (Limbic Types, ViQ), die Bedeutung von Codes und Empfehlungen zur Gestaltung von Sprache, Bildern, Farben und Sinnesansprache.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Neuromarketing, Mailing, Konsumentenverhalten, implizites System, Emotionen und neurophysiologische Werbewirkung charakterisiert.
Das limbische System gilt als Zentrum der Emotionsentstehung und steuert maßgeblich das affektive Verhalten sowie Lernprozesse, wodurch es einen entscheidenden Einfluss auf Kaufentscheidungen nimmt.
Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass Rabattsymbole beim Konsumenten eine Belohnungserwartung auslösen, die zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Angebot führen kann.
Es nutzt gezielt Überraschungseffekte (verkleinerte Schrift, Mikroskop) und Mehrdeutigkeiten, um Aufmerksamkeit bei der spezifischen Zielgruppe junger Studenten zu erregen und deren Neugierde zu wecken.
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